Von verzweifelten Angst-Hasen und der Schlange

Jetzt war ich seit langem endlich mal wieder voller Sätze zum Schreiben, doch kaum sitze ich an meinem Schreibtisch, ist alles wie weggeblasen. Nur noch Nebel in meiner Birne.

Dabei wollte ich euch was Spannendes erzählen: Vom Zweifel, von der Angst und von der Schlange.

Aber alles, was mir jetzt gerade noch bruchstückweise in den Sinn kommt, zerschlägt mein Verstand gnadenlos: „Ist doch alles Bullshit… interessiert doch keine Sau… laß es besser“. Ja, mein Verstand will oft nicht das, was ICH will 😉

Aber ICH entscheide mich, jetzt trotzdem einfach weiterzumachen!

Helmut und ich sind seit ein paar Wochen wieder mal voll im Forschermodus. Eine Aufstellung jagt die andere und viele neue Erkenntnisse haben sich wieder aufgetan. Aber erst die aktuelle Begegnung mit „der Schlange“ hat eine der wichtigsten Türen für mich geöffnet.

Eigentlich habe ich das, was ich jetzt bin, meiner Angst zu verdanken. Hört sich erst mal komisch an. Aber seit sich die Angst eines Tages vor vielen vielen Jahren gnadenlos meiner bemächtigt hat, war ich auf der Suche, wie ich sie wieder von der Backe bekomme. Und was dabei herausgekommen ist BIN ICH.

Und mit Angst meine ich nicht die „normale“ Angst. Sondern ich meine die Angst, die man hat, obwohl es eigentlich keinen Grund gibt, Angst zu haben.

Die Angst, die einen an den Rand bringt. Die Angst, die keiner versteht, der sie nicht schon selbst in sich gespürt hat. Ich nenne sie die „verrückte“ Angst.

In all diesen vielen Jahren auf der Suche nach „Erlösung“ habe ich sehr viele Einblicke in die verschiedensten Angstdynamiken bekommen, aber erst jetzt hat sich mir ein ganz wesentlicher Aspekt erschlossen.

Die schlimmste Angst ist die Angst, wenn es eigentlich kein Subjekt oder Objekt gibt, auf das sich die Angst bezieht. Wenn ich Angst habe vor einer Person, Angst habe vor einer Situation, dann macht das Sinn. Auch wenn es sich schrecklich anfühlt. Ich kann mich damit auseinandersetzen und sie meist auch überwinden. Und daran wachsen.

Aber was ist, wenn ich Angst habe und es offensichtlich überhaupt keinen Grund für diese Angst gibt? Ich fühle doch, was ich fühle. Aber mein Verstand (und der Rest der Menschheit) sagt : „Da ist doch nichts – stell dich nicht so an!!!“

Diese Angst läßt dich auf Dauer verzweifeln. Du fühlst etwas, was in dir und außerhalb von dir nicht bestätigt wird, und das läßt dich immer mehr an dir selbst zweifeln. Und diese Verzweiflung, die du dann fühlst, schickt dich irgendwann in die tiefsten Abgründe der Hölle. Eine gefühlt ausweglose Hölle, die, wenn es überhaupt keine Anbindung mehr an eine „höhere Macht“ (ob im Innen oder im Außen) gibt, für manche sogar tragischerweise im Suizid enden kann.

Ich glaube mittlerweile, daß viele Menschen von solchen „verrückten“ Ängsten in den verschiedensten Facetten geplagt sind. Doch je nach „Befall“ fällt es mehr oder weniger leicht, sie zu verdrängen.
Alkohol ist beispielsweise perfekt dafür geeignet, unerwünschte Gefühle aller Art zu verdrängen. Da die ganze Welt trinkt und du eher seltsam erscheinst, wenn du nicht mittrinkst, ist das doch genial zum Verdrängen. Dann Drogen jeglicher Art, ob naturell illegal oder pharmazeutisch legal. Medienberieselung den ganzen Tag. Und, ganz wichtig, natürlich die illusionäre Welt von Internet, Spielkonsolen und Facebook etc. Aber auch den Workaholimus sollten wir nicht außer Acht lassen!

