WAS WÄRE WENN . . .

… deine chronische Erschöpfung, deine Überempfindlichkeit, deine Depressionen, deine Angstzustände, deine Schlafstörungen, deine Kopfschmerzen, deine Sehstörungen, deine Rückenbeschwerden, dein Burn-Out, deine chronische Sinusitis, deine innere Unruhe, dein Konzentrationsmangel, deine Verpeiltheit alles eine Folge von falsch gelebter Händigkeit ist ?

Und was wäre, wenn deine falsch gelebte Händigkeit der Grund dafür ist, daß du immer und ewig das Gefühl hast, dein wahres Potential nicht wirklich leben zu können, deine Berufung nicht zu finden ?

                                                          Michelangelo’s David

Aufgrund meiner eigenen Betroffenheit (55 Jahre nichtsahnende Pseudo-Rechtshänderin mit diversen Beschwerden und nun seit 3 Jahren in der Rückschulung) und meinem Forscherdrang als Therapeutin folgend, verbringe ich nun schon seit einiger Zeit jede freie Minute damit, mich mit der nicht gelebten Linkshändigkeit und deren Folgen für das Wohlergehen zu beschäftigen. Ich lese alles, was mir zwischen die Finger kommt und bin „entsetzt“, was ich da alles entdecke.
Aber endlich Zusammenhänge zu erkennen, tut richtig gut !

                                      Bob Dylan

Laut aktueller Linkshänderforschung ist biologisch jede*r Zweite ein*e Linkshänder*in. Davon leben aber lediglich 8-12 Prozent der Menschen in Deutschland offiziell als Linkshänder*innen. Der Rest ist entweder umgeschult worden und weiß von seiner Linkshändigkeit, oder aber er gehört zu all denen, die fest davon überzeugt sind, Rechtshänder*innen zu sein, weil sie sich einfach sehr gut angepaßt haben an diese „rechte Welt“ und gar nicht auf die Idee kommen, daß sie eine falsche Händigkeit leben.


                                      Queen Elizabeth II.

Modellverhalten (d.h. wir schauen uns alles von anderen ab) ist ein wesentlicher Zug der Integration eines Wesens in die Gruppe seiner Altersgenossen. Es ist ein animalischer, grundlegender Instinkt, der unser Überleben sichert.

                                                         Beethoven

Und auch heute noch, wo Linkshändigkeit endlich sein darf, stellen sich viele linkshändige Kinder durch Nachahmungs- und Anpassungsverhalten an die rechtshändige Umwelt selbst auf die rechte Hand um, um nicht aufzufallen, um sich genauso wie alle anderen zu benehmen, um NORMAL (!) zu sein. Und so kommen oftmals weder Eltern noch Erzieher*innen auf die Idee, das Kind könnte Linkshänder*in sein.

Und leider kommt auch kaum ein Therapeut, welcher Richtung auch immer, mal auf die Idee, die Ursache für eine chronische und oftmals therapieresistente Erkrankung in der falsch gelebten Händigkeit zu suchen.


                                       Marilyn Monroe

Mittlerweile hat man sich in der Wissenschaft darauf geeinigt, daß die Händigkeit vererbt wird und nicht anerzogen ist. Das heißt, das Gehirn ist entweder rechtsdominant oder linksdominant angelegt. Ist dein Hirn von Geburt an rechtsdominant angelegt, ist die linke Hand deine dominante Hand und das linke Bein dein dominantes Bein. Machst du nun aber alles mit rechts, weil alle das so machen, dann wird das irgendwann Auswirkungen auf deinen Körper und deine Psyche haben.

Christopher Seed spielt auf einem Linkshänder-Piano

Es gibt einen Arzt in Göppingen – Hanns von Rolbeck – der schon seit 1981 Untersuchungen zu Linkshändigkeit macht. Bei ihm habe ich viele spannende Entdeckungen gemacht. Er schreibt:

…Das Hirn eines umgedrehten Linkshänders muss im Vergleich zu den Menschen, die ihre angeborene Händigkeit leben, viel mehr arbeiten, wenn derjenige eine körperliche, geistige oder emotionale Leistung erbringen will. Diese Mehrarbeit macht etwa ein Viertel der Kalorien aus, die er ißt. Wenn sie einen nicht gelebten Linkshänder unter ihren Kollegen haben, dann ist er abends erschöpft von der Arbeit, während sie mit den anderen noch munter zum Kegeln gehen. Im schlimmsten Fall hat er schon frühzeitig ein Burn-Out.

                                                                   Marie Curie

Er fand im Laufe der Jahre heraus, daß eine große Anzahl verschiedenster Symptome und Krankheitsbilder in einer nichtgelebten Linkshändigkeit ihren Auslöser hatten. Zum Beispiel: Bettnässen, Stottern, Nägelkauen, Schielen, chronischer Schnupfen, allergische Reaktionen, Gangunsicherheiten, Lese- und Rechtschreibschwäche, Rechenprobleme, ADS/ADHS, Störungen im Hormonhaushalt (zu viel Testosteron bei Mädchen), chronische Erschöpfung, Burn-Out, Suchtverhalten, erhöhte Fehlgeburtenrate, Herzinfarkt, Myomhäufigkeit…

Aber vor allem auch der Bewegungsapparat wird nach den Erfahrungen und Untersuchungen von Hanns von Rolbeck durch die „Verdrehung“ sehr beeinträchtigt, was Körperhaltung und Bewegungsmuster betrifft. Als Folge davon finden wir dann Kieferfehlstellungen, HWS-Probleme, Skoliosen, Fußfehlstellungen, Beckenschiefstand etc.


                                          Martina Navratilova

Das Thema LINKSHÄNDIGKEIT ist interessanterweise auch heute immer noch – bei vielen – sowas wie ein Tabu. Darüber spricht man nicht. Es ist einfach KEIN Thema !


                          Barack Obama

Es ist zwar seit den 80er Jahren in allen Schulen Deutschlands nicht mehr verboten, mit links zu schreiben, aber kaum jemand ist wirklich sensibilisiert, auf Zeichen einer angeborenen Linkshändigkeit bei Kindern zu achten, weil sie einfach so gut wie von der Bildfläche verschwunden ist. Dazu kommt die jahrhundertelange Diffamierung und Herabwürdigung von linkshändigen Menschen, die während der Nazizeit nochmals ein unglaubliches Hoch erfahren hat (Linkshänder wurden als abartig und pervers abgestempelt!), was bei meinen Großeltern und Eltern – bewußt oder auch unbewußt – dazu geführt hat, wirklich alles zu tun, um ihren Kindern und Enkeln das zu ersparen: die Angst, als Linkshänder*in erkannt zu werden. Heute weiß ich, daß mein „rechtshändiger“ Vater eigentlich Linkshänder war, aber darüber wurde Zeit seines Lebens niemals geredet.

Diese große uralte Angst, anders zu sein als die anderen, und deshalb verachtet und ausgeschlossen zu werden, sitzt noch tief im kollektiven Unbewußten, und macht es der mittlerweile erlaubten und salonfähig gewordenen Linkshändigkeit nicht unbedingt leichter, wieder in diese Welt zurückzufinden – zumindestens nicht überall. In den Städten wohl eher, als in noch sehr religiös geprägten ländlichen Gegenden.


                                      Paul McCartney

Wir müssen einfach sehen, daß es Zeiten gab, wo ein Ausschluß aus der Gemeinschaft den sicheren Tod bedeutet hat. Und diese archaische Angst „Wenn ich anders bin, als die anderen, werde ich aus der Gemeinschaft verbannt“ ist tief im Stammhirn verankert. Kommst du  beispielsweise aus einem kleinen katholischen Dorf, wo jeder jeden kennt, und ist in deinem Familiensystem Linkshändigkeit angelegt,  kannst du dir vorstellen, daß da eine tiefe Angst abgespeichert ist, „aufzufliegen“. Da mußt du wahrscheinlich tief graben, um deine eventuelle Linkshändigkeit zu finden. Und es darf dich nicht wundern, wenn du dabei mit viel kollektiv-systemischer Angst und Schmerz konfrontiert wirst.

Dazu fällt mir ein Traum ein, den ich vor einigen Jahren – noch zu meinen Rechtshänderzeiten hatte: 
„Ich werde mit meinem Kind aus der Dorfgemeinschaft verbannt, weil ich anders bin und die Menschen vor mir Angst haben. Mir ist bewußt, daß das den Tod für mich und mein Kind bedeutet – außer ich gehe in den Wald zu den Wölfen und „stelle mich ihnen“. Auf dem Weg dorthin muß ich mein Kind an einem sicheren Ort unter einem Baum zurücklassen. Dann gehe ich alleine ins Lager der Wölfe und lege dem Leitwolf meine linke Hand ins Maul. Und  plötzlich war da eine Leinwand, auf der in schneller Abfolge ein Bild (sowas wie Höhlenzeichnungen) nach dem anderen gezeigt wurde.“
Damals war mir dieser Traum ein großes Rätsel, aber aus heutiger Sicht macht er ganz viel Sinn für mich.

                                                                    Kurt Cobain

Bei Hanns v. Rolbeck finden wir folgendes :

Unserer Gesellschaft der Rechtshändigkeit ist es über viele Jahrhunderte gelungen, den gleich großen Anteil an Linkshändern so zu unterdrücken, dass statistisch nur ein kleiner prozentualer Anteil übrig geblieben war. Selbst die wissenschaftliche Forschung war bisher auf diesen Minimalanteil fixiert und hatte mühsam versucht, dies zu begründen. Hinweise, dass dies nicht richtig ist, wurden nicht berücksichtigt. Die seitherigen Berechnungen, dass es nur z.B. 8 % Linkshänder gibt, wären nur zutreffend, wenn es sozusagen „Teil-Linkshänder“ und „ein bisschen Rechtshänder„ oder „doch eher noch mehr Linkshänder“ etc. geben würde. Aber: Die gibt es nicht! Beidhänder, wie es manche Menschen von sich behaupten, gibt es nun einmal auch nicht. Wie schön – mit beiden Händen gleichwertig sein, aber die Gene sind dagegen.
 Mit beiden Händen gleich „gut sein“, das geht nicht. Wer beidseits schreiben kann, 
wird in der Regel ein Linkshänder sein, der das rechtshändige Schreiben mühsam erlernt hat; 
ein Rechtshänder hätte keinen Grund dies zu tun.


                                     Picasso

Und Barbara J. Sattler schreibt in ihrem Buch „Der umgeschulte Linkshänder oder der Knoten im Hirn“:

… Die Umstellung der angeborenen Händigigkeit ist eine der massivsten Eingriffe in das menschliche Gehirn ohne Blutvergießen. Durch den bevorzugten Gebrauch der nicht dominanten Hand, besonders zum Schreiben, kommt es im Gehirn oft zu schwersten Störungen und Irritationen, die den Menschen individuell meist sehr belasten und Auswirkungen für sein ganzes Leben haben können.
Die Praxis zeigt überzeugend, daß gerade weil die Händigkeit des gesunden Menschen durch genetische Vorgänge für sein ganzes Leben festgelegt ist, jeder Versuch, sie nachträglich zu ändern, meist in schwere Schädigung des Betroffenen mündet.
… Durch diese – gegen die menschliche Natur – vorgenommene Umschulung kommt es nicht zu einer Umstellung der Dominanz im Hirn, sondern es kommt zu einer Überbelastung der nicht dominanten Gehirnhälfte und zu einer Unterbelastung der anderen und somit zu Übertragungsschwierigkeiten im Corpus Callosum, wodurch dann wahrscheinlich erst die verschiedensten Primärfolgen entstehen.
… Das Schreiben ist ein Vorgang höchster Komplexität und – wegen der Einbeziehung unterschiedlicher Gehirnfunktionen – eine der schwierigsten Leistungen, zu deren Bewältigung nur der Mensch sich entwickelt hat. Störungen der natürlichen zerebralen Abläufe durch die bevorzugte Benutzung der nicht dominanten Hand führen zu komplexen Funktionsstörungen, Hemmungen, Blockaden und Überlastungen des gesamten Gehirns.
… Die Umschulung der Händigkeit greift in Gehirnablaufprozesse störend und behindernd ein und zwingt den Menschen andauernd weit mehr Kräfte einzusetzen, um seine Intelligenz zu mobilisieren, als jemand, der seine ureigen Händigkeit leben kann. Die Intelligenz selbst wird nicht vermindert, jedoch ihre Manifestation gestört: zum Beispiel beim Formulieren und Ausdrücken der Gedanken, beim Abrufen von Lernmaterial in Schrift und Sprache … und so kommt es dauernd zu einem erhöhten Kräfteeinsatz von 30 % und mehr 

                                      Whoopi Goldberg

In dem Buch „Natürlich mit links“ von Marina Neumann steht folgendes :

… Die Umerziehung zwingt das Kind, seinen spontanen rechts-hemisphärisch gesteuerten Impuls, die linke Hand zu benutzen, zu unterdrücken. Stattdessen muss es auf die linke Gehirnhälfte umschalten. Daher muß ein Kind, das mit rechts schreiben lernt, jedes Mal zuerst umdenken, bevor es zu schreiben oder zu hantieren beginnt. Das führt in vielen Fällen zu einer verlangsamten Reaktion – einem typischen Zeichen unterdrückter Linkshänder.
… Die nicht dominante linke Gehirnhälfte wird durch die Umerziehung einseitig belastet beziehungsweise überlastet. Betroffene Kinder 
ermüden deshalb schneller und können sich nicht so gut konzentrieren
… 
Besonders überfordert wirkten die Kinder, die gleichzeitig rechtshändig ein Musikinstrument lernten
… 
die Umerziehung auf die rechte Hand bedeutet psychologisch gesehen eine Selbstentfremdung, die den Linkshänder von seinen Stärken und Begabungen abschneidet
… Wie sehr 
Stottern das Leben eines Menschen beeinträchtigen kann, wird eindrucksvoll in dem Film THE KING’S SPEECH dargestellt. Auch King George VI., der Vater von Queen Elisabeth II., war ein umgeschulter Linkshänder und hat nur dank der einfühlsamen jahrelangen Unterstützung durch seinen Sprachtherapeuten dieses Problem einigermaßen kompensieren können
… Viele umerzogene Kinder haben 
Kontaktschwierigkeiten. In der Schule sind sie oft Außenseiter, teilweise werden sie sogar 
gemobbtSie sind nicht in der Lage, locker mit Gleichaltrigen zu kommunizieren oder zu agieren. Von Ängsten und Gefühlen der Überforderung geplagt, sind sie angespannt und verkrampft und wirken auch so.
… Manche sind so 
hyperaktiv, dass sie kaum ruhig sitzen, zuhören und sich konzentrieren können. Durch solche Verhaltensauffälligkeiten und/oder Lernstörungen können sie dann recht schnell  auch bei den Lehrern unbeliebt werden.
… Viele umerzogene Linkshänder sind so stark von ihrer rechten Gehirnhälfte abgeschnitten, dass sie kaum noch Zugang zu ihren Gefühlen haben. Sie leben in einer Art 
chronischer Depression oder DauerresignationSie sind häufig so angespannt, daß sie nichts wirklich genießen können … Selbst elementare Bedürfnisse wie Hunger oder Durst nehmen sie manchmal nicht richtig wahr.
… Die Beziehung zum eigenen Körper und die Sicherheit im eigenen Körper können durch die Umschulung gestört werden. 
Ein positives Körpergefühl haben die wenigsten umerzogenen Linkshänder.
…Die Umerziehung kann auch die Bewegungskoordination der Betroffenen beinträchtigen. Deshalb betreiben viele von ihnen ungern Sport.
…Bei umgeschulten Linkshändern kann die Erfahrung, dauerhaft mit sich selbst identisch zu sein, gestört sein. Die Umerziehung auf rechts kann eine so starke 
Selbstentfremdung zur Folge haben, daß sie einem Selbstverlust gleichkommt. Nicht jeder entwickelt eine schwere Identitätsstörung, aber viele empfinden eine permanente innere Verunsicherung.
… 
Aus Mangel an einem eindeutigen Selbstgefühl orientieren sie sich viel zu sehr an anderen Menschen und identifizieren sich mehr mit deren Gefühlen, Entscheidungen und Interessen als mit den eigenen Bedürfnissen.

                                     David Bowie

Hanns von Rolbeck schreibt in dem Buch „Nicht gelebte Linkshändigkeit – nicht gelebte Potentiale“ :

… Unerkannte und nicht gelebte Linkshändigkeit führt über Jahrzehnte zu ständig unphysiologischen Bewegungsmustern, die in der Folge eine Verlagerung der Koordinationsstrukturen im Gehirn bewirken, ohne dass die übergeordneten Steuerungsvorgänge – die Befehlszentrale, der Befehl „zu tun“ – sich ebenfalls umstrukturieren, denn diese bleiben auf der rechten Großhirnhälfte lebenslang angesiedelt. Der unerkannte Linkshänder wird nun durch die Tätigkeit der rechten Hand das motorische Zentrum in der linken Hirnhälfte im Laufe der Zeit stärker fordern und dieses wird sich mehr entwickeln. Seine motorisches Zentrum für die linke Hand – nämlich in der rechten Hirnhälfte – wird andererseits dadurch eher brachliegen.


                                         Pelé

… Die Nichtverwendung der linken Hand führt zu einer Verwendung des rechten Auges als „Pseudoleitauge“ und das Standbein – das beim Linkshänder meistens das rechte Bein ist – wird auf die linke Seite verlagert. Die Folgen sind typischerweise Fußfehlstellungen, Knie- und Hüftgelenksschmerzen, Schmerzen im Bereich der gesamten Wirbelsäule und des Nackens mit nachfolgenden Nacken- und Hinterkopfschmerzen, Fehlfunktionen des Kauapparates, Schmerzen insbesondere der rechten Schulter und der rechten Hand

                                        Steve Jobs

… Kinder und Jugendliche, die ihre Linkshändigkeit nicht leben, neigen zu einer Körperfehlhaltung mit hängenden Schultern und oft etwas gesenktem Kopf. Die Folge ist dann eine Beckenkippung und -drehung und somit repräsentieren sie im Krankengut des Patienten mit vermeintlicher Beinlängendifferenz einen großen Anteil.


                                      Goethe

... Durch die Verwendung der rechten Hand muss bei diesen (linkshändig angelegten) Kindern nun das rechte Auge eine führende Rolle übernehmen, damit die Augen-Hand-Kontrolle ständig gewährleistet ist. Folglich müssen diese Kinder nun mit dem ursprünglich schwächeren Auge erkennen, werden den Kopf also nach rechts neigen, auch beim Schreiben, und gewöhnen sich in der Folge eine falsche Oberkörper- und Kopfhaltung an. Koordinationsstörungen sowohl im Lesen, Schreiben, bei Sport und Spiel sind die Folge. Diese Kinder sind dann oft ungeschickt, tollpatschig, stoßen sich an oder Gegenstände um, verletzen sich häufig odestürzen.



…Durch die Verwendung des nicht dominanten Auges als Leitauge beginnt das seine Linkshändigkeit nicht lebende Kind nach kurzer Zeit zu schielen. (*siehe PS: Winkelfehlsichtigkeit*) Da dieses Schielen meist nur im Nahbereich nachweisbar ist, fällt es bei den Routineuntersuchung der ersten Lebensjahre nicht auf, hat jedoch eine sehr große Bedeutung für die emotionale, geistige und körperliche Leistungsfähigkeit


                                          Robert Redford

… Ein weiteres Problem ergibt sich daraus, dass die Augen und ihre Funktion einen direkten Einfluss auf die Aktivität der Muskulatur im Kopf-Halswirbelsäulenübergang des Nackens haben, da die Nervenaktivität der Augenmuskulatur und der Muskulatur des oberen Nackens aus den gleichen Nervenkernen kommen. Wenn also die Augenmuskulatur durch Schielen fehlbelastet ist, verspannen sich in der Folge diese Nackenmuskeln. Es kommt zu Spannungskopfschmerzen und Kopffehlhaltungen. Eine weitere Folge hieraus können sein: Minderung der geistigen Leistungsfähigkeit, Denkstörungen, Wahrnehmungsstörungen, Gedankenflucht und Gedankenblockaden.

                                                                      Julia Roberts

… Desweiteren kann es durch die „Verdrehung“ zu Rücken-muskelverspannungen, Knie- und Sprunggelenks- sowie Fußschmerzen, Migräne, Kopfschmerzen, Tinnitus, Sehstörungen, Schwindel, Zahn- und Kiefergelenksfehlbelastungen, Gelenk- und Sehnenverletzungen im Sport durch Fehlspannungen kommen, und auch Skolioseentwicklungen können sich einstellen.


                                Maradona

… Nach meinen Untersuchungen sind als weitere Anzeichen der nicht gelebten Linkshändigkeit eine fehlende Sprachmodulation und Atemtechnik insbesondere beim laut Lesen oder Vortragen – im Vergleich zu reinen Rechts- oder Linkshandkindern – deutlich erkennbar.


                                      Gandhi

Etwas sehr Interessantes habe ich bei ihm auch über die nervige, oftmals therapieresistente chronische Sinusitis gefunden:

… Ein typisches Anzeichen der nicht gelebten Linkshändigkeit, vor allem bei Kindern, ist zum Beispiel eine chronische Nasen-nebenhöhlenentzündung, die dann in der Medizin als Symptom einer chronischen Entzündung interpretiert und durch Antibiotika erfolglos behandelt wird. Bei näherer Betrachtung sind sie jedoch Zeichen einer Überlastung des Gehirns durch die nicht gelebte Linkshändigkeit und den daraus resultierenden Nervenfehlschaltungen, die zu einer vermehrten Sekretproduktion der Schleimhäute in der Nasen-nebenhöhlen führen, ohne dass hier ein wirkliches Krankheits-geschehen vorliegt.

… Da das Gehirn im unbewussten und teilweise auch bewussten Bereich zu jeder Zeit eine genaue Vorstellung vom ganzen Körper hat und diesen hinsichtlich seiner Stoffwechseltätigkeit kontrolliert, wird bei einer Überlastung von Corpus Callosum und Brücke zwischen den Hirnhälften ein Teil der Informationsflut fehlgesteuert. Diese Anzeichen verschwinden zum größten Teil fast schlagartig, wenn dieses Kind sich auf seine Linkshändigkeit einlässt.

