It’s magic – Die Zeit zwischen den Jahren

In 2 Tagen ist es wieder soweit. Die Rauhnächte, auch Lostage genannt, stehen vor der Tür. Seit meine Großmutter mir vor vielen Jahren davon erzählt hatte, übten sie eine Faszination auf mich aus. Jedes Jahr aufs Neue. Und jedes Jahr nahm ich mir vor, ihnen einmal wirklich Beachtung zu schenken – und hab’s letztendlich dann doch immer wieder verpennt, weil mir irgendwie der  Zugang dazu fehlte.

Aus diesem Grund habe ich mir dann vor 3 Jahren ein eigenes Rauhnachtsspiel zusammengebastelt und diesen Blog ins Leben gerufen. Somit kann ich bzw. könnt ihr nun jedes Jahr aufs Neue auf diese Seiten zurückgreifen, um wieder einmal ein bißchen in euch „aufzuräumen“ und loszulassen, was vielleicht schon länger darauf wartet, losgelassen zu werden.

Ohne alten Ballast springt es sich einfach leichter hinüber und es gibt wieder Platz für all die neuen Visionen unseres Seins.

Seit Alters her wird diesen 12 Tagen zwischen den Jahren eine besondere Bedeutung beigemessen. Am bekanntesten ist wohl die Sache mit dem Bauernkalender und dem Wetter:

Ab dem 25. Dezember wurde jedem Tag ein Monat des neuen Jahres zugewiesen und das aktuelle Wettergeschehen diente dann als Prognose für das kommende Jahr und spielte bei vielen Bauern eine Rolle für die Anbaupläne der Felder.

Doch eigentlich steckt da ja viel mehr dahinter .

In dieser Zeit, so die Überlieferungen, stehen die Tore zu anderen Dimensionen offen. Alles, was in diesen 12 Tagen geschieht, legt den Samen für das kommende Jahr. Und wir Menschen können diese Energien nutzen, um Altes loszulassen und Neues zu initiieren. Es geht ums Aufräumen im Innen und Außen. Räuchern und Reinigen auf allen Ebenen. Was will ich wirklich? Was will ich nicht mehr? Alte Rollen loslassen ! Neue Rollen finden !

In diesen Tagen ist ein erhöhtes Bewußtsein möglich. Innenschau halten fällt leichter. Magie ist angesagt. Eine gute Zeit zum Orakeln und für Zukunftsvisionen.

In dieser Zeit haben wir die Möglichkeit, den Grundstein zu legen für das, was wir im nächsten Jahr erfahren möchten !

Aber irgendwie fühlte sich dieser 25.12. als Beginn der Lostage nie wirklich stimmig für mich an und ich war jedes Jahr aufs Neue irritiert, wann es denn nun wirklich losgeht. Und dann waren sie auch ruckzuck schon wieder vorbei und ich ärgerte mich, dass ich diese magische Zeit wieder einmal verpasst hatte.

Doch vor 3 Jahren hat meine Neugierde rechtzeitig gewonnen und ich habe in dem kleinen Büchlein von Reinhardt Stiehle „Das Rätsel der Rauhnächte“ endlich die – für mich – stimmige Informationen gefunden und mich gleichzeitig inspirieren lassen, diese besonderen Tage bewußt zu gestalten und zu erfahren.

Aber nun nochmals zur Datierung:

Ausgehend vom christlichen Kirchenjahr wird die Zeit zwischen Weihnachten und Dreikönig den Rauhnächten zugeordnet, mit Beginn am 25. 12.

Fakt ist aber, dass die Wintersonnenwende meistens genau am 21. Dezember  stattfindet und somit diese Datierung von jedem kosmischen Bezug abgekoppelt wurde. Dadurch wird jedoch, so meine Meinung, das energetische Gefüge dieser magischen Zeit gestört und die wahre Kraft dieser Tage kann sich nicht mehr so entwickeln, wie es eigentlich vorgesehen ist.

Also, wenn ihr wie ich das wiederkehrende Licht im Einklang mit dem Sonnenrhythmus und den kosmischen Energien erleben wollt und diese besondere Zeitqualität zum kosmischen Zeitpunkt erfahren und nutzen wollt, dann probiert es dieses Jahr doch einfach mal (wieder) mit dem Beginn der Rauhnächte zur Wintersonnenwende am 21.Dezember.