Ich stelle mir gerade vor, was passieren würde, wenn all diese Möglichkeiten, sich wegzubeamen, auf einen Schlag wegfallen würden. Ich glaube die Selbstmordrate würde ganz schön hoch schnellen, wenn alle Menschen auf einen Schlag all ihren gut verdrängten Gefühlen ausgesetzt wären – gnadenlos ohne Ausweichmöglichkeiten.

Doch zurück zur  „verrückten Angst“, die irgendwann zur „verzweifelten Angst“ geworden ist. Eine wichtige Erkenntnis für mich war der Ursprung dieser Angst.

Als Kinder sind wir erst einmal nur fühlende Wesen. Noch ganz verbunden mit unserem SEELENSELBST. Dann kommt immer mehr der Verstand hinzu. Je nach Erziehung, im Bezug zu „Gefühl-Verstand“, verlieren wir uns SELBST immer mehr oder wir werden darin bestärkt, die Verbindung zu uns SELBST aufrechtzuerhalten – ganz alleine dadurch, ob UNSERE Gefühle, so wie sie sind, eine Daseinsberechtigung erfahren und wertgeschätzt werden oder ob sie permanent plattgemacht werden!

Gehen wir nun mal vom schlimmsten Fall aus:

Du hast Eltern, denen als Kinder die Gefühle abhanden gekommen sind, und die nun auch mit deinen Gefühlen nicht wirklich umgehen können.

Du bist klein und du fühlst, was du fühlst. Das Fühlen ist deine Realität. Du bist traurig. Du bist wütend. Du hast Angst.

Als Kinder brauchen wir jetzt Eltern, die uns unsere Gefühle bestätigen und nicht absprechen: „Mein Schatz, auch wenn ich jetzt grad gar nicht nachvollziehen kann, warum du Angst hast, fühle ich mit dir und halte ich dich in meinen Armen, wo du sicher und geschützt bist, bis deine Angst wieder gegangen ist.“  Anstatt: „Stell dich doch nicht so an, da ist doch nix !“  oder noch schlimmer  „Du spinnst doch !“

Je mehr wir unsere ureigenen Gefühle, also das, was wir gerade fühlend wahrnehmen, abgesprochen bekommen, umso mehr fangen wir an, zunehmend an ihnen zu zweifeln.

Und der Zweifel wächst und wächst, mit jedem Tag ein bißchen mehr. Bis wir irgendwann unserem Verstand mehr vertrauen, als unseren Gefühlen.

Das Problem ist nun, daß wir durch den Verlust des Vertrauens in unser Fühlen auch immer mehr die Verbindung zu unserem Seelenselbst verlieren. Denn unser Fühlen ist unsere Verbindung zu unser Seele. Unsere Seele kommuniziert mit uns über unsere ureigenen Gefühle. Die Gefühle, die uns beherrschen, wenn wir nur noch „Kopfmenschen“ sind, sind verstandesinduzierte Gefühle. Gefühle, die nicht mehr aus dem Bauch heraus kommen, sondern aufgrund eines Gedankens. Und was dabei herauskommen kann, das kennen wir alle zur Genüge.

Bleiben wir bei den Angstgefühlen. Unser Verstand gaukelt uns die irrsten Dinge vor und wir reagieren mit Angst und Panik. Aber diese Angst, die wir nun fühlen, hat nichts mit der Realität zu tun.

Wir fühlen Angst, aber es gibt in der Realität nichts, wovor wir Angst haben müßten. Und wir können diese Angst nicht auflösen, weil es ja real nichts gibt, dem wir uns stellen könnten. Völlig verrückt.