                                                                       Albrecht Dürer

Barbara J. Sattler :

…Umgeschulte Linkshänder sind ständig dazu gezwungen, mehr Aufwand und Energie zu investieren. Ihre psychischen und körperlichen Reserven sind also schneller verbraucht. Trotzdem müssen Sie ähnliche Leistungen wie nicht umgeschulte Kinder verbringen. Diese Überbeanspruchung des Körpers kann sich in verschiedenen vegetativen Folgen äußern, wie z.B. Schweißausbrüche, Lidflattern, Muskelzuckungen und Ticks, Kopfschmerzen und Schlafstörungen. Zusätzlich haben sie oft emotionale Probleme und entwickeln neurotische oder psychosomatische Störungen. Natürlich gibt es keine für umgeschulte Linkshänder typische Neurose oder psychosomatische Symptome, vielmehr hängt es von der Veranlagung des Menschen ab. Der eine neigt zu Magengeschwüren, der andere zu Kreislaufstörungen, andere bekommt Kopfschmerzen und Migräne. Das gefährliche an diesen neurotischen Störungen ist, dass den umgeschulte Linkshändern meist die Ursache ihrer Probleme nicht bewusst ist, oft ist die Umschulung selbst schon lange vergessen bzw. überhaupt nicht bewußt. Und es werden dann oftmals jahrelang viele andere Gründe gesucht und von einer Therapie zur nächsten gewechselt in der Hoffnung auf Hilfe.

                                                                        Napoleon

Hanns v. Rolbeck:

… Wenn beide Elternteile rechts leben, weil sie um ihre Links-händigkeit nicht wissen, werden sie ihre Kinder mit großer Wahrscheinlichkeit zum Rechtshänder erziehen. Oder das Kind erzieht sich selbst durch Nachahmung aufgrund seiner Spiegelneuronen zum Rechtshänder. Geringer ist hier die Wahrscheinlichkeit, dass das Kind so viel Eigendynamik entwickelt, dass es seine Linkshändigkeit durchsetzt.
… Der blockierende Effekt der Umgebungssituation sowie das Vorbild der meistens rechtshändig agierenden Vorbilder (Eltern, Geschwister, Erzieher, Lehrer…) führen dazu, dass unbewusst die Rechtshängigkeit systematisch antrainiert wird und die eigentliche Linkshändigkeit somit nicht erkennbar wird
… In der Konsequenz wird ein linkshändiges Kind, das in einer „Rechtshänderwelt“ aufwächst, seine eigentliche Linkshändigkeit eventuell überhaupt nicht wahrnehmen, da es ihm an Vorbildern und entsprechenden Reizen fehlt. Andererseits nimmt es die Umwelt gleichzeitig durch seine Spiegelneuronen – die Fähigkeit des Gehirns, das Verhalten des Gegenübers direkt übernehmen zu können – wahr und wird die gesehenen Situation und Bewegungen sowie alle relevanten Verhaltensmuster unbekümmert einspeichern, also ein Pseudo-Rechtshänder werden
                                      

… Musikspielen und Musikhören führt zu einer Verbesserung der Hirnleistung insbesondere in der Motorik – die für die unerkannten Linkshänder in der Phase der Umstellung so enorm wichtig ist.

… Im Rahmen einer Rückschulung zur Linkshändigkeit wird in erstaunlich kurzer Zeit die wirkliche Fähigkeit der linken Hand „wieder gefunden“ und das Zutrauen zu ihr entwickelt.


                                        Keanu Reeves

… Die große Verbindung zwischen den Hemisphären, das Corpus Callosumdient der Weiterleitung der Informationen von Augen und Ohren. Die Motorik, also die Bewegung des Menschen wird durch die Brücke weitergeleitet. Während nun die Oberarme und die Schultern sowie der restliche Muskelapparat jeweils von Anteilen beider Gehirnhälften gesteuert werden, kommt die Nervenversorgung zur Steuerung der Unterarme und Hände nur von der gegenseitigen Hirnhälfte (Schreiben!).


                                        Morgan Freeman

…Die meisten Linkshänder*innen leben zumindest in einem Teil ihres Lebens als Pseudo-Rechtshänder und gewöhnen sich eine Reihe von „falschen“ Bewegungsmustern an, die dann auch ihre Spuren in deren Gehirn hinterlassen. Durch die so entstehenden, eigentlich nicht korrekten Bewegungsmuster, kommt es dazu, dass Linkshänder oft recht geschickt mit beiden Händen arbeiten oder schreiben können und sich in der Folge oft fälschlicherweise als Beidhänder bezeichnen. 

Das Gehirn gibt bei Linkshändern – ob sie nun als solche leben oder unerkannte Linkshänder sind – die Informationen aus der Umwelt in anderen Gehirnarealen ab als bei Rechtshändern. Dies führt in der Folge zu einer Problematik der Gesamtkoordination und der Sinneswahrnehmung, was sich dann bei der Interaktion Gehirn, Gefühl und Körper zeigt. Diese Menschen haben oft eine gestörte Raum- und Zeit-Koordination, sie neigen deshalb auch gehäuft zu Unfällen.


                            Rachmaninoff

Werfen wir nun noch einen kurzen Blick auf unsere „links-kulturellen“ Prägungen:

Im Mittelalter setzten die Könige ihre Günstlinge zu ihrer Rechten, während links die Bastarde und deren Söhne saßen. Hexen erkannte man seinerzeit an der Tatsache, dass sie sich mit der linken Hand bekreuzigten. Der Teufel war darin zu erkennen, dass er mit der linken Hand die Geige spielte.
Auf Gemälden mit Darstellung des Jüngsten Gerichts befinden sich rechts das Paradies und links die Hölle.
Bis heute wird in der Kirche für rituelle Handlungen wie Segnung oder Handauflegen vorzugsweise der Gebrauch der rechten Hand gelehrt. Noch zu meiner (katholischen) Kinderzeit saßen die Jungs und Männer im rechten Kirchenschiff und die Mädchen und Frauen auf der linken Seite.
In der islamischen Welt galt/gilt die linke Hand als die unreine Hand, da sie für das Reinigen der unteren Körperregionen zuständig war/ist, während die rechte Hand zum Essen, zur Begrüßung, zum Gebet und Waschen der oberen Körperregion benutzt wurde/wird.

                                                                        

Wir könnten uns ja mal ein Beispiel an der asiatischen Kultur nehmen. Hier wird keine Wertung von Links/YIN und Rechts/YANG vorgenommen: das YIN (der Mond, das Weibliche) kann ohne das YANG (die Sonne, das Männliche) nicht existieren und umgekehrt. Das eine ergänzt das andere. Viele Asiaten begrüßen sich immer noch, indem sie beide Hände in der Mitte des Körpers zusammenführen. Hier braucht es kein „schönes“ Händchen bei der Begrüßung.

                                            Annie Lennox

In unserer rechts dominierten Leistungsgesellschaft gibt es bislang für Linkshänder*innen wenig Anreize, ihre Linkshändigkeit zu leben. Mal ganz abgesehen von den Negativprägungen, die leider noch in vielen Köpfen rumspuken, ist alleine schon der Haus- bzw. Berufsalltag mit all den Rechtshändergeräten eine große Herausforderung.

Auf den ersten Blick wäre es jedenfalls einfacher, sich anzupassen und alles von Anfang an mit rechts zu machen, wie alle es tun. Das sieht erst einmal nach weniger Problemen im Alltag aus. Die Sache hat nur leider leider einen ganz ganz großen Haken, der dringend ins allgemeine Bewußtsein gehört:

Diese „Anpassung“ geht niemals spurlos an uns vorbei.

Kein linkshändiges Kind kann sich in seiner Persönlichkeit und Begabung wirklich frei entfalten beziehungsweise sich überhaupt finden, wenn es seine Linkshändigkeit nicht lebt. Jede*r umgeschulte Linkshänder*in lebt unfreiwillig in einer Art Persönlichkeitsspaltung. Man lebt in einem Dauerstress, den man nicht richtig abbauen kann. Das raubt dem Körper viel Energie und kann – früher oder später – die verschiedensten Krankheitssymptome auf allen Ebenen hervorrufen.

                                                      Churchill

Und als ein weiteres Phänomen der unterdrückten Linkshändigkeit können wir finden, daß manche Menschen (vor allem Männer) ihre angeborene Rechtshirndominanz (unbewußt) völlig abspalten bzw. unterdrücken. Sie denken und verhalten sich dann extrem linkshirnig rational, so daß sie das krasse Gegenteil von dem zum Ausdruck bringen, was sie eigentlich sind. Für sie zählt dann nur noch die Naturwissenschaft. Nur was rational beweisbar ist, wird anerkannt. Gefühle und Intuition werden als völliger Quatsch und Humbug abgetan. Hier finden wir auch die Widerspruchsgeister par excellence: Immer alles besser wissen und gegen alles sein!

Wie heißt es doch so schön :
Die größten Kritiker der Elche sind meistens selber welche“  😉

                                      F.J. Strauß

Ich stelle mir mittlerweile wirklich die Frage, warum bisher weder in der Wissenschaft, der Schulmedizin, der Alternativmedizin, noch in der Energiemedizin, der Psychologie und der Pädagogik die Bedeutung dieser Händigkeitsthematik erkannt wurde bzw. warum keiner recht gewillt ist, dort hinzuschauen??? Mit dem Wissen, daß 50 Prozent der Menschen potenzielle Linkshänder*innen sind, die Händigkeit genetisch bedingt ist und sich bei nicht gelebter Linkshändigkeit enorme Leistungseinbußen in Gehirn und Körper ergeben, wäre es doch dringend notwendig für alle therapeutisch, medizinisch, energetisch und pädagogisch arbeitenden Menschen sich für diese Thematik zu sensibilisieren. Alleine schon, um all den verzweifelten Menschen, die schon lange auf der Suche nach Heilung für irgendwelche chronischen und nicht therapierbaren Erkrankungen sind, und die eventuell von dieser Problematik betroffen sind,  wieder Hoffnung auf Heilung zu geben . . .
… und allen Kindern dieselbe Chance, ihr wirkliches Potential zu entwickeln !!!

                                       Mozart

Es gibt zum Glück einen Lichtblick für alle „Verdrehten“. Eine Rückschulung auf die dominante, linke Hand ist jederzeit möglich. Klar – je früher, desto besser – aber es ist niemals zu spät „nach Hause“, das heißt zu sich Selbst, zurückzukehren.



Hier einige glückliche Statements von Menschen, die sich getraut haben, diesen Schritt zu tun:

  • mehr Leichtigkeit
  • mehr Selbstwertgefühl
  • mehr Selbstakzeptanz
  • mehr Lebensfreude
  • mehr Selbstvertrauen
  • fühle mich selbstbestimmter
  • der Knoten im Kopf wird merklich weniger
  • ich kann mich besser artikulieren
  • endlich Selbst-Liebe
  • mehr Vertrauen zum Leben
  • das Gefühl mit angezogener Handbremse durchs Leben zu fahren ist weg
  • endlich morgens ein Gefühl von Ausgeschlafensein und Lust auf den Tag
  • ich sitze jetzt am Steuer meines Lebens
  • meine Persönlichkeit ist stabiler geworden
  • ich habe mich weiterentwickelt
  • es fällt mir leichter Abläufe zu erkennen und in Worten auszudrücken
  • in meinem Kopf ist alles strukturierter geworden
  • meine Versagensangst wird immer weniger
  • ich kann mich viel besser konzentrieren
  • diese lähmende Müdigkeit ist weg
  • mein Gedächnis ist viel besser geworden
  • kann mich emotional besser zum Ausdruck bringen
  • bin toleranter geworden
  • habe das Gefühl endlich in MEINEM Körper angekommen zu sein
  • kein Bedürfnis mehr nach Alkohol und Nikotin
  • kann besser mit meinen Gefühlen umgehen
  • habe aufgehört mit Nägelkauen
  • mehr Klarheit im Kopf
  • mehr im Hier und Jetzt
  • fühle mich ausgeglichener
  • kann endlich meine Belastungsgrenze deutlich spüren und gehe nicht mehr über meine Grenzen
  • kann leichter bei mir bleiben und denke nicht mehr, ich muß es allen Recht machen
  • kann mich jetzt besser für mich und meine Bedürfnisse einsetzen
  • kann rechtzeitig Ruhepausen einhalten
  • habe endlich meine Berufung gefunden
  • kann endlich spüren, was ICH wirklich will . . .

Ich habe keine Ahnung wielange es noch dauern wird, bis es das normalste der Welt sein wird, Linkshänder*in zu sein, und diese „rechte“ Welt eine beidseitige Welt sein wird, in der links und rechts endlich gleichwertig besetzt sind. Aber ich glaube, daß es einhergehen wird mit der Balance des Weiblichen, des YIN und des Männlichen, des YANG in uns und in dieser Welt. Die Übergewichtung des Männlichen, des „Rechten“, des Rationalen, des Leistungsdenkens und der Wissenschaftsgläubigkeit hat dazu geführt, daß diese Erde dabei ist, ins völlige Burn-Out, in die absolute Katastrophe zu rasen. Wenn wir es jetzt nicht – alle zusammen – schaffen, aus diesem Leistungswahnsinn, aus diesem Konsumzwang „Immer weiter – immer mehr“ und der damit verbundenen Zerstörung der Natur und ihrer Ressourcen auszusteigen und wieder verstärkt anfangen, weibliche Qualitäten (Linkshänderqualitäten;-) wertzuschätzen, um einen Gegenpol zu aktivieren, dann haben unsere Kinder und Enkel definitiv schlechte Karten.
Wie gut tut es da,  zu sehen, daß die Jugend weltweit dabei ist sich ganz vehement für das Schicksal der Erde und für ihre eigene Zukunft auf dieser Erde einzusetzen.


Und weil heute der Weltlinkshändertag ist wünsche ich allen Linkshändern einen very very 

HAPPY LEFTHANDERS DAY

Erinnern wir die Welt daran, daß es uns gibt  &
daß wir viel mehr sind, als es scheint

Rita



PS: Alle abgebildeten Personen sind Linkshänder

PS: Liebe Eltern, denkt daran: Ist euer Kind Linkshänder*in, dann muß einer von euch auch Linkshänder sein, auch wenn ihr beide als Rechtshänder lebt!!!

Literatur :

Marina Neumann :  Natürlich mit Links  (Das empfehlenswerteste Buch für den Einstieg in die ganze Linkshänderthematik !)

Frank Steinkopf : Schritt für Schritt mit Links ins Glück
Barbara J. Sattler :  Der umgeschulte Linkshänder und der Knoten im Hirn
Mühlhäuser/ v.Rolbeck : Nicht gelebte Linkshändigkeit – nicht genutzte Potentiale

Adressen für Linkshänderberatungen  findet  man hier :
www.linkshaenderforum.org

Einmal im Monat gibt es in Berlin bei Marina Neumann einen offenen Abend für Linkshänder in der Rückschulung. Infos unter : www.linkerhand.de

Bildquellen:
www.wikipedia.org
www.unsplash.com

                                                                       Bill Gates

(*) Anmerkung zur Winkelfehlsichtigkeit:
Bei einer Winkelfehlsichtigkeit (Heterophorie) können sich beide Augen nicht exakt auf den jeweils angeblickten Objektpunkt ausrichten. Wenn diese Abweichungen dauerhaft nicht mehr ausgeglichen werden können, hat dies eine permanente Überanstrengung und Verspannung der Augenbewegungsmuskeln zur Folge. Dadurch können nicht nur viele Sehprobleme, sondern auch viele Folgebeschwerden entstehen. Winkelfehlsichtigkeit ist keine Krankheit und deshalb wird von Augenärzten nur selten geprüft, ob dies die Ursache für vorliegende Beschwerden sein könnte. In der Regel reguliert der geschulte Optiker die Winkelfehlsichtigkeit mit Hilfe einer Prismenbrille. Diese bringt vielen Erleichterung, aber manifestiert diese Fehlsichtigkeit auch, denn die Ursache wird damit ja nicht behoben.
Interessanterweise ähneln die Symptome der Winkelfehlsichtigkeit den Symptomen, die ein umgeschulter Linkshänder aufweist, und es gibt mittlerweile Erfahrungsberichte, daß bei einigen Kindern die Winkelfehlsichtigkeit im Laufe der Rückschulung auf die angeborene linke Hand verschwand. Was den Verdacht sehr nahe legt, daß es erst durch die falsch gelebte Händigkeit zu dieser Winkelfehlsichtigkeit gekommen ist.

SCHRÄÄG

Wie fühlt es sich an, wenn dir was gegen den Strich geht ? Schräg !

Nun stell dir einmal vor, das ganze Leben geht dir gegen den Strich. Stell dir einmal vor, die ganze Welt dreht sich nach rechts, aber etwas in dir will sich eigentlich die ganze Zeit nach links drehen. Aber linksherum geht irgendwie nicht in dieser Welt. Alles muß sich nach rechts drehen.

Ein Leben gegen den Strich

Wenn sich alles in dir eigentlich nach links drehen möchte, aber im Außen sich alles nach rechts drehen muß, dann ist Karambolage vorprogrammiert.
Also fängst du einfach früh an, dich nach rechts mitzudrehen. Das fällt der einen leichter und dem anderen schwerer.

Fakt ist: Alles kostet dich viel mehr Kraft, als es die normalen Rechtsdreher kostet.
Fakt ist: Du verlierst immer mehr all das, was deine linksdrehenden Qualitäten sind.

Du paßt dich immer mehr an und verlierst dich selbst dabei immer mehr.
Im schlimmsten Falle hast du irgendwann sogar völlig vergessen, daß du eigentlich ein Linksdreher bist.

Du drehst nun rechts, wie die ganze Welt und wunderst dich vielleicht nur immer wieder, warum du dich so oft so schräg fühlst. Warum du dich so oft so fremd fühlst. Warum du dich so oft so müde fühlst. Warum du dich so oft so anders fühlst als die anderen.

Du machst doch nun alles wie die anderen, hast dich perfekt angepaßt! Und trotzdem stimmt da irgendetwas in dir nicht. Du denkst, du bist doch ganz genauso wie die anderen, aber irgendwas ist immer noch schräg in dir.

Und du hast null Ahnung, was es denn sein könnte

Vielleicht beginnt dein Körper irgendwann zu somatisieren: „Vegetative Dystonie“ – eine Lieblingsdiagnose für all die leidgeplagten Menschen mit all den „ver-rückten“ Symptomen. Wo es eigentlich nichts Richtiges zu finden gibt, denen es aber andauernd krottenschlecht geht.
Vielleicht wirst du aber auch immer hypersensibler. Auf allen Ebenen. Hältst auf einmal alles nicht mehr aus, was da draußen in dieser Welt so ab geht. Alles ist dir zuviel. Dein ganzes System ist völlig überreizt. Wenn du Pech hast, rennst du irgendwann durch die Gegend mit Panikattacken, Platzangst, Phobien, Allergien aller Art etc.etc. Lauter ver-rückte Sachen :-/
         Stell dich doch nicht so an – ist doch alles normal !!!
Ja, alles normal für die Rechtsdrehenden. Aber alles schräg für die Linksdrehenden.
                                  

Ich habe vor kurzem während eines Taketina-Seminars(*) eine interessante und sehr wichtige Erfahrung machen dürfen:

Am letzten Tag übten wir eine Schrittfolge, mit der ich beim Seminar zuvor schon meine Schwierigkeiten hatte. Ich bekam sie einfach nicht hin. Fiel immer wieder raus aus dem Rhythmus. Das hat sich dieses Mal dann so gesteigert, daß ich irgendwann völlig neben mir stand, aus dem Seminarraum raus mußte und mich heulend auf dem Klo wiederfand. Voll schräg :-/  Als sich der „Anfall“ beruhigt hatte, ging ich wieder zurück, suchte mir eine ruhige Ecke im Raum, konzentrierte mich erst einmal ganz auf meine Schritte und versuchte in den Rhythmus zurückzufinden.

Und auf einmal hatte ich eine Inspiration :

Anstatt wie die ganze Zeit den ersten Impuls immer nach rechts zu geben, gab ich den ersten Impuls nach links. Und siehe da, auf einmal klappte dieser für mich sooooo schwierige Schritt wie von selbst. Alles „Verknoddelte“ (das ist saarländisch für Verknotete) in mir löste sich auf und ich konnte mich auf einmal ganz einfach in den Rhythmus einschwingen.

Das war in der Tat ein begnadetes AHA-Erlebnis für mich, die ich mich seit nun fast 3 Jahren in der Rückschulung zur Linkshänderin befinde. Diese Erkenntnis des ersten Impulses und was es für uns LinkshänderInnen bedeuten kann.

Stell dir einmal vor, wie es als Kind ist, wenn DEIN ureigener erster Impuls IMMER falsch ist! Du wirst ganz schnell anfangen, an dir zu zweifeln! Alles in Frage stellen, was zutiefst aus deinem Inneren kommt.

Ich bin falsch! Was ich fühle ist falsch! Alles an mir ist falsch!

Dein erster Impuls als LinkshänderIn geht immer nach links. Aber egal wo du bist, der erste Impuls geht immer nach rechts. Dein Glas steht rechts, dein Besteck liegt rechts. Erst kommt die rechte Hand, dann die linke. Zuerst kommt der rechte Fuß, dann der linke . . .
Die ganze Welt um dich herum ist rechtsseitig angeordnet. Alle Geräte, alle Instrumente sind rechtshändig ausgelegt. Die Welt läuft im Uhrzeigersinn.

Früher wurde Linkshändigkeit in der Schule einfach „ausradiert“. Linkshändigkeit war völlig tabu! Ein Makel! Und wenn du es nicht geschafft hast, dich rechtzeitig von alleine anzupassen, dann wurdest du bis in die 80er Jahre durch das System angepaßt und, früher stellenweise sogar mit roher Gewalt, einfach umerzogen.
Heute dürfen sie das zum Glück nicht mehr. Aber welche LehrerInnen sind schon geschult, linkshändige Kinder dabei zu unterstützen, sich in dieser rechtsseitigen Welt zurechzufinden und sich Selbst dabei nicht zu verlieren?
Eigentlich bräuchten wir Linkshänderkindergärten mit Linkshänder-kindergärtnerInnen und dann Linkshänderklassen mit Linkshänder-lehrerInnen – solange, bis sich die Linkshändigkeit wohltuend und als selbstverständlich in den Kindern manifestiert hat.

Solange bis sie sich sicher sind, daß sie genauso normal sind wie alle rechtshändigen Kinder, daß es für sie nur ein bißchen abenteuerlicher ist, in dieser rechtsdominanten Welt zu leben.

Was es hierzulande dringend bräuchte, ist ein „linkes Selbstbewußtsein“ . Ich habe das Gefühl, Linkshändigkeit existiert hier gar nicht. Die ganze Linkshänderproblematik interessiert keinen! Wo ist das Problem? Alles war schon immer rechtsrum und wird so bleiben und alle haben sich angepaßt. Wo ist das Problem? Es existiert kein Problem – rein wissenschaftlich gesehen ist sowieso alles Quatsch! Für viele Hirnforscher ist das alles nur pure Hysterie. Und all die vielen aus der Umschulung und Verdrehung entstandenen Probleme werden einfach auf andere Gebiete verteilt und heraus kommen dann diese „Vegetativen Dystonien“ und diverser Psychokram. Oftmals ohne Lösung in Sicht, weil das wirkliche Problem unsichtbar ist.