Da in diesen 12 Tagen viel geräuchert und gereinigt wird, ist es gut, sich – je nach gusto – rechtzeitig mit diversen Kräutern oder ätherischen Ölen einzudecken wie

  • SALBEI – Reinigung und Schutz
  • WACHOLDER – Schutz, klarer Geist
  • EISENKRAUT – öffnet die Verbindung zur Anderswelt
  • ZEDER – Schutz, stärkt Intuition, verscheucht negative Gedanken
  • BALDRIAN – öffnet die Tore zur Anderswelt
  • WEIHRAUCH – stellt die Verbindung zwischen der physischen und der feinstofflichen Welt her
  • et cetera
  • Aber ein paar Räucherstäbchen tun’s auch
  • oder ein schönes Orchideenspray (https://healingorchids.de/livingtreeorchids-products/sprays.html)

Dann wollen wir natürlich in dieser Zeit auch das Orakel befragen, was das kommende Jahr für uns auf Lager hat.

Eine sehr einfache und inspirierende Legemethode ist Der nächste Schritt, wie im Taschenbuch von Banzhaf/Hemmerlein „Tarot als Wegbegleiter“ beschrieben. (Erschienen bei Arkana für 8 Euro). Dazu braucht ihr dann noch Tarotkarten.

Eine feuerfeste Schale ist sinnvoll, falls ihr was den Flammen übergeben wollt, und ein Gefäß mit Deckel (Schraubglas o.ä.), um die Visionen fürs Neue Jahr zu sammeln.

Falls ihr nun (wieder) Lust habt auf weitere Inspirationen, dann schaut einfach (wieder) rein in diesen Blog .

Alle, die schon abonniert haben, bekommen automatisch an den 12 Tagen der RAUHNÄCHTE morgens einen entsprechenden Link per Email zugesandt.
Und alle, die das auch wollen und noch nicht haben, können den Blog gerne noch schnell (und natürlich kostenlos!!!) abonnieren.

Noch ein paar Worte für alle astrologische Interessierte zur ganz besonderen Energie der Wintersonnenwende in diesem Jahr:

Der ganz genaue Zeitpunkt ist am 21.12.2020 um 11.02 Uhr. In diesem Moment erreicht die Sonne auf der nördlichen Halbkugel ihren tiefsten Stand. Es ist der kürzeste Tag und die längste Nacht des Jahres.

Es gibt an diesem Tag eine Jupiter/Saturn-Konjunktion im Steinbock und einen Tag später dann eine Uranus/Lilith-Konjunktion im Stier-Zeichen.
So eng standen Jupiter und Saturn zuletzt 1623 beieinander!

Am 21.12.2020, unmittelbar nach der Wintersonnenwende, werden Jupiter und Saturn um 19:20 Uhr auf 0° 29′ Grad Wassermann, einen neuen gemeinsamen Zyklus starten. Dies ist ein guter Zeitpunkt für einen Moment der Ruhe, der Meditation oder für ein Ritual. In was für einer Gesellschaftsform möchtest Du leben? Was nimmst Du Dir vor, um das zu erreichen? Was kannst Du dafür tun? Alles, was Du jetzt beginnst, hat die Möglichkeit sich langfristig und nachhaltig zu manifestieren….

Gefunden bei Claudia Hohlweg auf ihrer Blumoon-Astrologie-Website

Und Alexandra Klinghammer schreibt auf ihrer Website:

Was uns derzeit fehlt, ist eine positive Zukunftsvision. Jede wirklich wichtige Veränderung braucht aber Zuversicht und Hoffnung, damit sie geschehen kann. Davon hören wir im Moment wenig. Wir fühlen uns eher umklammert. Dass die Zukunft besser sein könnte als die Vergangenheit oder die Gegenwart, erscheint uns momentan schwer vorstellbar. Aber genau darin liegt das Potenzial der Jupiter/Saturn-Konjunktion in Wassermann. Allerdings fällt die neue Zeit nicht vom Himmel. Es braucht uns, unser Zutun, damit dies gelingt.



Das hört sich doch alles schon mal ganz gut an …

Euch allen eine wahrhaft magische Zeit

Rita

Text: © 2020: Rita Maier

Quellen:
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