Viele von uns haben das sicher schon mal erlebt: Du malst dir die schrecklichsten Horrorszenarien aus mit „Was wäre wenn…?“, und erstarrst in panischer Angst bei dem Gedanken an ein fiktives Ereignis. Du bekommst Herzrasen, Schweißausbrüche, Durchfall, fängst an zu zittern etc. Aber als du dann tatsächlich mal in der realen Situation warst, konntest du sie plötzlich rocken – trotz deiner Angst.

Leider kann bei einigen „Härtefällen“ irgendwann diese irrationale Angst so übermächtig werden, daß sie kaum noch vor die Tür gehen können. Sie sind gefangen in ihrer „verrückten“ Angst vor der Angst, die niemand nachvollziehen kann. Und dazu noch in der Angst, irgendjemand könnte merken, daß sie diese „verrückte“ Angst haben!

Was wäre ein Weg aus dieser Angst-Hölle heraus ?

Sich wieder zurück zu entwickeln vom Kopfmenschen in den Bauchmenschen – natürlich ohne sein erwachsenes Bewußtsein zu verlieren.

Genau dahin zurück, wo wir als Kinder alle einmal waren. Wieder wirklich fühlende Wesen werden. Ganz verbunden mit unserem Seelenselbst in uns. Und wieder ganz im authentischen Gefühlsausdruck.

Auch ein authentischer Gefühlsausdruck kann sich kurzfristig wirklich schlimm anfühlen, aber er geht bald vorbei. Ein verkopfter Gefühlsausdruck dagegen kann manchmal ein Leben lang anhalten und dich zu Tode quälen.

Hier also nun mein Oster-Tipp für alle gequälten Angsthasen:

Erobert euch eure wahren Gefühlen wieder zurück. Kümmert euch gut um eure „Inneren Kinder“, die nicht so sein durften, wie sie waren. Repariert alle gekappten Gefühle, integriert die abgespaltenen Gefühle und dockt wieder ganz an eurem Seelenselbst an. Löst die Identifikation mit eurem Verstand.

Und erlaubt euch peu à peu, euren wahren Gefühlen wieder mehr zu vertrauen als eurem Verstand.

NO DOUBT !!! Zweifelsohne fühlst DU, was DU fühlst !

Und wenn die ganze Welt sagt, du spinnst: Vertraue deinem Fühlen, denn du fühlst was du fühlst. Tatsächlich!!! Eigentlich ist es sogar das einzige, auf das wir uns wirklich verlassen können, denn wir fühlen nun mal was wir fühlen!

Und wenn der Zweifel geht, geht die Angst . . .

Sollte dieser kleine Oster-Tipp nicht ausreichen, euch aus der Angsthölle rauszuholen, dann habt ihr mit Sicherheit fremde Angstgefühle an der Backe. Diese Dynamik zeigt sich immer mal wieder, wenn wir mit unseren Patienten Aufstellungen machen : Daß wir abgespaltene Gefühle von anderen Menschen, mit denen wir in Resonanz gehen, übernehmen, in uns zum Ausdruck bringen und dadurch Leid erfahren. Fremde Leidgefühle in sich zu fühlen ist eine Hölle für sich. Kann manchmal sogar noch einen Klacks gruseliger sein, als die „verrückten“ eigenen Gefühle.

UND das Schlimme daran ist: wir können sie mit herkömmlichen Methoden nicht therapieren. Da können sich die beste Therapeutin und der beste Therapeut die Zähne dran ausbeißen, denn wir können fremde, übernommene Gefühle, nach unserer Erfahrung, nicht in uns therapieren. Diese Gefühle können wir nur dahin „zurückbringen“, wo wir sie her haben. Damit befreien wir uns davon und können uns dann um die eigene Resonanzebene kümmern, die diese fremden Energien an Land gezogen hat.

Aber um sich darauf einzulassen, kann es notwenig sein, den Verstand an der Garderobe abzulegen 😉

Durchbreche den Verstand, dann findest du zu dir !!!