Eine der größten Fähigkeiten des Menschen ist es, sich anpassen zu können. Das sicherte schon immer unser Überleben. Aber es hat auch seinen Preis! Und der Preis den wir LinkshänderInnen für die Anpassung an die „rechte“ Welt zahlen ist kein geringer! Aber das muß erst einmal überhaupt gesehen werden.

Schauen wir doch kurz mal noch über den großen Teich. Vier der fünf Präsidenten der USA von 1981 bis 2016 waren Linkshänder: ReaganBushClinton und Obama. Spannend! Und beobachtet mal in Filmen, wie viele linkshändige SchauspielerInnen es dort gibt!
Ich wunderte mich, wie es kommt, daß in den USA die Linkshändigkeit eine ganz andere Präsenz hat? Und dann fand ich etwas Spannendes: Im Baseball – „America’s Darling“ – sind Linkshänder heiß begehrt! 30,39 % der Weltspitzewerfer sind Linkshänder!
AHA ! That’s it ! LinkshänderInnen  sind einfach cooool in America !

Ansonsten wird es wohl noch einige Zeit und viel Bewußtheit brauchen, um weltweit den alten Aberglauben, der hauptsächlich auf religiösen Spinnereien beruht, daß die rechte Hand gut und heilig und die linke Hand unrein und teuflisch sei, ganz und gar aufzulösen.

Ich glaube, es wird einhergehen mit einer neuen Balance des Weiblichen und des Männlichen in dieser Welt. Die Unterdrückung der Linkshändigkeit und die Unterdrückung des Weiblichen gehen für mich Hand in Hand. Die linke Seite ist unsere weibliche Seite und in einer patriarchalen Welt mußte das Weibliche entmachtet werden, um die Dominanz des Männlichen zu gewährleisten.

Aber die Welt ist dabei, in eine neue Mitte zu gehen. 

Wir könnten es alle unterstützen, indem wir einfach einmal anfangen, uns viele Alltagsgewohnheiten bewußt zu machen und sie zu verändern. Hört einfach mal auf damit, immer zuerst „rechts“ und dann „links“ zu sagen. Hört einfach mal auf damit, immer zuerst „männlich“ und dann „weiblich“ zu sagen. Egal ob ihr nun LinkshänderInnen oder RechtshänderInnen seid. Mal so und mal so. Eine neue Balance finden !

Nirvana’s Kurt spielte Linkshändergitarre – aber schreiben tat er mit rechts

Wenn ihr nun, wie auch immer, mir dem hier Geschriebenen in Resonanz gegangen seid und für euch das Thema vertiefen wollt, kann ich zwei gute Bücher empfehlen:
Marina Neumann, Natürlich mit links
Johanna B. Sattler, Der umgeschulte Linkshänder und Der Knoten im Gehirn
Auch wenn ihr fest davon überzeugt seid, RechtshänderIn zu sein, wenn es eine Resonanz in euch gibt, dann laßt euch einfach mal auf das Thema ein und schaut, was passiert.

Ich möchte euch hier noch ein wenig über meinen Weg zur Linkshändigkeit erzählen. Bis vor ein paar Jahren war ich absolut davon überzeugt, Rechtshänderin zu sein, stellte es nie in Frage. Ich schrieb gerne und hatte eine schöne Schrift. (Die immer wieder auftretenden unerklärlichen Schmerzen in meinem rechten Arm während meiner Gymnasialzeit und meine „verrückte“ Sehschwäche, bei der keine Brille half, verstehe ich heute erst.) Doch dann kam vor ein paar Jahren bei einer kinesiologischen Testung heraus, daß mein Sprachhirn rechts angelegt ist, und das ist der Fall bei Linkshändern. (Sprachhirn und Schreibhand liegen sich gegenüber). Da ich aber Rechtshänderin war, wurde ich als Mischtyp deklariert, was mir endlich meine phasenweise auftretende Verpeiltheit und meinen phasenweise auftretenden „Knoten im Hirn“ erklärte. Ich wurde kinesiologisch entstresst und bekam verschiedene Übungen, um die Hirnhälften in Balance zu bringen, und damit hatte sich das Ganze. Erst einmal.

Doch dann passierte in der Nacht auf den 13. August 2014 folgendes:
Ich bekam aus heiterem Himmel wahnsinnige Schmerzen in meinem rechten Arm. Sie wurden so schlimm, daß ich nicht mehr schlafen konnte, nicht mehr liegen konnte. Und es half einfach nichts. Also habe ich auf der Couch rumgelungert, einen Film nach dem anderen geschaut, und dazwischen ein Buch nach dem anderen aus meiner ebook-Bücherei gelesen. Und wie der Zufall es so wollte, stieß ich auf ein Buch das gerade neu reingekommen war: „Natürlich mit links“

Und da ich, gezwungenermaßen, ja gerade alles mit links machen mußte, begann ich an dieses Buch zu lesen. Und was dann kam, war ein AHA-Erlebnis der besonderen Art.
Ich fand mich und meine „Leidens“-Geschichte total wieder und dann stellte sich auch noch heraus, daß der 13. August der Welt-Linkshänder Tag ist. Zufall?  Das war definitiv eine Fügung des Schicksals!

Das brachte dann alles ins Rollen. Nach einer systemischen Aufstellung, die mir meine angelegte Linkshändigkeit bestätigte, ging ich 2016 zu Marina Neumann in die Linkshänderberatung und hörte daraufhin auf, mit der rechten Hand zu schreiben.

Das Schlimmste an allem war jedoch mein Verstand, der lange Zeit immer wieder meine Entscheidung anzweifelte und alles ins Wanken brachte. Wenn du nicht umgeschult wurdest, sondern dich einfach von selbst angepaßt hast und das Schreiben mit rechts dir nie sonderlich schwer fiel, ist es sehr sehr schwer, das Linkshändige in sich wiederzufinden. Erst nach und nach entdeckte ich immer mehr Facetten meiner Linkshändigkeit in Bereichen, wo es niemandem so schnell auffallen konnte, daß da was mit mir nicht stimmte.

Auch wenn mein linkes Schriftbild immer noch nicht meinen (Verstandes-) Ansprüchen genügt, hatte mein Verstand ab dem Moment, als mir auf einmal bewußt wurde, was sich tief in mir zu verändern begann, keine Chance mehr. Das Erste, was mir auffiel, war, daß auf einmal beim Singen eine andere Öffnung da war. Die Stimme war auf einmal anders connected. Und das fühlte sich einfach super an. Dann spürte ich, daß meine Sensitivität/Medialität enorm zunahm, was meiner Aufstellungs-arbeit in der Praxis sehr zugute kam.

Aber das Allerallerwichtigste: Ich bekam peu à peu einen anderen Zugang zu mir Selbst. Ich wußte natürlich schon lange, wer „ICH BIN“. Aber nun fing ich an, „ES“ tatsächlich zu FÜHLEN. Mich SELBST fühlen. Unbeschreiblich!

Und auch im Alltag veränderte sich vieles in meinem Innern. Anstatt mir, wie mein ganzes Leben lang, immer bei allem gleich den „Kopf zu zerbrechen“, begann ich immer mehr darauf zu vertrauen, daß zur rechten Zeit einfach ein Impuls aus meinem Innern kommt. Mittlerweile lautet mein wichtigstes Mantra, sobald ich merke, daß mein Verstand mal wieder anfängt zu rotieren, um eine Lösung zu finden: Ich weiß es nicht!

Ich vertraue immer mehr und warte einfach ab. So auch mit dem Blog-Schreiben. Anfangs ließ ich es noch zu, daß mein Verstand mich wahnsinnig machte, wenn ich längere Zeit nichts geschrieben hatte. Mittlerweile WEISS ich genau, daß es einfach irgendwann wieder „plopp“ macht, und dann ist das nächste Thema da und „fließt“ wie von SELBST.

Es heißt, es dauert ungefähr 5 Jahre bis eine Rückschulung einigermaßen über die Bühne ist. Es ist wahrlich kein leichter Weg zurück. Aber ich bin der festen Ansicht, es ist der wichtigste Weg meines Lebens.

Wir können uns Selbst nicht dort finden,
wo wir gar nicht sind!

Also, all ihr lieben wissenden und noch unwissenden Linksdreher, sucht euer „Osterei“  nicht länger auf der falschen Seite

&
ENJOY THE SUN

PS :
Und allen RechtshänderInnen, die meinen, das mit der „Verdrehung“ und ihren Folgen sei vielleicht doch alles etwas zu weit hergeholt und übertrieben, schlage ich vor, daß ihr mal einen ganzen Tag lang versucht, alles mit links zu machen ! Aber wirklich ALLES !!!!!

NACHTRAG :

Mir ist gerade noch etwas einfallen, was ich erst vor kurzem (wieder-) entdeckt habe, und was euch helfen kann, ganz leicht, eure Gehirnhälften wieder zu synchronisieren, wenn ihr euch verpeilt und unkonzentriert fühlt :

DIE TAFELN VON CHARTRES

(Druckt sie euch aus oder zieht sie euch auf euren Desktop)

10-minütige Meditation mit den TAFELN VON CHARTRES zur Synchronisation der beiden Gehirnhälften:

Die Wirkung zeigt sich durch eine deutlich spürbare Erhöhung der Achtsamkeit, eine ausgebildete Fähigkeit der Fokussierung bzw. Konzentration und die Synchronisation der Gehirnwellen, damit die rechte und linke Gehirnhälfte perfekt zusammenarbeiten können

Strecke deinen nach oben gerichteten Zeigefinger senkrecht vor deiner Nase aus und fixiere die Fingerspitze mit deinem Blick. Im Hintergrund kannst du sehen wie sich die Tafeln verdoppeln. Du solltest in deinem passiven Blickfeld jetzt also vier Tafelreihen wahrnehmen. Bewege deinen Finger nun ganz langsam zum Bildschirm hin bis sich die inneren beiden Tafeln in der Mitte treffen und vereinen. Du solltest dann drei gleichgroße Tafelreihen vor dir sehen. Fixiere die mittlere Tafel und versuche sie scharf zu stellen, während du deinen Zeigefinger langsam wieder wegführst. Wenn du geübt bist, kannst du diesen Blick auch ohne die Hilfe deines Fingers durch ein leichtes Schielen erzeugen. Dieser Blick wird als weicher Blick bezeichnet und ist die Ausgangsbasis dieser Meditationstechnik. Dieser scheinbare Blick ins nichts offenbart dir die Wahrnehmung zur geheimen Tafel von Chartres. Sollte es nicht gleich funktionieren, kannst du etwas näher zum Bildschirm rücken oder dich ein wenig wegbewegen. Experimentiere etwas herum, um den optimalen Abstand zu finden. Zu Beginn kann diese Stellung für deine Augen etwas anstrengend sein, aber keine Sorge, es völlig ungefährlich, sogar ganz im Gegenteil: diese Blickstellung kann deine Sehkraft sogar positiv beeinflussen, da dadurch deine Augenmuskulatur trainiert wird. Wenn dieser Blick auf Dauer zu anstrengend werden sollte, dann kannst du während der Meditationsübung deine Augen schließen oder den Blick lockern, um deine Augenmuskulatur zu entspannen. Du wirst merken, dass es von Mal zu Mal besser wird. Was während der Meditation passiert ist beeindruckend. Zum Einen trainierst du die Fähigkeit deinen Fokus aufrecht zu erhalten, was nur durch anhaltende Konzentration möglich ist. Dadurch kommen bestimmte Muskeln im Auge zur Ruhe, was automatisch dazu beiträgt dein Bewusstsein in einen meditativen Zustand zu versetzen. Weiterhin versucht dein Gehirn die beiden Bilder deiner Augen zu synchronisieren. Das kannst du daran erkennen, dass die Farben der mittleren Tafel immer wieder zwischen Rot und Blau wechseln. Im Sehzentrum deines Gehirns werden die Bilder der beiden Augen zusammengeführt. Dort wird entsprechend die Farbe der linken oder der rechten Tafel wahrgenommen, je nachdem welche Gehirnhälfte dominanter ist. Wenn die Farben zwischen Rot und Blau wechseln ist das bereits ein gutes Zeichen dafür, dass eine Synchronisierung stattfindet. Die Dominanz wechselt von einer Hirnhälfte zur anderen. Konzentriere dich dann weiter auf die mittlere Tafel, bis die Farben nicht mehr wechseln, sondern sich zu einem satten Lila vermischen. Dann beginnen sich deine Gehirnhälften zu synchronisieren.

Setze dich gemütlich hin, entweder im Schneidersitz auf den Boden oder in aufrechter Haltung auf den Stuhl. Stelle den Bildschirm vor dir auf, sodass die Tafeln in der optimalen Entfernung zu sehen sind. Baue den weichen Blick auf, sodass die dritte Tafelreihe in Erscheinung tritt. Wenn du möchtest, kannst du dazu deinen Zeigefinger als Hilfsmittel nehmen. Halte den Blick aufrecht, während du rythmisch und ruhig atmest. Achte nur auf die Tafeln und deinen ruhigen wohltuenden Atem. Halte den Blick auf die mittlere Tafel,während du ganz achtsam verfolgst, wie die Luft in deine Lunge ein- und ausströmt und sich dein Körper tiefer und tiefer beruhigt. Während du die mittlere Tafel fixierst, erkennst du allmählich wie die Farben zwischen Rot und Blau wechseln. Das sollte dir nicht sonderlich erscheinen, da dies ein gutes Zeichen ist. Die einseitige Dominanz deiner beiden Hirnhälften beginnt sich aufzulösen und von einer Hirnhälfte zur anderen zu wechseln. Atme einfach ruhig und entspannt weiter und höre der Musik im Hintergrund passiv aber aufmerksam zu. Sollte es dir zu anstrengend werden diesen Blick während der Meditation aufrecht zu erhalten, kannst du deine Augen jederzeit schließen um sie zu entspannen. Wenn du möchtest kannst du jetzt deinen Blick ganz langsam etwas genauer auf den Kreis richten. Halte die Konzentration ganz locker und leicht aufrecht. Lasse deinen Blick vorsichtig hoch zum Quadrat wandern. Wenn du bereit bist, kannst du deinen Blick auch auf das Rechteck hochführen. Während du weiterhin rythmisch atmest und deinen Körper lockerst und entspannst, achtest du auf die Farben der mittleren Figuren. Versuche die Farben ganz bewusst von Rot nach Blau zu verändern und umgekehrt. Versuche diesen Farbwechsel allein mit deiner Willenskraft zu steuern. Ganz ruhig und entspannt. Fixiere nun wieder deinen Blick auf einen Punkt in der Mitte. Achte ganz genau auf die Farben und lasse sie miteinander verschmelzen. Wenn du die lila Farbe erkennst, dann sind beide Bilder die deine beiden Augen wahrnehmen im Sehzentrum deines Gehirns ausgeglichen. Deine Gehirnhälften beginnen sich zu synchronisieren und im gleichen Takt zu schwingen. Die perfekte Balance zwischen Rechts und Links. Zwischen Rationalität und Irrationalität. Zwischen Logik und Kreativität Die Verbindung zwischen Yin und Yang. Lass uns das noch weiter verstärken. Atme weiter im ruhigen Rhythmus und nimm wahr, was auch immer du im Körper empfindest. Lasse deine Gefühle, deine inneren und äußeren Wahrnehmungen einfach sein. Akzeptiere das was ist, wie es ist, ohne es verändern zu wollen. Du beobachtest es, ebenso wie du die dritte Tafel beobachtest. Vielleicht ist dir bereits aufgefallen, dass hin und wieder die rechte oder linke Tafel beginnt zu verschwinden. Konzentriere dich nun darauf, dass du wieder mit deiner Willenskraft abwechselnd die rechte und dann die linke Tafel zum Verschwinden bringst, sodass du jeweils immer zwei Tafeln wahrnehmen kannst.Die mittlere Tafel bleibt aber immer in deinem Wahrnehmungsfeld. Nun vertiefst du deine Konzentration noch weiter auf die mittlere Tafel, sodass du nur noch sie wahrnimmst. Richte deinen Fokus immer wieder neu aus. Schwinge dich langsam und ruhig in diese Wahrnehmung hinein. Das Gleiche machst du auch mit der lilanen Farbe. Halte die Synchronisation deiner Hirnhälften aufrecht indem du weiterhin rhythmisch und ruhig atmest. Sehe vor dir die eine einzige geheime lila Tafel von Chartres. Dehne dein Aufmerksamkeitsfeld aus und halte deine Atmung und deinen Körper stets in Gewahrsein. Halte den Blick auf die Tafel so lange wie möglich und genieße die Synchronisation

Schließe nun deine Augen und kreise sie etwas hin und her. Lasse deinen Blick hinter deinen geschlossenen Lidern von links nach rechts wandern. Öffne wieder deine Augen und wiederhole das Ganze. Schaue ganz weit nach links. Dann ganz weit nach rechts. Nach oben, nach unten. Fixiere deinen Blick auf deine Nasenspitze, dann wieder in die Ferne. Wieder auf die Nasenspitze und dann wieder in die Ferne. Nimm nochmal zum Abschluss einen tiefen Atemzug und nimm achtsam die mentale Veränderung wahr. Was fällt dir auf?
Fühlst du dich erholter? Leistungsfähiger? Aufmerksamer? Konzentrierter?

( youtube tutorial von HigherMind /Andreas Schwarz)

(*)

WAS IST TAKETINA ?
TaKeTiNa ist ein einzigartiger musikalischer Gruppenprozess zur Aktivierung musikalischen und menschlichen Potentials durch Rhythmus.
Durch die TaKeTiNa Rhythmus-Pädagogik bekommt jeder Mensch Zutritt zu seiner rhythmischen Begabung. Sie vermittelt Rhythmus so, wie der Mensch ihn von Natur aus am Besten lernen und verstehen kann. Anstatt Rhythmus-Patterns einzustudieren, wird der Lernende direkt zur Erfahrung elementarer musikalischer Bausteine geführt, die im Bewußtsein jedes Menschen verankert sind. Die Teilnehmer kommen mit ihrem rhythmischen Urwissen in Berührung.
Die außermusikalischen Wirkungen des TaKeTiNa Prozesses reichen von der Transformation behindernder Verhaltensmuster bis zur Erweckung von Intuition, Kreativität und Kommunikationsfähigkeit. Denn im TaKeTiNa Prozess ist musikalisches Lernen immer auch ein menschlicher Lernprozeß. Das, was unser Leben behindert, spiegelt sich darin als musikalisch-rhythmisches Problem wieder und kann durch rhythmisch-musikalische Arbeit transformiert werden. Denken und Fühlen, intuitives Ahnen und kognitives Handeln, äußere Bewegung und innere Stille beginnen miteinander zu kooperieren, das Denken wird still und es entsteht Raum für Visionen und Veränderung.
Der Körper ist das Hauptinstrument, die Begegnung mit Rhythmus erlebt der Lernende direkt und intensiv. Mit der Stimme, mit Klatschen und mit Schrittbewegungen werden die Teilnehmer gleichzeitig auf drei unterschiedliche Rhythmus-Ebenen geführt. Der Puls einer Basstrommel begleitet und stabilisiert den Grundrhythmus der Schritte, im Klatschen hingegen bauen sich kontrastierende Rhythmen auf. Ein ständig sich verändernder Wechselgesang bringt das improvisierende Element und die destabilisierende Kraft in den Prozeß. Im Zusammenwirken von Stabilisierung und Destabilisierung fallen einzelne Teilnehmer immer wieder aus dem Rhythmus. Der Rhythmus der Gruppe aber holt jeden sanft und kraftvoll zugleich zurück – ein Prozeß, in dem sich tiefgreifendes musikalisches Selbstvertrauen entwickelt.
(Textauszug aus www.taketina.net)

Linkshänderberatung:

Martina Neumann
Manteuffelstr.8
12203 Berlin
Tel. 030-82709492
www.linkerhand.de

Bilder:
Schiefe Turm von Pisa : Erich Gall
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OHNE FÜHLEN IST ALLES NICHTS

Vor einiger Zeit, in einer innigen Minute mit mir Selbst – früher nannte ich sowas Meditation, heute nenne ich es Kuschelzeit – machte ich eine merkwürdige Entdeckung:

Ich konnte wunderbar spüren, wie es sich anfühlt, mir selbst Liebe zu geben, aber ich konnte nicht spüren, wie sich das Nehmen dieser Liebe anfühlte.

Das hört sich jetzt erstmal etwas schräg an, aber versucht tatsächlich mal, den Unterschied in euch zu spüren zwischen dem Gefühl, Liebe zu geben und Liebe zu empfangen. Das geht natürlich am besten, wenn ihr das mit euch Selbst ausprobiert – denn da könnt ihr ganz sicher sein, daß auch Liebe „abgesendet wurde“, wenn ihr sie denn als „Absender“ deutlich gefühlt habt.

Diese irritierende Selbsterfahrung führte nun dazu, daß ich mich etwas eingehender mit dem Thema „GEBEN und NEHMEN“ beschäftigt habe.

Zuerst widmete ich mich der mentalen Seite. Und fand im Praxisbuch der Chakraheilung von Marie Manuchehri folgendes im Kapitel über das Herzchakra, dessen Thema, wie wir ja wissen, „GEBEN und NEHMEN“ ist:

„Das 4. Chakra ist das Tor zur umfassenden Liebe. Umfassende Liebe bedeutet, daß alles im Universum vollkommen ist, und zwar genauso, wie es ist. Wenn wir uns die Weisheit des Herzens über die Liebe aneignen, werden wir mit der Fähigkeit belohnt, gleichermaßen zu GEBEN und zu NEHMEN.
Der Partner des vierten Chakras, im oberen Rücken lokalisiert, ist der Bereich des Körpers mit der größten Fähigkeit, Fülle zu empfangen. Dies ist der Bereich des menschlichen Körpers der die größte Menge an Energie empfängt.
In seinem normalen Zustand nimmt dieses Chakra Gesundheit, Liebe, Freude und Fülle auf. Viele Menschen verweigern das Annehmen, indem sie die Rückseite ihres vierten Chakras energetisch blockieren.
Es fühlt sich dann an, als ob große Holztore das 4.Chakra daran hindern, im Überfluss Energie zu empfangen…“

Spannend! Am oberen Rücken genau zwischen den Schulterblättern finden wir also „den Partner“ des Herzchakras. Und der ist für das NEHMEN zuständig. Und genau dort finden wir auch den Milchpunkt. Für alle, die noch nichts von einem Milchpunkt gehört haben: Diese Stelle reiben die Hebammen, um die Muttermilch zum Fließen zu bringen. Und genau diesen Punkt aktivieren wir auch mit unserem Moon Child Öl, wenn wir den Nachnähr-Zyklus mit homöopathischen Milchen durchlaufen, um die Aufnahme der jeweiligen „Milchenergie“ anzuregen.

Diese Stelle im Rücken kennen wir wahrscheinlich alle mehr oder weniger. Manchmal fühlt es sich an, als ob ein Expander zwischen den Schulterblättern gespannt ist und wir sehnen uns dann danach, daß jemand die Wirbelsäule mal so ordentlich „durchknackst“, damit die Blockade sich löst und wir wieder richtig durchatmen können bzw. das Herzholpern wieder aufhört. Ich möchte gar nicht wissen, wie vielen Herzattacken eine Blockierung dieser Stelle bzw. ursächlich eine Blockade des Herzchakras zugrundeliegt.

Das Interessante an dieser Stelle ist aber auch, daß wir da nicht alleine ran kommen. Wir können jeden Punkt unseres Körpers mit unseren Händen erreichen, aber wenn ich den Milchpunkt massiert haben will, brauche ich eine andere Person. Ist das nicht hochspannend! Diese rückseitige Öffnung des Herzchakras können wir nicht alleine „bedienen“. Dort können wir nur NEHMEN!

Also, schaut euch als erstes mal euer Herzchakra genau an. Vor allem diesen Hintereingang. Versperrt dort ein massives Tor, das ihr, wann und weshalb auch immer, installiert habt, den Eingang? Oder ist die Bahn frei, um wirklich ganz ins Nehmen kommen zu können?

Gehen wir nun zu den „Gebern“ und zu den „Nehmern“ und versuchen, diese Dynamiken mal ein wenig zu durchleuchten.

Da finden wir Menschen, die recht offen zu ihrer Bedürftigkeit stehen und alles nehmen, was sie nur kriegen können, und denen es oftmals gar nicht in den Sinn kommt, etwas zu geben. Sie denken, die ganze Welt sei ihnen etwas schuldig, weil sie in der Kindheit zu kurz gekommen sind, oder weil ihnen Unrecht welcher Art auch immer zugefügt worden ist. Und das muß nun von aller Welt ausgeglichen werden. Und deshalb wird genommen, was das Zeug hält.

Dann haben wir die, die immer nur geben und geben und die damit ihre Bedürftigkeit geschickt kaschieren. Denn wer kommt schon auf die Idee, daß eine Person, die immer nur gibt, bedürftig sein könnte. Diesen Menschen etwas zu geben ist gar nicht so einfach, denn es fällt ihnen oft unglaublich schwer, etwas anzunehmen. Sie brauchen es, gebraucht zu werden, da sie in ihrer Rolle als Wohltäter oftmals ihre einzige Sicherheit finden. „Solange ich nützlich bin und alles gebe, bin ich wichtig, werde ich gebraucht und werde ich geliebt – und brauche keine Angst zu haben, verlassen zu werden“.

Aber unsere Welt ist natürlich auch voller Menschen, die geben UND nehmen können. Aber wie sieht hier das Geben oftmals aus? Man gibt in der Erwartung, etwas zurückzubekommen. Es ist oft ein Abwägen. Zuviel? Zuwenig? Und es muß natürlich immer alles ausgeglichen sein, denn man will ja nicht in der Schuld von jemandem stehen. Anstrengend!
Ist auch nicht das Gelbe vom Ei! Das ist kein Geben und Nehmen von Herzen, sondern geht auch eher in Richtung versteckter Bedürftigkeit.

Was wäre denn, wenn wir es schaffen würden, ganz und gar aus unserer bewußten oder unbewußten Bedürftigkeit auszusteigen und anfangen könnten, aus der Fülle heraus zu geben und zu nehmen?

Bedingungslos geben. Bedingungslos nehmen aus einem Gefühl der Fülle heraus. Das hört sich doch richtig guuuut an!

Doch leichter gesagt als getan. Wie soll man aus der Fülle heraus etwas geben, wenn man im Mangel feststeckt. Ob im äußeren Mangel, wenn das Konto in den Miesen ist und man eventuell noch nicht einmal weiß, wie man die nächste Miete bezahlen soll? Oder aber im inneren Mangel, wenn man materiell eigentlich genug von allem hat, aber es in sich nicht spüren kann.

Dann schauen wir uns jetzt einmal das Phänomen der Fülle etwas genauer an. Hier wird es nun ganz wichtig, daß wir unterscheiden zwischen der Fülle im Außen und der Fülle im Innen.

Die Fülle im Außen ist jedem ein Begriff. Dickes Bankkonto. Dickes Auto. Dickes Haus. Dickes Portemonnaie. Dicker Job. Materielle Fülle gibt uns Sicherheit. Je mehr ich habe, desto sicherer kann ich mich fühlen. Das ist die landläufige Meinung. Deshalb hat diese materielle Sicherheit auch allerhöchsten Stellenwert in dieser Gesellschaft.

Aber stimmt das wirklich? Fühlen sich reiche Menschen wirklich SICHERER als arme Menschen? Oberflächlich gesehen mit Sicherheit. Geld ist Macht. So wurde es von klein auf in großen Lettern in unsere Köpfe geschrieben: Habe ich das Geld, habe ich die Macht. Hab ich die Macht, dann kann mir nix mehr passieren.

Aber ihr habt mit Sicherheit auch schon von diesem Phänomen gehört, daß Geld nicht wirklich glücklich macht. Zumindest nicht auf Dauer. Je mehr Geld jemand hat, umso mehr Angst ist oft da, dieses Geld wieder zu verlieren. Tag und Nacht kreisen dann die Gedanken um den Schutz des Vermögens und um den eigenen Schutz wegen des großen Vermögens. What a Stress ! 

Fakt ist, daß äußerer Reichtum vergänglich ist. Fakt ist, daß äußerer Reichtum abhängig ist von vielen Faktoren im Außen, die wir definitiv nicht unter Kontrolle haben können – egal wie groß unser Reichtum ist, egal wie groß unsere vermeintliche Macht auch ist.

Fakt ist auch, daß die äußere Fülle dich in der Tiefe nicht wirklich dauerhaft erfüllen kann, sondern nur dann, wenn du auch die innere Fülle in dir gefunden hast.

Also, baue dein Glück nicht alleine auf äußeren Reichtum, sondern kümmere dich um deine innere Fülle. Diese innere Fülle ist immer da. Für jeden. Und zwar in „Hülle und Fülle“ unendliche Fülle!

Das hört sich nun erst einmal sehr nach „Eso-Geschwafel“ an. Ist es auch – für den Verstand!!! Denn ER kann keinen Zugang zur dieser inneren Fülle finden. Für ihn ist das definitiv dummes Geschwätz. Für ihn zählt nur das, was man sieht: Geld, Haus, Auto, Luxusgüter etc. Er braucht Materie, um sich reich und wichtig zu fühlen. Haste was – biste was!

Diese innere Fülle aber, die für jeden gleichermaßen da ist, ob arm oder reich, diese innere Fülle braucht etwas ganz ganz anderes, damit sie wahrgenommen und Teil unseres Lebens werden kann.

Diese Innere Fülle können wir nur erfassen mithilfe unseres FÜHLENS !

Und es nützt dir leider auch gar nichts, all das zu wissen, solange du es nur mental erfassen kannst. Es nützt dir tatsächlich überhaupt nichts, wenn du es nicht wirklich fühlen kannst – mit jeder Faser deines Seins.

Doch wie fühlt sich Innere Fülle an ?

Keine Ahnung wie es sich für euch anfühlt, ich kann nur versuchen euch zu beschreiben, wie ich sie in mir wahrnehme:

Es ist, als würde ich in mir, in mich SELBST eintreten. Und in mir SELBST öffnet sich eine Tür und vor mir liegt ALLES WAS IST. Und dann trete ich durch diese Tür hindurch und tauche hinein in dieses namenlose ALLES WAS IST … hinein in eine gigantische, unendliche, unbeschreibliche Fülle … und ich fühle mich vollkommen erfüllt … die Fülle ist in mir … ich bin eins mit der Fülle … ICH BIN EINS MIT ALLEM WAS IST.

Versuche einmal diese Zeilen NICHT mit deinem Verstand zu lesen, da wird höchstens ein müdes Lächeln und ein „Blablabla“ erscheinen. Es ist auch sehr schwierig, Worte zu finden für das, was man in solchen Momenten in sich fühlt. Versuche einfach mal beim Lesen mit-zu-fühlen … versuche einfach mal die Wörter tasächlich zu fühlen … und dann überlasse deiner fühlenden Wahrnehmung dich zu führen … zu deinen inneren Bildern … dahin, wo DU deine Innere Fülle finden kannst …

Und diese Fülle ist da! Immer! Bei jedem von uns! Die kann nicht mehr und nicht weniger werden! Die kann nicht verschwinden! Diese Fülle ist in dir! Und du in ihr! Immer! Du bist ein Teil von ihr! Und sie ist ein Teil von dir! Immer! Und nichts und niemand kann euch trennen!   Außer …

… AUSSER DEIN VERSTAND ! ! !

Denn er kann diese Innere Fülle nicht fühlen und deshalb auch nicht wahrnehmen. Er kann nur, wie schon gesagt, die materielle Fülle um dich herum wahrnehmen. Das ist alles, was für ihn zählt. Und er wird deshalb immer wieder versuchen, dir diesen Inneren Weg madig zu machen und dich statt dessen motivieren, alles zu tun, um diese materielle Fülle zu gewährleisten, damit er sich sicher fühlt. Er wird dich antreiben, dir einen gutdotierten Job zu suchen, anstatt daß du deine wahre Berufung lebst, mit der du vielleicht nicht so reich werden kannst. Und wenn alles den Bach runter geht, kann es in manchen Fällen schon mal vorkommen, daß er dir vielleicht sogar rät, schnell mal eine Bank zu überfallen 😉

Also, ganz einfach. Um Zugang zu unserer Inneren Fülle zu bekommen, und um endlich raus aus allen Mangelgefühlen zu kommen, brauchen wir unsere Gefühle – besser gesagt unser FÜHLEN!

Und mit FÜHLEN meine ich hier nicht diese schrecklichen verstandes-induzierten Gefühle, also diesen ganzen alltäglichen Emotionswahnsinn, den unser Verstand uns permanent serviert und der uns oftmals an den Rand des Wahnsinns bringt.
Weißt du, was ich meine?
Du denkst (bewußt oder unbewußt) an irgendwas und plötzlich hast du Angst. Du denkst (bewußt oder unbewußt) an irgendwas und plötzlich bist du traurig. Du denkst (bewußt oder unbewußt) an irgendwas und plötzlich bist du wütend. Dieser permanente Gefühlsbeschuß durch den ständig plappernden Verstand.

Es gibt Gefühle und Gefühle. Primärgefühle und Sekundärgefühle.

(Eigentlich kommt noch ein drittes hinzu: Fremdgefühle. Das heißt, du fühlst Gefühle, die gar nichts mit dir zu tun haben, sondern die, wieso auch immer bei dir gelandet sind und dich nun quälen. Diese kannst du nur wieder „wegschicken“. Ansonsten sind sie therapieresistent.)

Primärgefühle sind klar und authentisch. Kurz und knackig. Kommen und gehen wieder. Es kann wehtun. Aber dann ist es auch wieder gut. So wie wir es von kleinen Kindern kennen. Ein kurzes Gewitter und dann ist die Luft wieder rein. Und das Spiel kann weitergehen.

Sekundärgefühle sind klebrig und zäh. Sie hängen an uns und können uns das Leben zur Hölle machen. Sie kommen aus dem Verstand und hängen dort fest. Werden immer wieder reproduziert. Haben eigentlich nichts mit der gegenwärtigen Realität zu tun, hängen sich aber gerne an was Aktuelles ran und machen alles dadurch unerträglich. Diese gefühlte Verstandesquälerei kann uns regelrecht zur Verzweiflung bringen.

Um unsere Innere Fülle zu spüren, brauchen wir wieder den Kontakt zu unserem ureigenen Fühlen. Genau das, was wir alle einmal hatten, als wir noch Kinder waren. Leider ist da bei vielen von uns einiges im Laufe unseres Lebens mit all seinen Dramen und Traumen auf der Strecke geblieben. Abgespalten. Gekappt. Gut geschützt und versteckt im tiefsten Keller unseres Unterbewußtseins.

Wenn du deine Innere Fülle wirklich fühlen willst, dann fang an, dein wahres Fühlen wieder zu befreien.
Stück für Stück. Peu à peu. Möglichkeiten gibt es wie Sand am Meer im 
aktuellen Therapiedschungel.

Während ich mit dem Blogbeitrag beschäftigt war, kam mir plötzlich noch die Inspiration für eine neue Massageöl-Komposition, als Unterstützung für diesen ganzen Prozeß der „Inneren-Fülle-Findung“ und zur Wiederöffnung der rückwärtigen Herzchakra-Tür:
Es besteht aus dem herrlich riechenden Nachtkerzen-Rose Öl von Primavera als Basis und dazu kommen dann ein paar Tropfen der Bachblüten-Lebensblüte (diese wird individuell ausgetestet) und die Rubin-Essenz von LTOE. Die Mischung wird dann auf grüner Seide (Farbe des Herzchakras) mit der OM-Stimmgabel eingeschwungen auf 136,10Hz . Diese Frequenz hilft uns aus der Enge der Angst heraus und führt uns in die Weite der Herzensliebe und in das tiefe Vertrauen zu uns Selbst. Bin gespannt – wenn das Öl gut kommt, nehmen wir es ins Programm:    Roll on „Feel Your Feelings – Feel Your Self“  

Wir können mental sehr spirituell und sehr bewußt daherkommen, aber solange wir uns nicht wirklich spüren und uns Selbst nicht fühlbar wahrnehmen können, ist alles fast eine Form der Selbstverarschung, denn alles Bewußtsein kann uns auf dieser mentalen Ebene keine grundlegende Veränderung bringen.

Du kannst denken, daß du die Innere Fülle fühlst, weil sie dir bewußt ist. Aber solange du sie nicht wirklich fühlend wahrnehmen kannst, wirst du dich nicht wirklich erfüllt fühlen können und bist weiterhin auf die äußere Fülle angewiesen, um dich irgendwie gut zu fühlen.

An dieser Stelle möchte ich euch noch kurz das Groschenrutsch-Prinzip vorstellen:

Sicherlich ist dir des öfteren schon mal aufgefallen, daß du, obwohl dir Dinge vollkommen bewußt waren, du sie aber trotzdem nicht so leben konntest, wie du eigentlich dachtest, daß es möglich wäre. Irgendwie hat die „Umsetzung“ nicht funktioniert.
Und dann gab es vielleicht Momente, während du z.B. etwas Inspirierendes gelesen hast, als es auf einmal „klick“ machte – der „Groschen rutschte“, wie man so schön sagt – und auf einmal hast du etwas  b e g r i f f e n ! Etwas ist in dir „eine Etage tiefer gerutscht“. Und dieses „Eine-Etage-tiefer-Rutschen“ ist immer verbunden mit einer inneren emotionalen Bewegung. Auf einmal hast du vielleicht Tränen in den Augen und ums Herz wird dir ganz leicht. Du kannst, das mental Erfahrene auf einmal tief in dir spüren!

Und durch diese FÜHLEN wird es nun manifestiert.
Und jetzt kannst du es auch leben.
Wichtig ist also immer, daß „der Groschen rutscht“.
Denn erst wenn der Groschen rutscht, spielt die Musik !!!

Stell dir einfach eine Jukebox vor. Du schmeißt lauter Groschen rein, aber sie bleiben „oben“ hängen. Es passiert einfach nichts. Und obwohl irgendwann alles voller Groschen ist, bleibt die Musikbox trotzdem still. Du wunderst dich, warum nichts kommt. Aber die Groschen hängen einfach irgendwo fest.
Übertragen bedeutet es, dein „Kopf“ wird immer „dicker“. Du wirst immer kopflastiger. Weißt eigentlich schon alles. Aber es steckt fest und du kannst es nicht umsetzen. Dein Leben verändert sich einfach nicht so, wie du es dir eigentlich schon lange „im Kopf“ bewußt ist.

All das, was dir auf mentaler Ebene schon so lange bewußt ist, muß rutschen. Von der mentalen Ebene in die emotionale Ebene.
Damit es sich in deinem Leben manifestieren kann und du endlich auch all DAS in dir Bewußte leben kannst. Und alles, was du dazu brauchst, ist lediglich dein Fühlen.

Also, wenn ihr euch immer noch wundert, warum es trotz „The Secret“ und all den 1000 anderen Selbsthilfebücher noch nicht geklappt hat, euch in die äußere Fülle zu bringen und alle Geldsorgen ad acta zu legen, dann wißt ihr nun wieso 😉

Erinnert euch an die hermetischen Gesetze. In unserem Fall geht es um das Prinzip der Analogien/das Prinzip der Entsprechungen :

wie oben – so unten, wie unten – so oben.
wie innen – so außen, wie außen – so innen.
wie im großen – so im kleinen.

„Für alles, was es auf der Welt gibt, gibt es auf jeder Ebene des Daseins eine Entsprechung. Du kannst daher das Große im Kleinen und das Kleine im Großen erkennen. Wie du innerlich bist, so erlebst du deine Außenwelt. Umgekehrt ist die Außenwelt dein Spiegel. Wenn du dich veränderst, verändert sich alles um dich herum.“

Also bleibt der äußeren Fülle doch gar nichts anderes übrig, als sich in eurem Leben zu manifestieren, sobald ihr die Innere Fülle in euch gefunden und genommen habt !

Und hier noch ein kleiner Abschluß-Tipp:
Ab dem Moment, wo ihr euren Zugang zur Inneren Fülle gefunden habt, sucht diesen so oft wie möglich auf und „verliert euch“ darin. Und dann badet in diesen Gefühlen, für die es keine Worte gibt. Imprägniert sie in jeder Faser eures Seins. Verstandesprägungen sind seht hartnäckig. Aber unser wahres Fühlen kann sie auflösen, denn  „Steter Tropfen höhlt den Stein“.

Genießt die sonnige Wärme der nächsten Tage

Rita

Und wem das noch nicht genügt, der bekommt’s auch noch in „green“ :

BE HAPPY … BE HAPPY … ist das nicht ein super Ohrwurm DON’T WORRY … BE  HAPPY … BE HAPPY … H A P P Y 

Quellen:
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IA – Inspirationen

Seit mir bewußt geworden ist, wieviel Einfluß ich auf mein Wohlergehen auf allen Ebenen habe, wenn ich mich gut um meine Chakren kümmere, habe ich es mir zur Gewohnheit gemacht, sie regelmäßig zu hegen und zu pflegen.

Dieser Tage nun hatte ich in der Früh den Impuls, meine Chakren einfach einmal nur zu tönen, anstatt wie sonst auf der inneren Ebene mein morgendliches „Wellnessprogramm“ durchzuziehen, um mich gut für den Tag zu „stimmen“. Und das Badezimmer mit seiner Akustik schien mir dafür der perfekt geeignete Ort.

Ich tönte also durch meine Chakren und das fühlte sich so gut an, daß ich am nächsten Morgen ganz beschwingt unter der Dusche gleich wieder loslegte …

… und dann kamen mir plötzlich während des Tönens interessante Inspirationen, die ich heute gerne mit euch teilen möchte.

Doch zunächst einmal möchte ich für alle, die sich noch nichts darunter vorstellen können, das Prozedere des Chakren-Tönens erklären:

Du fängst beim Wurzelchakra (liegt zwischen Anus und Genitalien) an. Stellst dir vor, du öffnest das „Tor“ ganz weit und imaginierst dir die Farbe  ROT. Dann tönst du ein UUUUU.
(Und wenn du es ganz genau nehmen willst, dann kannst du dieses U in C-Dur tönen)

Das machst du, solange du Lust hast. Dabei stellst du dir vor, daß aus deinen Fußsohlen Wurzeln in die Erde wachsen und du dich dadurch supergut erdest. Das Wurzelchakra ist die Basis von allem. Ohne Wurzeln keine Flügel. Ohne gute Erdung ist kein wirklich integriertes spirituelles Wachstum möglich. Die Krone eines Baumes kann nur soweit in den Himmel wachsen, wie die Wurzeln ihn fest in der Erde verankern.
Wenn dein Wurzelchakra offen und „gut gestimmt“ ist, dann fühlst du dich sicher und geborgen in deinem Körper und auf diese Erde.

Als nächstes gehst du dann zu deinem Sacralchakra (liegt etwa eine Handbreit unter dem Nabel). Wieder das „Tor“ öffnen und ORANGE imaginieren. Und dann ein OOOOO tönen – ein langes, geschlossenes o wie bei Mond.
(Das kann in D-Dur sein, du kannst aber auch ganz wild und hemmungslos die Tonleiter rauf und runter jagen).

Wie der Name schon sagt, handelt es sich hier um unser „heiliges“ Chakra. Hier sitzt unsere Schöpferkraft, die uns mit der Schöpferkraft des Universums – mit der Quelle-von-allem-was-ist – verbindet. Und LUST ist hier das Zauberwort. (for more lest euch den 11.Tag der Rauhnächte wieder durch)
Wenn dein Sacralchakra offen und „gut gestimmt“ ist, fühlst du dich sinnlich und voller Lebenslust und Lebensfreude.

Dann kommt das Solarplexuschakra (liegt auf dem Solarplexus) an die Reihe. „Tor“ öffnen und  GELB  imaginieren. Hier tönen wir auch ein OOOOO, aber es ist ein kurzes, offenes O wie bei Sonne.
(E-Dur oder was auch immer sich gerade gut anfühlt)

Geht es diesem Chakra gut, dann fühlen wir uns erwachsen, kraftvoll, und handlungsfähig, mit einem guten Selbstwertgefühl und gesunder Willenskraft.
Wenn dein Solarplexuschakra offen und „gut gestimmt“ ist, dann weißt du genau, was du willst.

Nun begeben wir uns ins Herzchakra (liegt in der Mitte der Brust). „Tor“ öffnen und GRÜN imaginieren. Und dann ein herzhaftes AAAAA tönen.
(In F-Dur oder auch mal eine schöne Melodie trällern.)

Unser Herzchakra nimmt eine ganz besondere Stellung ein, denn es ist die Verbindung zwischen den weltlichen und den spirituellen Ebenen, zwischen uns als Mensch und uns als Seele. Wenn du wirklich „heil“ werden willst, dann kommst du an der Öffnung deines Herzchakras nicht vorbei. Bedingungslose Liebe für alles was ist – vor allem für dich selbst !
Wenn dein Herzchakra offen und „gut gestimmt“ ist, kannst du frei Liebe geben und annehmen.