And now at last . . . 

DIE SCHLANGEN – STORY 

mit der eigentlich alles anfing :

Allen Zweiflern an der Homöopathie werde ich jetzt gleich ein Häppchen reichen, das so gar nicht nach ihrem Geschmack ist. Gerade in letzter Zeit wird ja wieder ein großes Tamtam gemacht, um die Homöopathie in Mißkredit zu bringen. Aber aus meiner Sicht der Welt ist das alles nur ein verzweifelter Versuch der Schulmedizin, ihr sinkendes Schiff zu retten. Ich attackiere doch nur etwas, was mir Angst macht, daß es zu mächtig wird ! Meiner tiefsten Überzeugung und Erfahrung nach wird die Zukunft der Medizin keine stoffliche sein, sondern eine energetische. Und in meinen Augen war Monsieur Hahnemann ein sehr mutiger Visionär, der damals, in den dunklen Zeiten des Aderlasses, dazu ausersehen war, die Menschheit durch die Homöopathie peu à peu mit einer energetischen Medizin vertraut zu machen.

Die Homöopathie hat einen ganz wichtigen Platz in der Gesundheitsversorgung gefunden! Zweifler hin, Zweifler her. Durch sie hat sich ein energetisches Verständnis für Heilung ausbreiten können. Und wenn wir uns heute umschauen, ist der Run auf die „energetische Heilweisen“ nicht mehr zu stoppen. Wer je am eigenen Leib heilsam erfahren durfte, was Energie in Verbindung mit Bewußtsein bewirken kann, auch ganz ohne Materie, der weiß, was ich meine.

Nun aber zur Story: Vor kurzem biß ich mir beim Frühstück mit meinen beiden Homöopathie-Freundinnen (hi Elvira, hi Birge – schön, daß ihr da wart) total heftig auf die Zunge, so daß sie innerhalb kürzester Zeit – zu unser aller Erstaunen – zu einem guten Drittel dunkelblau wurde. Es sah aus, als hätte ich am Füller gelutscht. Und dazu gab es dann auch noch eine ordentliche Bißwunde. Ich verordnete mir Arnica C 30. Am nächsten morgen war die Zunge immer noch ordentlich blau, aber der Bluterguß hatte sich etwas geteilt. Und die Bißstelle tat weh.

Dann bekam ich unerklärlicherweise im Laufe des Tages merkwürdige Schmerzen im Lendenwirbelbereich, in den Hüften und Oberschenkeln. Und da wurde die Forscherin in mir doch neugierig, was für ein Thema sich hier gerade hinter all diesen absurden Symptomen wohl versteckte. So bat ich Helmut, „blind“ ein homöopathisches Mittel zu testen, welches mir das Thema zeigen sollte.

Und es testete Lachesis – die Buschmeisterschlange !

Ich nahm also vor dem Schlafengehen (die Zunge war noch blau) Lachesis C1300 ein und in der Nacht schon konnte ich spüren, wie sich die ganzen Schmerzen lösten. Morgens nach dem Zähneputzen wollte ich dann den Zustand meiner blauen Zunge überprüfen und stellte erstaunt fest, daß NICHTS mehr zu sehen war. NICHTS !!! ALLES WEG !!!
Sogar die krasse Bißwunde war vollkommen verschwunden !!! 
So als wäre nie irgendwas gewesen. Über Nacht, einfach alles weg. Ist das nicht magic !!! Sowas kann man mit energetischer Medizin erleben . Wunder-voll !!!

Aber die Schlange forderte einen Obulus von mir. Ich mußte wieder eintauchen in eines ihrer Hauptthemen, den (existenziellen) Zweifel.
Und so kam ich dann durch die Schlange wieder zum Zweifel und vom Zweifel wieder zur Angst – und mein Blog zu seiner Osterstory  😉

FRÖHLICHE  OSTEREIER  EUCH  ALLEN

Rita

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