Und jetzt zum Halschakra (liegt auf dem Kehlkopf). Wie immer als erstes das „Tor“ weit öffnen und dann ein wunderschönes TÜRKISBLAU imaginieren. Der Ton dieses Chakras ist ein EEEEE.
(G-Dur oder was gerade so kommt)

Hier geht es um unsere Wahrhaftigkeit und um unseren wahren Selbstausdruck. Stehe ich zu mir und meinen Gefühlen und getraue mich diese zum Ausdruck zu bringen, oder eiere ich andauernd rum und versuche, es allen Recht zu machen? Oder mache ich mir sogar andauernd selbst was vor und stecke in Selbstlüge und Selbstverarschung fest? Wenn wir unsere Wahrheit zum Ausdruck bringen (ohne sie den anderen aufs Auge drücken zu wollen), ermächtigen wir uns selbst. Und wahre Macht haben wir, wenn wir uns sicher genug fühlen, auch unsere Verletzlichkeit zum Ausdruck zu bringen.
Denke immer daran: DU fühlst, was DU fühlst !!! Egal, was der Rest der Welt behauptet !
Wenn dein Halschakra offen und „gut gestimmt“ ist, bringst du dich selbst klar zum Ausdruck.

Unsere vorletzte Etappe ist das Stirnchakra (liegt zwischen den Augenbrauen). Wir öffnen das „Tor“, imaginieren ein sattes VIOLETT. Und tönen ein i i i i i .
(A-Dur oder was auch immer gerade da ist)

Willkommen im „Dritten Auge“- im „Tor zur Seele“. Hier ist unsere Intuition zuhause und hier empfangen wir durch sie die Führung der Seele. Intuition basiert auf unseren persönlichen Gefühlen und nicht auf unseren Gedanken. Intuition ist wie ein Muskel – wenn sie nicht gebraucht wird, verkümmert sie.
Wenn dein Stirnchakra offen und „gut gestimmt“ ist, bist du intuitiv, vertraust deiner inneren Führung und kannst gut im Hier und Jetzt sein.

And now – zu unserem Krönchen. Das Kronenchakra (liegt über dem Scheitel).  Wir öffnen das „Tor“ und imaginieren  ein strahlendes weiß-goldenes Licht. Und nun haben wir zwei Möglichkeiten: wir können mit geschlossenen Lippen entweder ein MMMMM tönen oder aber, wie es meisten gemacht wird, ein OM.
(H-dur oder was auch immer)

Unser Kronenchakra verbindet uns mit der Quelle-von-allem-was-ist, mit der heiligen Schöpferkraft. Hier kannst du mit deinen inneren Augen wieder in das Baumbild des Wurzelchakras gehen. Und wie dich dort die Wurzeln mit der Erde verbinden, so verbinden dich hier die Äste, die wie Wurzeln in den Himmel wachsen, mit der Quelle. Je besser du geerdet bist und Energie von Mutter Erde bekommst, umso besser ist dein Kronenchakra ausbalanciert. Wie oben schon erwähnt: wenn wir spirituell wachsen wollen, ist es wichtig tief und fest in der Erde verwurzelt zu sein.
Wenn dein Kronenchakra offen und „gut gestimmt“ ist, bist du mit dem göttlichen Universum verbunden.

So, jetzt wißt ihr, wie man die Chakren tönen kann und nun können wir uns endlich den Inspirationen widmen, die mich da beim Tönen unter der Dusche ereilt haben :

Als ich beim Kronenchakra angelangt war und hingebungsvoll mein OM schmetterte, fiel mir was auf :

Das OM besteht aus dem O und dem M. Das sind 2 Silben. Und nicht nur eine wie bei den anderen Chakren. Und das O ist der Ton des Sacralchakras und das M der Ton des Kronenchakra.
Aha, dachte ich da, wenn wir das OM tönen, dann verbinden wir also unser heiliges Chakra  mit der „Quelle“.  Genial !!!
Wir bringen also durch das OM  „Himmel und Hölle“ zusammen. (Erinnert euch – der Unterleib war und ist für die meisten Religionen die böse (Lust-)Hölle – siehe  Rauhnächte 11.Tag)
Ich war auf Anhieb total begeistert von dieser Erkenntnis und in Zukunft werde ich meine OMs bedeutend lustvoller tönen können.

Einmal angefixt, fing ich nun an weiter rumzuspinnen und reihte die Töne der Chakren wild und hemmungslos aneinander.

Spannend wurde es  beim Herzchakra. Hier tönen wir ein AVerbinde ich nun das Wurzelchakra U mit dem Herzchakra, kommt ein UA dabei raus.
Probiers mal aus … UUUUAAAAA … na, wie fühlt sich das an? Da kommt Kraft auf … wir richten uns auf … UUUAAA macht der mutige Löwe … und UUUAAA macht der größe, starke Bär.
Genial ! Brauchst du also etwas Power oder hast du Angst vor irgendwas, dann töne ein UUUUAAAA und das starke Gefühl folgt ad hoc !

Nun brachte ich das i des Stirnchakra mit dem A des Herzchakra zusammen. Unsere große Sehnsucht ist ja, Herz und Verstand zusammenzubringen. Doch wie oft laufen wir rum und sind mental völlig übersteuert. Unser Verstand dreht mal wieder am Rad und der Kontrolletti ist auf 180. Wir sind voll identifiziert mit irgendwelchen selbstzerstörerischen Gedanken und kommen nicht mehr runter.

OK, dachte ich, was wäre, wenn wir in solchen Momenten einfach mal anfangen ein  iiiiiAAAAA  zu tönen ? Ich probierte es aus und auf einmal mußte ich lachen. Erinnert euch das an was? Welches Tier macht iiiAAA ? Genauuuu – der Esel ;-))))))

Wieder genial ! Mit dem iA hole ich „mich runter“. Ich zeige meinem überdrehten, mich an den Rand bringenden und alles immer so furchtbar ernst nehmenden Verstand damit die Narrenkappe und töne laut : iiiiiiAaaaa – „du kannst mich mal“ !!!
Also tönte ich nun grinsend einige iiiiAAAs. Doch auf einmal hörte sich das iiiAAA gar nicht mehr flapsig/eselig an, sondern es verband sich zu einem langgezogenen iiiiiiiijjjaaaaa, das sich dann anhörte wie ein JJJAAAA.
JA!  das große Zauberwort, um uns aus den Klauen des Verstandes zu befreien und uns mitten in unser Herz zu katapultieren : iiiii(j)aaaaaa !

Und dann fand ich noch was Schönes :
Das M des Kronenchakras und das A des Herzchakras:
MMMAAA MMMAAA MMMAAA MMMAAA 
Mama 😉

Als mir dann  so  langsam die einfachen Möglichkeiten ausgingen, dachte ich, es wäre doch eigentlich fantastisch Herzchakra, Wurzelchakra und  Kronenchakra zu verbinden.
Und landete prompt beim bekannten  AUM –  
das ja auch von vielen im Kronenchakra  getönt wird.
Aber auch folgende Variante eignet sich super zum tönen und singen: MMMAAAMMMUUU MMMUUUMMMAAA

Und die OMA sollten wir auch noch erwähnen:
Sacralchkra + Kronenchakra + Herzchakra = OOOOMMMMAAA

Falls ihr nun Lust bekommen habt, auch mal etwas rumzu-experimentieren, laßt euch von eurer inneren Stimme leiten. Stimmt euch auf die entsprechenden Töne und die dazugehörigen Chakren ein und dann laßt alles Nachdenken los und laßt kommen, was kommt. Eine lustige Melodie vielleicht, oder ein Grabgesang oder auch gar keine Melodie. Die innere Stimme weiß genau, was sie gerade braucht.

Interessant ist auch zu beobachten, wie unsere Stimme unsere Stimmung wiederspiegelt bzw. den Zustand unserer Chakren. Manchmal kommt direkt ein lauter und kräftiger Ton, und manchmal zuerst einmal ein sehr leiser, kraftloser oder krächzender Ton.

Wichtig ! Wenn ihr bei einem Chakra merkt, „da ist ja heute total tote Hose – ich bekomme ja kaum einen Ton heraus“, tönt trotzdem erst mal ganz zart weiter und beobachtet, was sich verändert.

Und noch was Spannendes konnte ich beim Tönen im Solarplexuschakra beobachten, an einem Morgen, wo ich so durch den Wind war, daß ich mich absolut für nichts entscheiden konnte, was total nervig war:
Es fühlte sich an, als ob sich das getönte OOOOO nur in den rechten „Raum“ ausbreitet und der linke „Raum“ irgendwie leer blieb. Ich habe dann bewußt eine zeitlang in den linken „Raum“ getönt und dann fühlte es sich wieder ausgeglichen an. Und ich wußte wieder, was ich wirklich will !

Ob ihr diese lustigen Alltags-Inspirationen nun ernst nehmen wollt oder auch nicht – das überlasse ich euch   😉

Fröhlich-buntes Tönen in dieser kalten-grauen Zeit

Rita

…und wenn ihr recht fleißig übt, dann könnt ihr vielleicht auch mal so begnadet ober-tönen (*) wie Natascha Nikeprelevic :

(*) Sobald ihr die einzelnen Chakratöne gut drauf habt, fangt einfach mal an sie aneinanderzureihen
U   o   O   A   E   I   M      U  o  O  A  E  I  M    U o O A I M
immer enger aneinander, bis sie irgendwann ineinander
übergehen   UoOAEIM 

Irgendwann kommen die Obertöne …

PS:  Da habe ich doch tatsächlich das MU (vom Kronenchakra ins Wurzelchakra) vergessen ! Ich hatte es schon auf dem Schirm, aber dann ist es mir doch tatsächlich wieder entfallen  🙁
Dank dir, liebe Roswitha, daß du mich wieder daran erinnert hast !!!
Es ist toll zu tönen und holt uns schnell wieder auf den Boden der Realität zurück, wenn wir mal wieder zu sehr in anderen Dimensionen unterwegs sind :
MMMMMMMMMMUUUUUUUUUUU  

PSPS : Der „verrückte“ Wassermann hat mir heute morgen noch was ganz Nettes eingeflüstert. Als ich – mal wieder – tönend unter der Dusche stand und meine Chakren durch hatte, kam auf einmal ein kräftiges   MMMMiiiiAAAAUUUUMMMMiiiiAAAAUUUU … MMMMiiiiAAAAUUUU 

… und nachdem ich dieses eine Zeitlang getönt hatte, wurde aus dem MiAU  auf einmal ein MMMMiiiioooo MMMMiiiiooooMMMMiiiioooo 

Und dann auf einmal trällerte ich :
MiAU … Miooo … ICH BIN so frooooooooh 

Probiert’s mal aus, fühlt sich super an !

Quellen :

www.chakren.net
Von dieser sehr informativen Website stammen auch die wunderschönen Chakren-Bilder !!!

Marie Manuchehri : Praxisbuch der Chakra-Heilung

www.unsplash.com
www.pixabay.com

Ach wie gut, daß niemand weiß, daß ich Rumpelstilzchen heiß . . .

Über Dämonen und innere Götter

Alles, was wir verstecken, halten wir aufrecht.
Alles, was wir verdrängen, halten wir aufrecht.
Alles, was wir nicht ansehen wollen, halten wir aufrecht.
Alles, was wir nicht an uns heranlassen wollen, halten wir aufrecht.

Die meisten von euch kennen wohl die Geschichte vom „Rumpelstilzchen“. Sobald es mit seinem richtigen Namen benannt wurde, war der Spuk vorbei, war seine Macht gebrochen, konnte es keinen Schaden mehr anrichten.
Und so läuft es auch mit unseren „inneren Dämonen“.
Solange wir auf der Flucht vor ihnen sind, rennen sie uns hinterher, sitzen sie uns im Nacken und quälen uns, wann immer sich eine gute Gelegenheit bietet.
Bleiben wir jedoch stehen – trotz all unserer Ängste -, drehen uns um, schauen sie an, und nennen sie beim Namen, ist ihre Macht gebrochen.

Daß an diesem Satz was dran ist, konnten wir vor kurzem in einer Aufstellung sehr gut beobachten :

Es ging dabei um einen „Sucht-Dämon“. Wir stellten den „Dämon“ auf und eine Stellvertreterin für die Person, um die es ging. Die Stellvertreterin drehte sich sofort um und lief weg. Der „Dämon“, der sich riesengroß fühlte, grinste hämisch übers ganze Gesicht und folgte ihr. Sie spürte dabei ein unangenehmes Kribbeln im Nacken. Sie versuchte dem „Dämon“ zu entkommen, aber er blieb ihr grinsend und überheblich auf den Fersen.

Dann machten wir eine Intervention und stellten die beiden sich gegenüber. In dem Moment, als die Person ihren „Dämon“ anschaute, ohne auch nur ein Wort zu sagen, verschwand das Grinsen und der „Dämon“ begann leicht zu schrumpfen. Als sie ihm dann mutig in die Augen schaute und sagte: „Ich schaue dich an – du bist mein „Suchtdämon“. Ich anerkenne nun, daß ich XY-süchtig bin“, schrumpfte der „Dämon“ vollends und wurde ganz friedlich  . . .
(Fortsetzung weiter unten)

Ein Grund, warum innere „Dämonen“ entstehen können, sind meiner Ansicht nach, unerfüllte Bedürfnisse aus der Kindheit. Tief in uns fehlt was, ist ein „Loch“. Und dieses „Loch“ fühlt sich schrecklich an und macht uns Angst. Wir suchen dann nach etwas, was es füllen kann, damit wir die Bedürftigkeit nicht mehr fühlen müssen. Dafür erschaffen wir uns Ersatz-Befriedigungen, am besten noch mit „Wegbeam-Garantie“.
Alle Ersatzbefriedigungen können uns jedoch auf Dauer in der Tiefe niemals befriedigen. Und nicht nur das. Wir brauchen immer mehr und mehr davon. Und irgendwann geht es nicht mehr ohne.
Und hier kommt der „Sucht-Dämon“ ins Spiel.
Er muß dafür sorgen, daß immer genügend „Stoff“ vorhanden ist, das „Loch“ zu füllen. Denn wenn es zu leer wird, besteht die Gefahr, daß der damit verbundene Schmerz für uns spürbar wird.
Der „Sucht-Dämon“ ist vielleicht der verbreitetste „Dämon“ in all seinen unendlichen Facetten. Von der alltäglichen Handy-, Internet-, Fernseh-Sucht, über die gesellschaftlich hochangesehene Arbeitssucht hin zur beliebten Gesellschaftsdroge Alkohol; von der Freß-Sucht, der Kaffee- und Tabak-Sucht, über die Spiel-Sucht und Sex-Sucht zum „Rübe-zukiffen“ bis zur illegalen oder ärztlich verordneten Drogen- und Tablettensucht, um nur mal die geläufigsten zu nennen. Wir treiben uns fast alle irgendwo in diesem weiten Spektrum herum und leiden (bzw. unser Umfeld leidet) mal mehr oder mal weniger darunter.

Mach mal einen Test :

Wie lange kannst du ohne deinen „Stoff“, ohne dein Ablenkungsmanöver leben ? Wie lange geht es dir ohne deinen „Lochfüller“ gut ?
Solange du jederzeit – auch in Zeiten großen Stresses – auch supergut leben kannst ohne deinen „XY-Suchtfaktor“, kannst du beruhigt sein – der „Sucht-Dämon“ hat dich nicht in seinen Klauen.

Du bist noch ein freier Mensch ! Gratulation !

Merkst du jedoch, daß du um so mehr „Ablenkung“ brauchst, je mehr Stress da ist ? Oder fällt dir auf, daß du unausstehlich wirst, daß du aggro oder auch depri wirst, solltest du nicht rechtzeitig deine spezielle „Ablenkung“, in welcher Form auch immer, bekommen ? Daß es dir einfach beschissen geht und du dich nur noch danach sehnst, dich mit irgendetwas abzulenken, zu betäuben ?

Dann wird es höchste Zeit, daß du deine Freiheit wiedererlangst !

Doch wie erreichen wir unsere Freiheit wieder?
Indem wir uns zuallererst unserer „Sucht“ stellen und dazu stehen. Dann hat sie keine Macht mehr über uns. Erinnern wir uns an die Zauberformel in allen Suchtgruppen :
Aufstehen, sich der Gruppe zuwenden und sagen :
„Ich heiße XY und ich bin XY-süchtig“.
Damit ist der „Dämon“ geoutet und im Rampenlicht, löst er sich auf, wie ein Vampir im ersten Sonnenstrahl – oder wie das Rumpelstilzchen im Feuer. Und der Weg wird frei, die nächsten Schritte in Richtung Heilung zu gehen …

Andere „Dämonen“ könnten durch emotionale Verletzungen entstehen, die bislang keine Heilung gefunden haben.
Es gibt eine emotionale Wunde. Und die tut höllisch weh, sobald etwas sie auch nur annähernd tangiert. Hier kommt der „Leibwächter-Dämon“ ins Spiel. Er bewacht das verwundete Areal und sobald sich ihm jemand nähert, schlägt „er“ um sich – wie auch immer. Mit Worten, mit Taten, durch Schweigen, durch Rückzug. Hauptsache es verletzt den anderen und ich brauche meine eigene Verletzung nicht zu spüren.

Dieser „Dämon“ versteht es oft meisterhaft, mir einzuflüstern, daß ICH das arme Opfer sei und es alle nur auf mich abgesehen hätten und ich mich dadurch legitimiert fühle, „um mich zu schlagen“.
Mit einer solchen Wahnvorstellung identifiziert, tun und sagen wird dann Dinge, die wir niemals tun und niemals sagen würden, wären wir wirklich wir Selbst. Denn sie sind zutiefst verletzend für den anderen.
Geht es uns schlecht, und schaffen wir es nicht, bei uns zu bleiben, weil wir die Wahrheit, warum es uns wirklich schlecht geht, weder aushalten noch anschauen wollen/können, kommt dieser Dämon , macht uns völlig betriebsblind und fängt an im Außen für uns nach Schuldigen zu suchen.
Und diese werden dann zu Tätern gemacht. Ihnen wird die Schuld für unser Leiden in die Schuhe geschoben, damit wir uns als Opfer fühlen können. So ist der Fokus völlig weg vom eigentlichen Problem, das wir nicht anschauen wollen, dem wir uns in dem Moment vielleicht nicht gewachsen bzw. ausgeliefert fühlen und wir können uns unendlich an der Projektionsfläche ausagieren.

„Dämonenmodus“ und „Dämonenstrategien“

Mit „Dämonen“ ist auch schlecht reden…

Sobald dir bewußt wird, daß jemand im „Dämonenmodus“ läuft (das kannst du, abgesehen vom verletzend-aggressiven Tonfall auch gut an den Augen sehen), dann laß ihn reden. Denn es redet der „Dämon“ im anderen. Und dieser will sich auskotzen und verletzen. Und er wird natürlich versuchen, an einem „wunden Punkt“ bei dir anzudocken. Gehst du auf ihn ein, dann hast du verloren. Der „Dämon“ will einfach nur um sich schlagen. Und der „Dämon“ hat immer recht. Egal was du sagst, er dreht dir die Wörter im Mund herum. Hör mal genau hin, wenn der „Dämon“ (aus einer anderen Person oder auch in dir) redet. Es ist meist unsäglich was da kommt. Du zweifelst an deinem Verstand bzw. am Verstand des anderen, so absurd ist alles. Oftmals weißt du, wenn der oder die andere wieder „bei sich selbst ist“, hat all das Gesagte keine Relevanz und es tut ihm oder ihr oft leid, so gewütet zu haben. Der „Dämon“ jedoch sucht Futter. Will sich nähren. Sobald er einen wunden Punkt trifft, hat er dich und nährt sich an deinem Leid – wenn du ihm auf den Leim gehst und negativ auf ihn reagierst.
Auch kannst du davon ausgehen, daß der „Dämon“ alles, wirklich alles an dir abreagieren wird, was ihn zum „Dämon“ gemacht hat, selbst wenn das überhaupt nichts mit dir zu tun hat. Du kriegst es ab – wenn du es zuläßt.

Hier ein paar bewährte „Dämonenstrategien“, wenn du merkst, daß ein „Dämon“ sich durch eine andere Person an dir ausagieren möchte:

Ist es dir möglich zu gehen, dann wende dich sofort ab und laß ihn einfach stehen. Sag: „Mit DIR (sprich innerlich den Dämon an) will ich jetzt nicht reden! Komm DU (sprich jetzt innerlich die Person an) wieder, wenn du wieder bei DIR Selbst bist! Dann bin ich gerne für dich da und höre dir zu!
Und wenn das, aus welchen Gründen auch immer, nicht geht, geh auf nichts ein, was er dir um die Ohren knallt. Geh auf keinen Fall in Resonanz! Denn sobald du in Resonanz gehst, hat er dich und macht dich fertig. Laß ihn einfach sein und reagiere nicht auf ihn. Laß alles, was er von sich gibt, einfach durch dich hindurchfließen, ohne anzuhaften.
Und sei sehr achtsam, besonders bei seinen Versuchen, deine wunden Punkte anzutatschen und zu triggern. Wenn du bewußt genug bist, dann kannst du spüren, wenn er in deren Nähe kommt. Reagiere nicht darauf ! Wenn „der Dämon“ merkt, daß er bei dir nicht andocken kann, geht ihm schnell die Luft aus.

Die Kehrseite der Dämonen

Fliegen wir nun ein Stück höher mit unserem Bewußtsein und betrachten die „Dämonen-Thematik“ einmal aus der Adlerperspektive .

Da wir uns auf dem Planeten Erde befinden, der, wie wir alle wissen, ein Planet der Dualität ist, hat auch die ganze Dämonengeschichte eine Kehrseite .

In einem Buch über Ken Wilber, den Gründer des „Integral Institute“, fand ich etwas geschrieben, das meine ursprüngliche Meinung über die „bösen Dämonen“ völlig auf den Kopf gestellt hat :

„Der Daemon ist in der altgriechischen Mythologie ein „Innerer Gott“, ein innerer Führer, auch Genius oder Jinn genannt, der synonym auch als mein Schicksal, mein Glück betrachtet werden kann. Der Daemon hat aber auch eine erschreckende Seite:

Hört man nicht auf ihn, verändert er sich in einen Dämon, einen bösen Geist und die göttlichen Energien und Talente schlagen um in selbstzerstörerische Aktivitäten.

Wird er erkannt und folgt man ihm, dann ist er tatsächlich ein innerer Führer…“

Und auch ein Satz von Bert Hellinger kam mir wieder in den Sinn:

„Das Böse ist das nicht geehrte Gute.“

Diese Aussagen brachten mich nun ziemlich ins Nachdenken. Böser Dämon – guter Daemon? Mein Verstand kam etwas ins Rotieren …

Gehen wir an diesem Punkt zunächst nochmal zurück zu unserer „Sucht-Dämonen-Aufstellung“, die noch weiterging und uns einen interessanten Einblick in diese Thematik gegeben hat :

. . . Wir widmeten uns anschließend der Problematik, die sich hinter dem „Dämon“ versteckte. Also dem Punkt, dem das Weglaufen eigentlich gegolten hat, und re-integrierten ihn.
Zum Abschluß stellten wir dann „Dämon“ und Person sich wieder gegenüber, worauf etwas völlig Unerwartetes geschah:
Die Person dankte dem „Dämon“ (wie man das halt so tut in Aufstellungen)
und sollte ihn „entlassen“, weil wir dachten, sein Sinn und Zweck ist jetzt erfüllt, weil das, was ewig nicht angeschaut werden konnte oder wollte, ja nun wieder integriert war.
Aber der „Dämon“ wollte gar nicht gehen. Er schaute ganz erwartungsvoll, liebevoll und dienend auf die Person.
Wir kamen uns vor wie in einem Märchen aus „1001 Nacht“ – so in der Art, „Was kann ich jetzt für dich tun – du bist mein Meister und ich diene dir“.
WOW ! das fühlte sich toll an!
Also haben wir dem, wieder zum Daemon – also zum helfenden Jinn gewordenen Dämonen, nun ganz bewußt einen neuen Aufgabenbereich zugesprochen und beide waren glücklich und zufrieden.

Ratter…ratter…ratter machte da mein Verstand… sehr interessant… Aber warum machen dann alle Jagd auf „böse Dämonen“, obwohl sie doch eigentlich ganz nett  sind ?

Hmmm . . . stellen wir uns doch mal folgendes Szenario vor:

Es gibt ein Trauma (wann, wie und wodurch auch immer) und dieses Trauma hinterläßt eine tiefe emotionale Wunde in mir. Und diese tut  sauweh, wenn nur jemand oder etwas in deren Nähe kommt. Es braucht nun erst einmal einen „Wundschutz“, damit ich einigermaßen gut überleben kann. Für diesen „Wundschutz“ wird mir von der Seelenebene ein „Leibwächter-Daemon“ (also ein guter Jinn) zur Verfügung gestellt. Er hat nun die Aufgabe, mich solange vor einer Konfrontation mit diesem Schmerz zu schützen, bis ich „groß und stark“ genug geworden bin, mich ihr zuzuwenden.
Sobald ich dann erwachsen geworden bin und es an der Zeit wäre, diese „Wunde“ anzuschauen, wird der Daemon – also mein innerer Führer – aktiv und versucht mir zu helfen, mich dieser Wunde zu nähern, sie anzuschauen und zu heilen.
Er konfrontiert mich nun immer mal wieder mit Ereignissen, die diese Wunde triggern. Doch anstatt mich, wie bislang, abzuschirmen, tritt er nun zur Seite, damit ich eine Chance habe, sie (wieder) zu erkennen.
Ich jedoch ignoriere – ganz gleich ob trotzig, ängstlich, resigniert oder gleichgültig – diese Gelegenheiten und kiffe mir lieber die Rübe zu oder beame mich sonstwie weg. Und so wird irgendwann dann aus dem lieben helfenden Jinn der böse Dämon.
Dieser Dämon nährt sich nun von meinen Süchten, die mir dazu dienen, mich immer wieder wegzubeamen. Und jedes Mal, wenn ich mir wieder die „Kanne gebe“, labt er sich an dem Leid, das ich mir und eventuell auch meinem Umfeld verschaffe. Und er verlangt immer mehr… immer mehr… immer mehr …
Sollte ich dabei nicht irgendwann in meiner selbstzerstörerischen Ignoranz draufgehen, kann theoretisch etwas Wundervolles passieren.

Denn es gibt da ein Phänomen. Wir Menschen brauchen das Leiden, um ins Tun zu kommen. Solange es uns noch einigermaßen passabel geht und wir noch irgendwie über die Runden kommen, haben wir gar keine Lust, großartig etwas zu verändern, geschweige denn „an uns zu arbeiten“. Doch je größer unser Leid wird, desto mehr steigt unsere Bereitschaft, alles, wirklich ALLES zu tun, damit es uns wieder besser geht – egal, was der Verstand nun dazu sagt. Wir können uns dann auf einmal auf Dinge einlassen, die vorher jenseits unserer Vorstellungen waren.

Da wir nicht auf unseren „guten Daemon“ gehört haben, als er uns aufforderte, unsere Wunde anzuschauen und uns um sie zu kümmern, als die Zeit reif war, wieder heil zu werden, und wir uns lieber wegbeamten, mußte er zum „bösen Dämon“ werden. Und dieser bedient sich nun unserer Sucht, die ja unsere Flucht ist und treibt alles auf die Spitze, bis unser System zusammenbricht – im Innen und im Außen. Nun haben wir die Möglichkeit dahinzusiechen und zu sterben und so automatisch wieder in unser SEELEN-SELBST einzugehen oder „aufzuwachen“ und ins eigenverantwortliche Tun zu kommen, um uns auf den Weg zu uns SELBST zu machen und endlich heil zu werden.

Und so kann es dann tatsächlich schon mal vorkommen, daß aus einst erzkonservativen, verkopften, verkoksten und burn-outeten Bankern auf einmal begnadete Schamanen werden.

Rüdiger Dahlke schreibt :

„Sucht hat mit Suche zu tun und in der Tiefe jeder Sucht finden sich Hinweise auf fehlgeschlagene Versuche, den eigenen Lebensweg zu finden.

Und im Buch von Ken Wilber steht noch ein interessanter Satz:

„Menschen, die einen inneren Gott / einen Daemon in sich tragen, sind genial in ihrer Arbeit.“

Der wieder zum „Daemon“ gewordene „Dämon“ führt uns also letztendlich nicht nur wieder zu uns Selbst, sondern auch  zu unserer wahren Berufung !

Aber das kann natürlich nur mit UNSEREM EIGENEN „Dämon“ passieren !

Doch nicht selten kommt es auch vor, daß wir uns „dämonische Fremdenergien“ an die Backe hexen. Und diese müssen RAUS aus unserem Energiesystem !!! So schnell wie möglich. Diese tragen kein Heilpotential für uns in sich. Ganz im Gegenteil. Sie vereiteln, wo sie nur können, unsere Anstrengungen, glücklich und gesund zu werden. Sie sind eine der größten Therapieblockaden und beherbergen ein sehr SELBST-zerstörerisches Potential in sich. Sie müssen unbedingt wieder dahin zurück, wo sie hingehören. Denn nur dort können sie wieder zum „Daemon“ switchen.
(Ahaa – hier ist also doch „Dämonenjagd“ angesagt 😉

Deshalb ist es bei aller „Dämonenarbeit“ IMMER sehr wichtig, als allererstes herauszufinden, ob es ein eigener oder ein fremder ist.

Das geht sehr effektiv und einfach mit einer Aufstellung:

Als erstes macht man Zettel mit allen Personen, die einem spontan in den Sinn kommen, von denen er stammen könnte – einschließlich natürlich auch einen für euch selbst (!!!).
Auf jeden Fall sollten immer dabei sein: Vater/Mutter/Geschwister /männliche Linie/weibliche Linie (Bei fremd-dämonischen Besetzungen handelt es sich sehr oft um abgespaltene traumatische Energien, die aus dem eigenen Familiensystem übernommen sind) / Partner/ Kinder …

Eine Person steht nun für die „dämonische Energie“ und die andere steht – ohne zu wissen für wen – nach und nach für alle Personen, die auf den, vorher zusammengefalteten, Zetteln stehen. So vermeidet man am einfachsten irgendwelche Voreingenommenheiten. Dann spüren beide Stellvertreter hin, bei welchem Zettel sie in Resonanz gehen.
Ist die Person gefunden, läßt der „Besetzte“ die Fremd-Energie in der Aufstellung energetisch zu ihr zurückfließen.
In den meisten Fällen merken die „Besetzten“ sofort eine Veränderung ihres Gemütszustandes und eine enorme Erleichterung, sobald dies vollzogen ist und sie von der Fremdenergie frei geworden sind.
(Wichtig: Solche Aufstellungen bitte nicht mal so just for fun nebenbei machen. Es geht hier um mächtige, wichtige Energien, die eine sicheres, einfühlsames und klares Handling brauchen)

Fakt ist :

Fremd-Energien können nicht in uns therapiert werden.

Fremd-Energien können nicht in uns geheilt werden.

Fremd-Energien MÜSSEN dorthin zurück, wo sie hingehören, nur dann können wir wirklich heil werden.

Also – immer wenn ihr das Gefühl habt :

  • „da stimmt etwas nicht mit mir“

  • „egal was ich tue, es wirkt nichts richtig“

  • völlig schräg drauf zu sein, d.h. in schrecklichen Gefühlen festzuhängen, obwohl eigentlich alles „in Budda“ ist

dann denkt einfach mal an diese – für den Verstand mit Sicherheit etwas suspekte – Möglichkeit.

Doch nun wieder zurück zu unserem ureigenen „Daemonen-Dämon“.
Wenn wir den Mut haben, unserem „Dämon“ ins Auge zu schauen, und ihn zu benennen, dann kann er also wieder zum „Daemon“ werden, zum guten Jinn, der uns an die Hand nimmt und uns auf unserem Weg zu uns SELBST begleitet – und auf dem Weg zu unserer wahren Berufung!

Da, wo wir am wenigsten hinschauen wollen, weil dort etwas ist, was uns Angst macht, da liegen oftmals die größten Schätze für uns.
So war es schon immer und so wird es – wohl oder übel – auch bleiben.

Also, euch allen viel Mut bei der Schatzsuche !

Best wishes

aus dem

Ministerium

für innerdämonische Angelegenheiten

Rita

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Kein Bock mehr auf (Männer-)Drama und die Sehnsucht der Frauen

Dieser Blogbeitrag war eine lange Geburt für mich. Angefangen hatte ich damit eigentlich schon im Juni, gleich nach dem letzten. Doch im Juli hat meine ältere Schwester, nach langer Krankheit, diese Erde verlassen und im Zuge dessen, was nun alles zu regeln war, tauchte ich die nächsten Monate in das Leben meiner Schwester ein und statt „Männer-Drama“ gab es eine Abschiedsrede.

Der Impuls zu diesem Blogbeitrag kam mir damals, nachdem ich von allen Seiten immer wieder denselben Frauenfrust über „nichterwachsene“ Männer zu hören bekam.

Angefangen bei Mädels, die noch am Anfang ihrer Partnerschaftslaufbahn stehen und null Bock haben auf diese „kleinen Jungs“, die in ihrer Freizeit nichts besseres im Sinn haben, als Saufen, Fußball und Computerspiele und im Grunde nur auf der Suche nach einem Mutti-Ersatz sind.

Dann die partnerschaftserprobten Frauen, die meist schon eine Ehe hinter sich haben, und deren Kinder mittlerweile erwachsen sind, und die ganz oft – in Ermangelung eines passenden SELBST-bewußten Mannes – überhaupt keinen Bock haben, sich einen „bedürftigen“ Mann an die Backe zu hexen und lieber,

mit einem traurigen Auge und einem lachenden Auge, ihre Freiheit genießen und sich endlich einmal nur um sich selbst kümmern

Und dazwischen Mütter, die das Gefühl haben, sich nicht nur um ihre Kinder kümmern zu müssen, sondern auch um ihre Partner – Männer, die auf der einen Seite sehr erfolgreich ihre Jobs rocken, doch wenn es um Familienalltag geht, immer mal wieder in (pubertäre) Trotzzustände wegrutschen. Vor allem dann, wenn sie sich im täglichen Alltagsstress zuhause überfordert fühlen. Die dann (meist völlig unbewußt) in kindliche Bedürftigkeit wegrutschen und in die Angst, daß ihre Bedürfnisse zu kurz kommen könnten. Und im Zuge dessen dann trotzig- aggressiv ihr „Spielen“ und ihre „Auszeit“ einfordern – wie auch immer das aussehen mag.

Damals dachte ich, eigentlich ist doch alles klar: das Problem sind zum einen die bedürftigen Männer, die einfach nicht erwachsen werden wollen. Und zum anderen wir Frauen, die das Spielchen mitspielen, indem wir immer immer noch zuviel falsche Rücksicht auf sie nehmen.

In den letzten Tagen jedoch ist mir dann auf einmal klar geworden, daß es so einfach gar nicht ist und sich dahinter eine viel tiefere und bedeutend komplexere Problematik verbirgt.

Uns allen steckt das jahrtausendealte Patriarchat noch in den Knochen.

Eigentlich sind die Zeiten der reinen patriarchalen Vorherrschaft des Männlichen ja vorbei. Die Menschheit ist ganz ganz ganz langsam auf dem Weg, eine notwendige Balance zwischen dem Männlichen und dem Weiblichen auf dieser Erde zu finden. Doch das wird nur gelingen können, wenn wir das tief in unseren Genen manifestierte, antiquierte „Mann-Frau-Bild“ bewußt auflösen, loslassen und durch neue Visionen und Verhaltensweisen ersetzen.

Für uns Frauen ist das, auf den ersten Blick, einfacher, denn wir haben etwas zu gewinnen. Endlich dürfen auch wir uns beruflich und auch anderweitig selbstverwirklichen. Nicht mehr nur Heim und Herd und Kinder und Männer versorgen.

Für die Männer dagegen ist es gar nicht so einfach. Sie haben ordentlich was zu verlieren. Denn sie waren jahrhundertelang die absoluten Herren im Haus und ebenso im gesellschaftlichen Leben. Sie konnten jederzeit tun und lassen, was sie wollten, und ihre Ehefrauen mußten ihnen widerspruchslos gehorchen und ihnen zu Diensten sein. Sie hatten Privilegien ohne Ende. Und wer gibt schon gerne freiwillig seine Privilegien auf ?
(Das würde uns Frauen doch auch nicht viel anders gehen, wären wir heute an ihrer Stelle 😉

Wie der Zufall es so wollte, hat mich, während ich hier munter am Schreiben war, ein sehr interessanter Spielfilm zu diesem Thema gefunden:

„Die göttliche Ordnung“(Schweiz 2017) .

Er spielt 1971 in einem Bergdorf und es geht um das Frauenwahlrecht und die erwachende Frauenbewegung. Da gibt es eine tolle Szene: Die Familie sitzt am Frühstückstisch und einer der Söhne sagt zur Mutter: „Ich will Milch ! “ Und die Mutter greift schon nach seinem Glas, um sie ihm wie gewohnt zu holen, als ihr einfällt, daß sie, angesteckt vom Geist der Frauenbewegung, ja eigentlich da was verändern will. Und so sagt sie zu ihm: „Du weißt, wo die Milch steht!“ Und darauf antwortet er – sichtlich entsetzt : „Aber ich bin doch ein Junge !!!“

Früher gab es einfach diese strikte Trennung. Der Mann hatte die Aufgabe, das Geld heranzuschaffen, um die Familie materiell zu versorgen, und die Frau hatte sich um Haushalt und Kinder zu kümmern. Der Mann war der Chef und die Frau mußte ihm gehorchen.

Noch zu meiner Kinderzeit war das so krass. Meine Mutter durfte in den 70er Jahren nicht arbeiten gehen, obwohl sie das gerne getan hätte, als wir Kinder größer wurden. Meinem Vater wäre das oberpeinlich gewesen. Dann hätten die Leute im Dorf gedacht, er würde nicht genug verdienen. Und auf der anderen Seite war es für ihn unvorstellbar, „Frauenkram“ zu machen. Was hätten die Kumpels da gesagt !  „Weichei !“

Auch heute kann man immer noch beobachten, daß manche Männer es unter ihrer Würde finden, einen Putzlappen in die Hand zu nehmen. Da wird dann ganz verächtlich gesagt: “ Das ist Frauenkram! “ Sie sind ja schon zu vielem bereit, aber wenn es um solch „niedere“ Dinge geht wie (Klo-) Putzen u.ä., geht ihnen das dann doch zu weit. Das ist definitiv unter ihrer Würde !!!

Frauen stehen heutzutage ihren „Mann“ im Beruf und so sollten – ausgleichend – die Männer nun zuhause genauso ihre „Frau“ stehen. Das wäre großartig!

Warum gibt es hier so viel Widerstand von Seiten vieler Männer ?

Hausarbeit und Kinderbetreuung haben keinen „Wert“ in diesem Gesellschafts-system. Nur was Geld bringt, ist was wert. Frauen waren früher ja eigentlich in den meisten Fällen nur bessere Dienstmägde. Sie bekamen ihr Haushaltsgeld und ihre Anweisungen vom Herr des Hauses und hatten stillschweigend zu gehorchen. Der Mann fühlte sich als Krönung der Schöpfung. Und die Frau war dazu da, ihm untertan zu sein. Frauen waren einfach weniger wert als Männer, und Frauenarbeit war entsprechend „niedere“ Arbeit und deshalb absolut unter der Würde der Männer.

Tief im Innern empfinden es viele Männer – ob bewußt oder unbewußt- auch heute noch als totale Degradierung, „Frauenarbeit“ tun zu sollen. Jahrtausendelang haben Frauen ihren Dreck weggemacht und hinter ihnen aufgeräumt, wieso soll das heute anders sein. Auch wenn heutzutage schon viele „moderne“ Männer ganz anders damit umgehen können und mittlerweile voller Freude Hausmänner sind – wenn es kritisch wird, schlagen auch bei ihnen manchmal doch die patriarchal-genetischen Prägungen durch. Vor allem wenn die Kumpels ohne Family ins Spiel kommen und sie locken.

Wie sonst ist es zu erklären, daß Väter auch heutzutage noch eiskalt auf ihrer „Auszeit“ und ihren „Freiraum“ bestehen, selbst wenn sie sehen, daß zuhause im alltäglichen Kinderchaos mal wieder „Alarmstufe rot“ herrscht und die Frau am Limit ist?

Für uns Frauen ist das unverständlich. Wir halten durch. Immer. Irgendwie. Das liegt tief in unseren Genen. Denn so war es seit Jahrtausenden. Frauen mußten immer schauen, wie sie zuhause mit Haushalt und Kindern klar kamen. Mit oder ohne Geld. Für sie gab es keine Auszeit. Mütter mußten Tag und Nacht präsent sein. Der Mann ging arbeiten, kam nach Hause und hatte dann frei. Wurde zuhause nach Strich und Faden bedient. Ging in die Kneipe oder zum Sport.

Könnte es nicht sein, daß genau in solchen Momenten, wenn zuhause total der Punk abgeht, der Mann sein „modernes Bewußtsein“ verliert? Er hält den Stress nicht mehr aus und sein System kippt in einen trotzigen „Kindchen-Modus“ oder in einen herrischen „Ich kann machen, was ich will, du hast mir nix zu sagen“-Modus. Und dann nimmt der Mann sich das, was er meint zu brauchen, genauso wie Männer es jahrtausendelang gewohnt waren. Es liegt ihm einfach in den Genen, er kann dann in dieser Situation nicht anders, es ist wie ein Selbstläufer. Kommt er wieder „zu sich“, dann tut es ihm oftmals sogar leid, so gehandelt zu haben.

Schön und gut, Verständnis hin, Verständnis her, trotzdem kann es so nicht weitergehen!

The times have changed !!!

Entweder es gibt irgendwann wirklich eine Neue Ordnung oder wir eiern endlos weiter so rum. Wir wollen Gleichberechtigung! Auf allen Ebenen! Nicht nur im Beruf! Und auch dort ist es heute, erschreckenderweise, immer noch nicht überall selbstverständlich, daß Frauen den gleichen Lohn für gleiche Arbeit bekommen wie Männer !!!

Tatsache ist, daß der Mann heutzutage in den allermeisten Fällen nicht mehr alleine verantwortlich ist für die materielle Sicherheit der Familie, sondern diesbezüglich von der mitverdienenden Frau entlastet wird. Somit sind „Verantwortungskapazitäten“ bei ihm frei geworden.

Und diese frei gewordenen „Verantwortungskapazitäten“ sollten nun – gerechterweise – dem ehemaligen „Alleinversorgungsbereich“ der Frau zur Verfügung gestellt werden, um sie im häuslichen Alltag zu entlasten. Dies wiederum verhilft ihr zu mehr Kapazitäten für ihr berufliches Wirken.

Bei den jüngeren Generationen klappt das alles schon ganz gut. Und solange noch keine Kinder da sind, ist es noch recht einfach.

Ein dringend notwendiger Schritt, um wirklich eine Neue Ordnung gesellschaftlich zu etablieren, wäre, dem alten weiblichen Wirkungsbereich „Heim, Herd und Kinder“ eine ganz neue Wertigkeit zu geben. Das würde es für die Männer auch attraktiver machen.

Wieviel leichter ist es doch morgens, aus dem Haus zu gehen, sich den ganzen Tag voll auf seinen Job konzentrieren zu können, und abends heim ins gemachte Nest zu kommen und dort gut versorgt zu werden. Und dazu noch Geld zu verdienen. Das fühlt sich gut an! Ich habe etwas geleistet und als Anerkennung bekomme ich Geld und Ansehen.

Und wie sieht die andere Seite aus ? Da bist du Tag und Nacht eingespannt in den alltäglichen Wahnsinn zu Hause. Ohne Pause geht der Punk ab. Immer das Gleiche. Aufräumen. Chaos. Wäsche waschen. Einkaufen. Kochen. Spülen. Putzen. Aufräumen. Und dazwischen die Kinder versorgen und bei Laune halten. Du wirst nie fertig !!! Kaum hast du aufgeräumt, ist schon wieder Chaos. Kaum hast du etwas Leckeres gekocht, türmen sich die Geschirrberge.

Was ist mit der gesellschaftlichen Anerkennung für diese „Sisyphusarbeit“, die sich um die Grundbedürfnisse der Menschheit kümmert ???

Wenn du genug Geld hast, engagierst du dir dafür einfach eine Dienstmagd und ein Kindermädchen. Doch es kann keine wirkliche Lösung sein, das „Lästige“ und gesellschaftlich als minderwertig Angesehene an andere zu deligieren. Das geht eh nur, wenn du reich bist, und das ist nun mal nicht die Regel. Und hilft uns auch definitiv nicht weiter, dem weiblichen Wirkungsbereich eine neue Wertigkeit zugeben und eine kollektive Neuordnung der Geschlechterrollen zu finden.

(Achtung! Nichts in den falschen Hals kriegen. Ich überzeichne gerade alles etwas. Unsere Kinder sind nicht lästig, sondern das Highlight überhaupt, kochen ist was ganz Tolles, und manchmal macht es sogar Spaß, ein Klo zu putzen 😉

Aber wie und wo finden wir einen Lösungsansatz ? Ich spinne einfach mal noch ein bischen weiter rum . . . 

Da gibt es noch dieses Phänomen, daß viele Männer nicht wirklich erwachsen werden wollen. Diese ewigen „Jungs“, die mit 30 oder gar 40 noch „spielen“, wie mit 20! Als hätten sie Angst, den Sprung ins Erwachsensein endgültig zu tun!

Das war früher nicht so. Aus meiner Generation habe ich das so krass nicht in Erinnerung.

Vielleicht hat das ja was mit dieser ganzen Rollenverschiebung zu tun. Die jungen Frauen wollen heute in erster Instanz eine gute Ausbildung, einen guten Job und vielleicht Karriere machen. Das wollen die Männer natürlich auch – wie schon immer. Diese Frauen sind heute aber nicht mehr auf gutverdienende Männer angewiesen – sie verdienen ihr Geld selbst. Diese Frauen haben ein ganz anderes Selbstbewußtsein wie die Frauen früher, deren Fokus hauptsächlich auf Familie und Kinder ausgerichtet war, und die dafür einen Ehemann mit Geld und Ansehen wollten.

Das heißt für die Männer von heute: Mit einem tollen Job, Geld und Ansehen können sie lange nicht mehr so gut „punkten“ wie in früheren Zeiten. Sie sind nicht mehr die „Kings“ – die Krönung der Schöpfung. Alles was ihnen früher gedient hat, eine Frau zu beeindrucken, haben die Frauen heute schon selbst.

Hmmm ………

Vielleicht ist dieses – außerhalb des beruflichen Umfeldes – zelebrierte „trotzig pubertäre Verhalten“ und die damit verbundene unbewußte Weigerung, erwachsen zu werden, nichts anderes als ein verzweifelter Ausdruck, nicht mehr klarzukommen. Sich nicht mehr zurechtzufinden in seiner Rolle.
Früher war alles einfach: ich Mann – Job und Geld , du Frau – Haus und Kind.
Und heute : ich Mann – Job, Geld , du Frau – Job und Geld.
Vielleicht sind es aber auch einfach nur trotzige Jungs, die langsam aber sicher (unbewußt) registrieren, daß man ihnen etwas weggenommen hat :
Ihr Krönchen mit allen daraus resultierenden Privilegien.

Nun stehen Generationen von Männern da und müssen sich selbst neu erfinden. Eine große Herausforderung. Die zu meistern letztlich nur möglich sein wird, wenn der Mann bereit ist, seine genetisch vererbte Pascha-Rolle inclusive aller Privilegien loszulassen und er keine bedürftigen inneren Kindanteile mehr in sich trägt. Also auch bereit ist, an sich selbst zu arbeiten, emotional erwachsen zu werden und zuhause im Alltag seinen Teil der Fürsorgeverantwortung voll und ganz zu übernehmen.

Fürsorgeverantwortung erfordert weibliche Energie. Aber die steht auch den Männern zur Verfügung, genauso wie uns Frauen männliche Energie zur Verfügung steht, wenn wir einen Job rocken. Diese männliche Energie zu entwickeln, fällt uns Frauen mal wieder leichter, weil die Leistungsgesellschaft genau das verlangt. Die weibliche Energie in sich zu entwickeln, ist für die meisten Männer eine große Herausforderung, eine große Überwindung. Empfindsame, sensible Männer hatten es in der patriarchalen Gesellschaft immer sehr schwer. Wurden verspottet, lächerlich gemacht. Das sitzt alles sehr tief. Es würde nun darum gehen, den Männern zu helfen, ihre weibliche Seite zu entwickeln. WIE? Na, wir Frauen müssen den Männern ganz einfach klar machen, daß empfindsame, gefühlvolle Männer VIEL attraktiver sind, als coole Macho-Typen!

Alanis Morissette :  Loblied auf den verletzlichen Mann
„…du bist der mutigste Mann, den ich je getroffen habe…..du bist der sexieste Mann mit dem ich je zusammen war …“

Im Berufsleben wird ein Mann normalerweise nicht mit irgendwelchen emotionalen Ebenen konfrontiert. Da regiert der Verstand. Da ist es leicht für ihn, „seinen Mann zu stehen“ und voll in die Verantwortung zu gehen.

Zuhause dagegen, vor allem wenn kleine Kinder da sind, die versorgt werden müssen, werden diese emotionalen Ebenen schnell mal getriggert. Kleine Kinder sind bedürftig und brauchen Fürsorge. Tragen wir nun einen sehr bedürftigen, „ungestillten“ Inneren Kindanteil in uns, wird dieser früher oder später innerhalb des familiären Umfeldes auf sich aufmerksam machen.

Das zeigt sich dann, indem wir jammern (eher die Frauen) oder indem wir aggro werden und trotzig unseren Freiraum, unsere Auszeit fordern, um unsere vermeintlichen Bedürfnisse zu befriedigen (eher die Männer).

Trotz gehört übrigens immer zu einem nicht integrierten Kindanteil . Wenn ich erwachsen bin, dann brauche ich nicht mehr trotzig zu sein, denn ich bin jetzt handlungsfähig und nicht mehr abhängig vom goodwill der Eltern.

In früheren Zeiten haben sich die Männer einfach nicht verantwortlich gefühlt für das, was zuhause abging. Sie erteilten zwar Befehle und ihre Frauen und Kinder mußten widerspruchslos gehorchen, doch verantwortlich für das Wohlergehen der Familie und den reibungslosen Ablauf im Haushalt waren die Frauen. Und mit diesem ganzen Frauenkram wollte der Mann nichts zu tun haben.

Aus diesem eingefleischten alten Muster heraus geben Männer zuhause heute immer noch so gerne die Verantwortung an die Frauen ab und reihen sich lieber in den Kinderreigen ein nach dem Motto: „Mama mach!“
(Ist euch schon mal aufgefallen daß manche Männer irgendwann ihre Partnerinnen mit „Mama/Mutti“ ansprechen?)

Und die „Mama“ macht weiter … bis zum umfallen! Zum Glück ist sie vollgepumpt mit Östrogenen, was sie bis zu den Wechseljahren im Fürsorgemodus bei der Stange hält.

Warum sind wir Frauen heutzutage eigentlich immer noch so schnell bereit, uns den Teil der Fürsorgeverantwortung, der eigentlich den Vätern zustehen würde, auch noch aufzuladen?

Klar, wir sind irgendwann genervt, uns andauernd über denselben Mist auseinanderzusetzen, und machen dann entnervt lieber gleich alles selbst. Aber die Frage ist doch auch hier, wie stark uns Frauen die antiquierte Rolle noch in den Knochen sitzt. Wir erwarten heute zwar etwas anderes von den Männern, aber wenn es nicht von ihnen kommt, schultern wir doch wieder alles alleine. Wie schon immer. Wie gewohnt.

Es macht uns zwar wütend, doch des lieben Friedens willens unterdrücken wir diese Wut sehr oft. Und viele Frauen werden mit der Zeit einfach traurig und resignieren: „Hat ja doch alles keinen Zweck“. Und ertragen ihr Schicksal, wie es ihre Mütter, Großmütter und Urgroßmütter immer schon getan haben.

Und wenn gar nichts mehr geht, verfallen wir manchmal einfach nur noch in Selbstmitleid und jammern herum in der Hoffnung dadurch endlich die Unterstützung zu bekommen, die wir bräuchten.

Doch nichts von alledem bringt irgendwem irgendetwas ! Am allerwenigsten das selbstmitleidige „Rumgejammere“. Denn damit schießen wir uns selbst gnadenlos in einen „Kindchen-Modus“ – und damit in ein ohnmächtiges Opferverhalten. An diesem Punkt angelangt, haben wir das Gefühl, nur noch eine Instanz im Außen kann uns retten. Unsere große Hoffnung ist natürlich, daß der Mann jetzt in die Pötte kommt, das Ruder an sich reißt und uns endlich entlastet. Doch leider passiert in vielen Fällen genau das Gegenteil! Der „bedürftige“ Mann hält die nun „bedürftige“ Frau nicht aus und flüchtet. Zieht sich entweder trotzig nach innen zurück oder haut ab zu den Kumpels in die Kneipe.

Hier trifft ein überforderter bedürftiger innerer Kindanteil auf einen anderen überforderten bedürftigen inneren Kindanteil Und wenn beide in diesem bedürftigen „Inneren Kind-Modus“ gelandet sind, fällt es sehr schwer, lösungsorientiert zu bleiben. Je nach Trotz-Grad will man dann nur noch um sich schlagen.

Männer mit bedürftigen inneren Kindanteilen sind in der Regel besser dran als Frauen mit bedürftigen inneren Kindanteilen, denn für diese Männer gibt es jede Menge Frauen, die sie betüdeln wollen – zumindest mal eine zeitlang 😉

Frauen müssen ihre „Bedürftigkeit“ viel stärker unterdrücken, da die meisten Männer nicht unbedingt über „weibliche Kümmer-Antennen“ verfügen, an denen die Frauen andocken könnten, sondern sich lieber schnell aus dem Staub machen.

Eine wirklich erfüllende Partnerschaft kann aber auf Dauer nur gelingen, wenn beide emotional erwachsen geworden sind. Weder ist die Frau zuständig für das bedürftige Innere Kind des Mannes, noch ist der Mann zuständig für das bedürftige Innere Kind der Frau. Hier haben wir das Fatale an der ganzen Sache. Wir projizieren unsere unerfüllten Bedürfnisse unbewußt auf unsere Partnerin bzw. unseren Partner und erwarten dort Verhaltensweisen, mit denen diese/r natürlich völllig überfordert ist. Denn kindliche Bedürftigkeit hat nichts in einer Partnerschaft verloren und kann auch dort niemals befriedigt werden.

Aber auch die eigenen Eltern sind, sobald wir erwachsen sind, nicht mehr zuständig für unsere bedürftigen inneren Kindanteile, anders gesagt, nicht mehr verantwortlich für unser Wohlergehen. Dieser Zug ist längst abgefahren.

In Familienaufstellungen kann man diese Dynamik immer wieder gut beobachten : Solange wir als „erwachsene Kinder“ immer noch erwartungsvoll den Eltern zugewandt stehen in der Hoffnung, vielleicht doch noch das zu bekommen, was wir als Kinder nicht von ihnen bekommen haben, bleiben wir im Kindermodus. Der heilsame Schritt wäre, zu den Eltern – mit Blick auf ihr Schicksal – zu sagen:

„Lieber Papa, liebe Mama ich nehme jetzt dankbar alles, was ihr mir gegeben habt, alles was ihr mir geben konntet und nicht geben konntet im Anbetracht eures Schicksals – und den Rest mach ich jetzt selbst“

Und dann drehe ich mich um. Schaue auf mein Leben. Schaue auf meinen Partner, meine Partnerin. Schaue auf meine Kinder. Und mit den Eltern und den Ahnenlinien in meinem Rücken verbunden, gehe ich ganz in mein Leben hinein. Schaue nicht mehr verlangend und erwartend nach hinten. Sondern gehe weiter und werde mit jedem Schritt größer und größer und stehe letzendlich als Erwachsene/r vor meinem Partner, meine Partnerin und vor meinen Kindern.

Und alles, was mir noch fehlt, das gebe ich mir jetzt selbst. Was bedeutet, daß ich mich endlich um mein bedürftiges (verletztes) Inneres Kind kümmere. Wie auch immer. Der Möglichkeiten gibt es unendlich viele im Therapiedschungel der heutigen Zeit. Da ist für jeden etwas dabei. ICH allein bin nun die zuständige Instanz für meine Bedürftigkeit. Nicht mehr meine Eltern. Nicht mehr meine Partnerin, nicht mehr mein Partner. Und auch nicht mein Guru 😉

Indem ich die Verantwortung für alles übernehme, was ich mit meinen Eltern erlebt habe (oder noch erlebe), vollziehe ich den Schritt in die volle Eigenverantwortung für mich und mein Wohlergehen.Das bringt mich in die erwachsene Tatkraft (zurück), das macht mich (wieder) handlungsfähig mit dem Gefühl, meinem alltäglichen „Wahnsinn“ voll gewachsen zu sein.

Kein (falschen) Erwartungen mehr – keine Enttäuschungen mehr. Und kein trotziges Inneres Kindchen mehr, das „um sich schlägt“ – wie auch immer.

Vertiefen wir die Verantwortungsthematik noch ein wenig.

Männer und Frauen müssen heutzutage BEIDE außerhalb des Hauses in ihrem Beruf Verantwortung übernehmen. Und genauso sollte es nun auch Zuhause sein, daß Männer endlich ihren Teil der „Fürsorgeverantwortung“ ohne Murren übernehmen.

Fakt ist: Wenn ich mich einmal für Familie und Kinder entschieden habe, dann gibt es eigentlich keine „Auszeit“ mehr – bis meine Kinder erwachsen sind. Ich bin in der Verantwortung für ihr Wohlergehen – 24 Stunden am Tag.
(Was nicht bedeutet, daß ich auch mal alleine weggehen kann, Urlaub machen darf o.ä. – darum geht es hier nicht. Ich hoffe, ihr versteht das jetzt nicht falsch.)
In der vollen Verantwortung für ein Kind sein, bedeutet, das Wohlergehen des Kindes steht für mich immer vor meinem eigenen Wohlergehen.
(Achtung ! Das soll nun nicht bedeuten,  daß ich mich aufopfere!)
Die Bedürfnisse meines Kindes stehen vor meinen eigenen Bedürfnissen. Denn mein Kind ist auf meine Fürsorge und meinen Schutz angewiesen. Auch wenn ich auf dem Zahnfleisch gehe und am liebsten alles gegen die Wand schmeißen würde, gibt es eine Instanz in mir, die immer weitermachen kann – aber nur, wenn ich ganz in meiner erwachsenen Kraft bin.

Diese Fürsorge-Verantwortung für die Kinder (und den Mann) oblag jahrtausendelang alleine den Frauen. Der Part des Mannes war es im Gegenzug, für die (materielle) Sicherheit der Familie zu sorgen. Doch diese klassische Rollenverteilung ist passé! Viele Männer wollen es leider nur noch nicht so ganz wahrhaben. Ich kann als „moderner“ Mann heutzutage keine Kinder mehr in die Welt setzen und mich an patriarchale Privilegien klammern wie anno dazumal. Das geht immer auf Kosten der Frau und Mutter und letztendlich der Kinder. Was früher normal war, ist einfach rum!

Immer wieder hört man Frauen von ihrer „Sehnsucht nach starken Männern“ reden. Doch solange wir Frauen die Männer zuhause wie Kinder behandeln, werden sie sich weiterhin wie Kinder aufführen. Es wird höchste Zeit, sie wie erwachsene Männer zu behandeln.
Das bedeutet, wir Frauen müssen uns getrauen, die Männer zuhause zu fordern.

– Wie sollen sie erwachsen werden, wenn wir immer und immer wieder auf  sie  falsche Rücksicht nehmen?
– Wie sollen sie erwachsen werden, wenn wir uns immer gleich fürsorglich um ihre bedürftigen inneren Kinder kümmern, anstatt ihnen eigene Heilungs-schritte dafür zuzumuten?
– Wie sollen sie jemals in ihre eigene Fürsorgekraft und -verantwortung kommen, wenn wir uns dauernd alles schönreden, anstatt endlich das einzu-fordern, was uns zusteht und was heutzutage das Selbstverständlichste auf der Welt sein sollte?
– Wie sollen sie ihre Fürsorgeverantwortung nehmen können, wenn wir ihren Teil der Verantwortung nicht endlich loslassen und ihnen einfach vor die Füße legen?

Hier heißt es für uns Frauen, mutig all die alten Vorstellungen und damit verbundenen Ängste aus den Zeiten der patriarchalen Unterdrückung, die uns bewußt oder unbewußt immer noch in den Knochen sitzen, ganz loszulassen.

Leichter gesagt, als getan. So ohne ist das gar nicht !

Vor ein paar Tagen, kurz nachdem ich den Spielfilm „Die göttliche Ordnung“ angeschaut hatte, ist mir das knallhart bewußt geworden. Während ich mit dem Blogbeitrag zugange war, überfiel mich plötzlich eine unerklärliche, merkwürdige Angst. Irgendein Teil in mir wollte unbedingt, daß ich aufhöre zu schreiben! Er wollte, daß ich den ganzen Beitrag lösche! Auf keinen Fall veröffentlichen! Diesem Teil machte all das, was ich hier gerade schreibe, eine irre Angst.
Ich beobachtete das Ganze schockiert und versuchte herauszufinden, was hier mit mir passierte. Und landete prompt im „kollektiven Angst-Pool des Weiblichen“ – von dem meine Generation Frauen einfach noch viel stärker tangiert wird, als die Mädels von heute. 

Dazu fällt mir noch eine bittere Story von früher ein :
Als Kind wollte ich unbedingt pfeifen lernen, so wie die Jungs das alle konnten. Und was bekam ich zu hören : „Mädchen, die pfeifen, und Hühner, die krähen, den soll man bei Zeiten den Hals herum drehen“.

Es ist ja noch gar nicht so lange her, daß wir Frauen den Mund aufmachen, geschweige denn Kritik am Mann üben dürfen, ohne Repressalien seitens der Männer zu erwarten.
Das ist auch heutztage noch ein sehr heikles Thema! Kritisiere mal einen Mann, wenn du dich traust 😉 Die meisten „springen dir gleich ins Gesicht“. Da kommt mit Sicherheit ganz oft – unbewußt – das patriarchale „Untersteht dich! Ich laß mir doch von einer Frau nicht vorschreiben, was ich tun soll!“  durch.

Ein anderer wichtiger Aspekt ist auch, daß wir Frauen immer noch voll auf „Friede, Freude, Eierkuchen“ programmiert sind. Harmonie um jeden Preis. Leider geht die familiäre Scheinharmonie meist auf unser Kosten. Und unseren Kindern brauchen wir auch keine „Happy Family“ vorzuspielen. Kinder sind nicht blöd. Sie haben Antennen bis Timbuktu. Sie spüren, wenn was mit den Eltern nicht stimmt. Sie fühlen mit. Sie gleichen aus. Sie agieren unsere unterdrückte Wut aus. Sie spüren unser Traurigkeit. Unsere Verzweiflung. Unsere Angst.

Wie ging es uns denn als Kinder ? Erinnert ihr euch noch ?
Wir spürten immer, wenn die Kacke am dampfen war. Wenn die Mutter mal wieder sauer auf den Vater war, weil er sich die Kanne gegeben hat, um seinen Frust zu ertränken. Wenn wir auf „Zehenspitzen“ gehen mußten und uns ruhig verhalten sollten, weil er kurz vor dem Explodieren war. Wir spürten es immer. Auch wenn es hieß, „Alles in Ordnung“, und nach außen hin „Happy Familie“ gespielt wurde. Wir spürten es. Und unseren Kindern geht es nicht anders. Egal wie alt sie sind.

Warum machen Frauen das heute immer noch mit? Über Jahre. Immer wieder Wut. Immer wieder Verständnis. Immer wieder falsche Rücksicht nehmen. Immer wieder das Eigene zurückstecken, um den Mann bei Laune zu halten. Viele sagen : “ Letztendlich ist es doch einfacher für mich, wenn ich gute Miene zu allem mache und meine Wut schlucke, als wenn er zu Hause tagelang aggro ist.“

In vielen Frauen steckt auch heute noch Angst vor der aggressiven Reaktion der Männer – ob bewußt oder unbewußt.
Ihr sagt jetzt vielleicht: „So ein Quatsch, ich habe doch keine Angst vor meinem Mann.“ Ihr habt ja auch keine Angst vor eurem Männern. Diese Angst gilt dem, was unbewußt an patriarchalem Herrschaftsverhalten noch in ihnen wirkt und an bestimmten Punkten einfach ausbricht. Fangt mal an zu beobachten und ihr werdet merken, wie subtil da manche Dinge wirken und dazu führen, daß ihr anfangt „rumzueiern“, anstatt klar und bestimmt zu sagen, was ihr von ihnen wollt. Es sind diese plötzlichen, unerwarteten, direkt oder indirekt aggressiven Reaktionen. Es wird zum Glück von Generation zu Generation besser.

Aber noch sind sie da . . .
. . . und es liegt nun an uns Frauen, den Wandel voranzutreiben. Männer werden von sich aus so schnell nicht loslassen, was sie jetzt noch als Privilegien beanspruchen. Wir Frauen sind hier die entscheidende Instanz. WIR müssen unseren Mund aufmachen und sagen, was wir wollen. Sagen, was uns stinkt. Mutig. Entschieden. Selbstbewußt. Kraftvoll. Selbstbestimmt. Es ist unsere Aufgabe, ihnen zu helfen, ein neues Bewußtsein in sich zu entwickeln, was die Rolle des Männlichen und des Weiblichen in dieser Welt angeht.

– Übernehmt endlich Verantwortung für eure bedürftigen Inneren Kinder!
– Wir wollen nicht länger „Mama“ für euch spielen!
– Übernehmt euren Teil der Fürsorgeverantwortung für eure Familien!
– Wir wollen nicht länger falsche Rücksicht nehmen und euer kindisches Verhalten aus-gleichen!
–  Wir wollen Männer an unserer Seite und keine weiteren Kinder!
– Wir wollen euch nicht länger zur Verfügung stehen, damit ihr euren unerlösten Kram an uns ausagiert!
– Wir wollen nicht länger eure abgespaltenen Gefühle in uns fühlen!
– Werdet die Männer, die ihr seid !

Und wir – wir Frauen kümmern uns nun genauso liebevoll wie wir uns schon immer um Kinder, um Männer und weiß der Himmel was noch alles gekümmert haben, auch um unsere verletzten, bedürftigen inneren Kindanteile. Damit auch wir unseren unerlösten Kram nicht länger an euch ausagieren.

Und wenn dann auch noch der Pascha gehen darf, ist der Weg frei in eine gleichberechtigte, erfüllte Partnerschaft.

Mädels, es liegt nun alles in unserer Hand. Wir müssen den Mut aufbringen, uns an den „Abgrund“ zu wagen. Müssen konsequent zu uns stehen. Dürfen keine Angst davor haben, verlassen zu werden, keine Angst haben, alleine zu sein. Denn wie es aussieht, gibt es sonst niemanden, der diese Aufgabe für uns übernehmen kann. Das wurde mir völlig klar, als ich den nachfolgenden Spruch der Cherokee-Indianer entdeckte : 

Die höchste Berufung einer Frau ist es, den Mann zu seiner Seele zu führen, damit er sich mit der Quelle verbinden kann.

Die Höchste Berufung des Mannes ist es, die Frau zu beschützen, damit sie frei und unverletzt auf dieser Erde wandeln kann.

Alles wagen – alles gewinnen.
Laßt uns – jede in ihrem kleinen Universum – trotz aller Ängste damit anfangen und unseren Kinder mutig Vorbild sein.
Ändern wir einfach die Spielregeln !
Wenn nicht JETZT – wann dann ?

Selbst-bewußte Frauen wollen Selbst-bewußte Männer
Selbst-bewußte Männer brauchen Selbst-bewußte Frauen

Dann hat das alte Drama ein Ende und ein neues Spiel kann beginnen.

HAPPY  HALLOWEEN

Rita

 

Gerade kam mir noch die Idee, daß wir viel mehr Chancen haben, solche eingefahrenen Dinge zu verändern, wenn wir es schaffen, alles nicht so furchtbar ernst zu nehmen. Denn je ernster wir etwas nehmen, umso mehr plustert sich unser Verstand auf und macht daraus ein unüberwindbares Riesendrama.
Für unser Herz dagegen ist alles ganz einfach :  
LOVE IS ALL YOU NEED

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Petra Gall

Vom Männlichen im Weiblichen und vom Weiblichen im Männlichen

Woher kommt dein Antrieb, ins Tun zu gehen ?
Aus dem Kopf oder aus dem Bauch ?

Normalerweise ist es wohl eher unser Verstand, der uns antreibt.
„Tu dies, tu das!“ Und wir gehorchen und machen und machen.
Oftmals bis zum Umfallen.
Und wir meinen, das muß so sein: Denn wenn wir unserem Verstand nicht diszipliniert gehorchen, dann machen wir ja gar nichts mehr, sondern faulenzen nur noch und die Welt geht vor die Hunde. Das suggeriert uns zumindest diese nervige Stimme in unserem Kopf.

Aber ist das wirklich so ?

Was passiert, wenn wir – da, wo es möglich ist – einfach mal bewußt abwarten: Auf einen INNEREN Impuls, anstatt zwanghaft den Befehlen unseres Verstandes zu folgen, bevor wir ins Tun gehen ?
Was passiert, wenn wir zulassen, daß der Antrieb von unserer inneren Ebene kommt ?

Ich entschloß mich, es einmal ganz bewußt auszuprobieren:

Als im März das Wetter endlich schön wurde und endlich wieder die Sonne vom Himmel strahlte, fing die Stimme in meinem Kopf an:
„Frühjahrsputz machen…Ausmisten…Garten in Ordnung bringen…Fenster putzen…blablabla…“

Aber ich hatte überhaupt keine Lust dazu, da war null Antrieb in mir.

Und das blieb so. Ich dachte zwar immer wieder mal, jetzt wird es langsam aber höchste Eisenbahn! Aber letztendlich habe ich mich dann ganz bewußt entschieden, daß hier nun DIE Gelegenheit wäre, es sein zu lassen, es auszuhalten (da es sich bei diesen Tätigkeiten ja nun nicht um etwas Lebensnotwendiges handelte) und wirklich einmal abzuwarten, bis ein spürbarer (Lust-) Impuls von Innen kommt.

Diese Erfahrung habe ich schon sehr oft im Laufe meines Lebens gemacht: Wenn ich etwas tue, weil ich denke, ich MUSS es jetzt tun, obwohl es gar nicht wirklich notwendig wäre, hat es mich viel Energie gekostet. Meist ging es nur recht zäh von der Hand. Doch wenn ein Impuls von Innen kam und ich Lust dazu hatte, lief es wie von selbst.

Ich habe also abgewartet. Und abgewartet. Es wurde Ostern und es wurde Mai. Doch in mir war – nichts! Null Bock auf Frühjahrsputz!
Man sah kaum noch aus den Fenstern raus, mein Gartenbeet verwilderte zusehends und schrie nach mir.
Aber ich verspürte immer noch überhaupt keinen Antrieb, diesbezüglich ins Tun zu kommen. Und so blieb ich weiterhin standhaft, auch wenn mein „Jungfrau-„Verstand mich immer mal wieder arg piesackte und habe – mal mehr und mal weniger gelassen – abgewartet und abgewartet.

Und dann auf einmal, nach einem wunderschönen, aber arbeitsreichen Wochenende, als ich mir eigentlich vorgenommen hatte, mich in den nächsten Tagen einfach nur mal so richtig auszuruhen und gar nichts zu tun, ist „die Tür aufgegangen“.
Plötzlich und recht unerwartet bekam ich LUST, einen richtig intensiven Frühjahrsputz zu veranstalten. Bekam ich Lust, Fenster zu putzen – sogar die Kellerfenster. Bekam Lust, im Garten zu arbeiten. Bekam Lust, wild und hemmungslos auszumisten und aufzuräumen.

Und mit dieser Lust kam interessanterweise eine unglaubliche Energie und Tatkraft, obwohl ich mich eigentlich vom Wochenende erschöpft fühlte.

Und so stürzte ich mich hinein ins „Vergnügen“ und es ging mir tatsächlich alles ganz leicht von der Hand und flutschte nur so.
Was nicht heißt, daß ich abends nicht fix und alle war. Aber am nächsten Tag war die volle Power wieder da und es ging weiter.

Der innere Antrieb kommt mit und aus der LUST.
Lust haben, etwas zu tun, bedeutet nicht, daß es dabei immer um Feiern, Urlaub, Sex oder andere tolle Dinge gehen muß…
Wir können auch Lust haben, unser Klo zu putzen.
Wenn der innere Antrieb uns motiviert, dann macht auch das Spaß und bringt Erfüllung.

Das glaubt ihr nicht ?

Dann probiert es doch mal aus !

Setzt euch hin und spürt in euch.
Was ist da ? Gibt es einen inneren Impuls, jetzt gerade etwas zu tun ?
Nicht den Gedanken „ich könnte/müsste jetzt dies und das tun“.
Versucht mal, das zu unterscheiden.
Wenn nichts da ist, dann bleibt einfach sitzen oder liegen und tut erstmal gar nichts. Guckt Löcher in die Luft . . .  und wartet ab . . .

Irgendwann wird ein Impuls von Innen kommen, und diesem Impuls folgt dann ganz bewußt und schaut was passiert.
Sucht euch für diese Übung einen Zeitpunkt, wo genug Zeit und Raum ist, es wirklich in aller Ruhe auszuprobieren – also nicht gerade dann, wenn hungrige Mäuler gestopft werden wollen oder etwas anderes Lebensnotwendiges darauf wartet, getan zu werden.

 

SVADHISTHANA – der „Sitz des Selbst“ – unser 2. Chakra

Hier ist unsere Lebensfreude und unsere Lebenslust zuhause. In ihm drückt sich unser Verlangen als Seele aus, mit dem Leben auf freudige Weise zu interagieren. Es versorgt unseren Ätherkörper und unsern physischen Körper mit Energie.

Wir alle wissen, daß das, was wir mit Lust und Freude tun, uns leicht von der Hand geht. Wie oft denken wir in solchen Momenten : „Hey, das läuft ja gerade wie von selbst“.
Wieso ? Ganz einfach: Der Impuls („Yeah, ich habe jetzt Lust zu….“) kam von der Seelenebene, aus dem Bauch, aus unserem 2. Chakra heraus.

Alles, was wir jedoch meinen tun zu müssen, weil blablabla, ist oftmals mühsam und läuft meist auch nicht so, wie wir es gerne hätten. Hier kommt der Impuls aus den Prägungen unseres Verstandes. Meist basierend auf anerzogenen Glaubensätzen, was wann, wie und wo zu sein hat. Hier versuchen wir häufig mit Gewalt etwas zu tun, was vielleicht jetzt in diesem Moment überhaupt nicht stimmig ist. Und das kostet uns dann eine Menge Zeit und Energie  und nicht immer kommt das dabei heraus, was wir uns vorgestellt hatten.

„Ja aber, es gibt doch eigentlich andauernd Dinge, die ich tun muß und überhaupt keine Lust dazu habe. Eigentlich fast nur, wenn ich so recht überlege.“

Wenn du zu den Menschen gehörst, die das Gefühl haben, ihr Leben besteht nur noch aus Dingen, die man tun muß, dann solltest du vielleicht mal kurz innehalten und Innenschau betreiben.
Denn so ist Leben eigentlich nicht gedacht.

Vielleicht ist auch dein männlicher Pol im Laufe der Zeit einfach zu dominant geworden ist, wie es bei vielen Menschen in unserer Leistungsgesellschaft der Fall ist.

Mach es dir bewußt und verändere es.

ABER WIE ???

Veranschaulichen wir uns diese Problematik doch einfach mal anhand des YIN/YANG – Symbols.

In diesem uralten Symbol findet sich das Geheimnis für ein gesundes, kreatives, entspanntes und erfülltes Leben .
Auf einen einfachen Nenner gebracht, symbolisiert es die Harmonie zwischen den Gegensätzen.

Wir alle wissen, daß eine ausgewogene Balance zwischen Aktivität und Passivität wichtig für den Erhalt unserer Gesundheit und unseres Wohlbefindens ist. Wenn wir nur noch im Tun sind und nicht mehr in die Ruhe und Stille gehen können, fängt unser vegetatives Nerven-system irgendwann an zu rotieren.

Unser „inneres Pendel“, das eigentlich frei von links nach rechts und von rechts wieder nach links schwingen soll, von der Aktivität in die Passivität und von der Passivität wieder in die Aktivität, vom Sympathikus in den Parasympathikus und wieder zurück – also hin und her -, bleibt dann immer öfters im Sympathikus hängen.

Unser System fährt auf Hochtouren. Wir kommen nicht mehr zur Ruhe. Alles in uns rast. Und irgendwann, wenn unsere Energiereserven aufgebraucht sind, weil es keine ausgleichende Regenerationsphasen mehr gibt, bricht unser System einfach zusammen. Und bringt uns, als letzte Rettungsmaßnahme – bevor wir „den Löffel abgeben“ – zurück in die Vagotonie, das heißt in die völlige Passivität.
Und jetzt geht erst mal gar nichts mehr. Das System ist ausgebrannt, weil es keine ausreichenden Erholungsphasen mehr gegeben hat:  Burn-out !

Okay – wichtig ist also eine gesunde Balance zwischen dem weiblichen und dem männlichen Pol, zwischen Passivität und Aktivität, zwischen Nichtstun und Tun, was das YIN/YANG – Zeichen uns ganz offensichtlich vor Augen hält. Unser Körper braucht ausreichend passive Phasen (im Alltag), um zu regenerieren und zu „tanken“. Einmal im Jahr 3 Wochen Urlaub am Stück reicht nicht!  Und tiefe Heilungsprozesse können auch nur in der Vagotonie stattfinden.

Aber wieso kriegen so viele Menschen das nicht mehr hin?

Sehen wir uns zuerst einmal das klassische YIN/YANG-Symbol an:

Wir haben auf der einen Seite das schwarze Yin, den weiblichen Pool, und in diesem eine kleine weiße Yang-Insel aus männlicher Energie.
Und wir haben auf der anderen Seite das weiße Yang, den männlichen Pool, und in diesem eine kleine schwarze Yin-Insel aus weiblicher Energie.

Das schwarze Yin ist : weiblich, dunkel, weich, kalt, passiv
Das weiße Yang ist : männlich, hell, hart, heiß, aktiv

Beide Seiten sind absolut identisch und schmiegen sich regelrecht aneinander. Sie sind in vollkommener Harmonie.

Eine Energie hält die andere in Balance und so schwingen wir, wenn wir im Lot sind, automatisch und selbstverständlich von der Passivität wieder in die Aktivität und von der Aktivität in die Passivität und usw.

Schau dir ein Pendel an: Je stärker der Ausschlag nach der einen Seite, umso stärker geht er auch nach der anderen Seite. Das bedeutet: habe ich mich zu sehr ausgepowert, dann braucht es auch eine dem entsprechend intensive Ruhephase, um das wieder auszugleichen, um wieder in die Mitte zu kommen. In der Mitte brauchen wir am wenigsten Energie. Dort schwingt das Pendel sanft hin und her und wir fühlen uns wohl dabei.

Harmonie ist vollkommene Selbstregulation. Wenn wir es zulassen, und Mitschwingen, geschieht Gesundsein wie von selbst.

Doch leider klappt das alles oft nicht mehr so ganz, da vielen das Gespür für ihr Wohlbefinden abhanden gekommen ist und sie sich hauptsächlich von ihrem Verstand steuern lassen. Und der Verstand besteht nun mal auf Leistung, Leistung und nochmals Leistung !

Um die Sache noch etwas verständlicher zu machen schauen, wir uns nun das von uns entworfene YIN/YANG-Symbol an :

Wir haben hier die weibliche Seite (Gefühle), symbolisiert durch das Wasser und die männliche Seite (Verstand), symbolisiert durch das Feuer. Im Wasser gibt es eine kleine Feuer-Insel und im Feuer eine kleine Wasser-Insel.

Wenn das Weibliche (die kleine Wasser-Insel) im großen männlichen Feuer-Pol nicht blockiert ist, kommt der Antrieb, etwas zu tun, von Innen heraus aus diesem kleinen weiblichen Wasser-Pool. Wir spüren Lust etwas zu tun und da wir im Einklang mit uns SELBST und unseren Gefühlen sind, läuft alles wie geschmiert.

Diese kleine Wasser-Insel verhindert, daß wir „ausbrennen“. Durch sie spüren wir in all unserem Tun sofort, wenn wir eine Erholungspause brauchen. Wir spüren, wenn wir zu viel arbeiten. Wir fühlen unsere Grenzen, hören rechtzeitig auf und gönnen uns eine Erholungspause.
Ist das Weibliche im männlichen Pol jedoch aus irgendeinem Grund blockiert, dann schaffen wir uns „zu Tode“ und spüren nicht mehr, wann es zu viel für uns wird. Wir haben kein Gefühl mehr für unsere Grenzen und unser Verstand treibt uns zu immer mehr Leistung an, ohne Rücksicht auf unser Befinden.

Außerdem hilft es – besonders den Männern – bei diversen Aktivitäten, mehr mit Feingefühl und Intuition zu agieren, anstatt mit einem oftmals komplizierten „Hauruck“.

Wenn das Männliche (die kleine Feuer-Insel) im großen weiblichen Wasser-Pool aktiv ist, dann brauchen wir – besonders als Frauen – keine Angst zu haben, uns in unseren Gefühlen zu verlieren und dadurch nicht mehr handlungsfähig zu sein. Sie hilft dabei, uns immer wieder abzugrenzen und bei UNS SELBST zu bleiben, wenn wir uns wieder einmal zu verlieren drohen in der Hingabe an die Welt da draußen. Sie hilft uns dort Grenzen zu setzen, wo es nötig ist.

Wenn das Männliche im Weiblichen sein darf, dann hilft es uns, unser kreatives Potential zum Ausdruck zu bringen, d.h. unsere kreativen Schöpfungen hinaus in die Welt zu bringen.

Denn es braucht die männliche Energie, um das Weiblich-Kreative in die Welt zu bringen. Wenn wir das Männliche im Weiblichen nicht sein lassen können, bleiben wir mit all unserer Kreativität im stillen Kämmerlein sitzen. Dann bleibt unsere Kreativität in uns gefangen. Keine Komposition kommt in diese Welt, keine Geschichte wird zu einem Buch oder einem Film, kein Bild wird gemalt. Alles bleibt einfach in unserem kreativen Innenraum liegen und wartet sehnsüchtig darauf, irgendwann das Licht der Welt zu erblicken.

Das Weibliche in uns ist das Sammelbecken und empfängt die kreativen Impulse und das Männliche in uns bringt sie nach Außen in die Welt.

 

Das Wasserelement, das Weibliche, ist im 2. Chakra – dem Sacralchakra (dem heiligen Chakra !) – zuhause. Ihm entspringt unsere (Lebens-)Freude und unsere (Lebens-)Lust. Hier sitzt unser kreativ-schöpferisches Potential. Hier empfangen wir all unsere kreativ-schöpferischen Impulse, aus denen „Kunstwerke“ aller Art entstehen können: Musik, Literatur, Gemälde, ein leckeres Essen, ein schön eingerichtetes Wohnzimmer, ein liebevoll angelegter Garten, eine schön gestaltene Grußkarte …
… und nicht zu vergessen, die gigantischste Schöpfung überhaupt:
unsere Kinder !!!

Das Feuerelement, das Männliche, ist in unserem 3. Chakra – dem Solarplexuschakra – zuhause. Hier finden wir unsere Willenskraft, unsere Tatkraft, unsere Verwirklichungskraft.
Und von hier aus bringen wir unsere Ideen in die Welt.

Wenn wir ganz bei uns SELBST, in der erwachsenen Eigenverantwortung sind, ist unsere Willenskraft an unser Höheres Selbst und an die QUELLE/die Schöpferkraft angebunden.

Wenn wir noch „fremdbestimmt“ sind, ist unser Wille an eine Instanz im Außen angebunden (Gott/Guru/Person XY etc. )
Dann meinen wir oft, Dinge tun zu müssen, nur weil „man sie tun soll“. Anstatt uns eine eigene Meinung zu bilden, orientieren wir uns an dem, was die Anderen sagen bzw. von uns erwarten.
Wir tun dann immer noch das, was wir anerzogen bekommen haben, ohne auf unsere Innere Stimme zu hören, was für uns jetzt mittlerweile stimmig ist.

Beobachte einmal, welche Stimme in dir (in deinem Kopf) spricht, wenn du wieder einmal meinst, etwas tun zu müssen, was jetzt eigentlich gar nicht notwendig wäre – oftmals wird es O-Ton Mutter oder Vater sein.

Wenn wir SELBSTbestimmt sind, hören wir auf unsere Innere Stimme, die wir als Intuition und Bauchgefühl wahrnehmen, und tun das, was gerade wirklich zu tun ist. Und interessanterweise ist das letztendlich für uns und unser Umfeld immer stimmig und gut.

Damit die YIN/YANG-Energie in uns frei fließen kann, ist es gut, das 2. und 3. Chakra in Ordnung zu bringen und sie in Synergie zu bringen. Damit sie Hand in Hand arbeiten, zu unserem eigenen und zum Wohle aller und sich nicht länger gegenseitig blockieren.
Chakra-Austellungen sind dazu übrigens bestens geeignet. Hier zeigen sich  recht schnell und deutlich Blockaden aller Art und können direkt aufgelöst werden.  (https://heilpraxismaier.de/therapien/chakra-aufstellungen/)

 

Eine heile Welt ist eine Welt , in der das Weibliche und das Männliche in Harmonie und Synergie leben

Ein heiler Mensch ist ein Mensch, in dem der weibliche und der männliche Pol in Harmonie und Synergie miteinander tanzen.

 

Genießt den Sommer . . .

Rita

 

 

. . . und denkt immer daran :

In der Ruhe liegt die Kraft

Aus der Ruhe kommt die Kraft

 

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Finale am Canale . . .

It’s never too late for a good year !

Na, habt ihr mittlerweile eure Visionszettelchen auch schon gut „verarbeitet“ ?

Ich habe nun gestern endlich Zeit und gutes Wetter dafür gefunden und mich  mit Helmut auf eine kleine Expedition ins Falkenseer Umland gemacht.

Auf der Suche nach einem fließenden Gewässer (Wasser haben wir reichlich vor der Tür – aber alles steht) sind wir schließlich an einem Kanal gelandet, der irgendwann in die Havel mündet, und dort haben wir dann die Asche der verbrannten Visionszettel den Mächten des Wassers übergeben.

Beim finalen Einäschern konnte ich wieder einmal mit Erstaunen feststellen, daß die Zettel mit den Qualitäten, die mir wichtig sind und die ich bislang oftmals bei mir vermißt habe, am schwierigsten verbrannt sind. Von daher ist es für mich nun gut zu wissen, daß es noch eine elementare Instanz nach dem Feuer gibt, die sich meiner heißersehnten Qualitäten annimmt – nämlich das Wasserelement.

Doch jetzt ist es vollbracht ! Nun geht es nur noch um Hingabe !

…und was die Magie dann – trotz aller Hingabe – noch nicht für uns vollbringen will, das bearbeiten wir dann – voller Lust und Freude – im Laufe des Jahres   😉

Und für alle, die die magische Zeit der Rauhnächte (mal wieder) verpaßt haben, oder erst zu spät davon erfahren haben, hier noch ein Vorschlag :

Nehmt euch doch einfach am Anfang jeden Monats ein wenig Zeit und taucht ein in den entsprechenden Tag der Rauhnächte mit der Energie des jeweiligen Monats.

Setzt euch mit der jeweiligen Thematik auf allen Ebenen auseinander.

Macht ein Feuerritual mit den unerlösten Qualitäten und laßt bewußt all die Rollen los, die ihr nicht mehr weiterspielen wollt.

Schreibt die Qualitäten, die ihr in euer Leben einladen wollt auf einen Zettel und legt ihn auf euren Nachttisch. Jeden Abend vor dem Einschlafen und jeden Morgen beim Aufwachen werft ihr einen Blick darauf und schenkt ihm eure Aufmerksamkeit .

Und wenn ihr dann auch noch eine Prise Magie hinzufügen wollt, verbrennt den Zettel beim nächsten Vollmond . . . 

 . . . und gebt die Asche in den Wind oder in den nächsten Bach. 

Und zieht euch auch jeden Monat eine Engelkarte.

Glaubt mir – die Thematik des Engels wird in irgendeiner Weise im jeweiligen Monat auftauchen   😉

LIFE IS A GAME JUST PLAY IT & HAVE FUN !

. . . und laßt euch den Spaß vom „steinböckigen“ Ernst in diesem Monat nur nicht vermiesen !!!

Rita

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Rita Maier

12. Tag der Rauhnächte: Dienstag, 1.1.19

WILLKOMMEN IM NEUEN JAHR

Heute sind wir nun am letzten Tag der Rauhnächte angekommen – und am 1. Tag des Neuen Jahres.

Die Zeitqualität des heutigen Tages steht für den Dezember und die SCHÜTZE – Energie

Das Thema des Schützen lautet:

SINNHAFTIGKEIT
„ICH  WILL  WACHSEN!“

Ätherische Öle:

Myrrhe, Ingwer, Grapefruit, Jasmin, Vetiver

Musik :

Händel : Feuerwerksmusik – Wassermusik

Elgar : Cellokonzert, Op.85

George Harrison : My sweet lord

 

Bachblüten:

Beschreibungen der Blüten-Qualitäten auf www.bach-blueten-fotos.com

Falls ihr Bachblütenfotos zuhause habt, könnt ihr, ca. 15 Minuten lang, ein Glas Wasser auf das Foto stellen und dann über den Tag verteilt, das mit der Blüte energetisierte Wasser trinken.

Um welchen Aspekt meines Seins geht es heute, wenn ich mich ganz in die SCHÜTZE – Energie begebe ?


Zuerst gibt’s mal wieder unerlöste Qualitäten:

Arroganz, Grössenwahn, übers Ziel hinausschießen, Unbesonnenheit, Übertreibung, Überheblichkeit, Ignoranz, Angeberei, Blenden und Glänzen, Wichtigtuer, der manipulative Guru, Sonderstellungen fordern, Besonderheitsgefühl, will etwas Besseres sein, mit zweierlei Mass messen, Rechthaberei, den Moralprediger spielen, schnelle Verallgemeinerungen, Hochstapelei, Sprunghaftigkeit, unruhiges Getriebensein, Glücksspielerei, sehr hohe Ansprüche, zügelloses Temperament, Jähzorn, hohe Erwartungen und schnell enttäuscht, unersättlich, Sinnlosigkeit, Missionseifer

Und hier dann erlöste Qualitäten:

Streben nach Erkenntnis, innere Fülle, Sinnsuche, Glaube, Weisheit und geistige Lehre, Einsicht, Idealismus, Positivismus, Vertrauen, Optimismus, Würde, Edelmut, Beschützer, „Robin Hood“, Heldentum, Gerechtigkeitssinn, Lebensfreude, Glück und Erfolg, Offenherzigkeit, Ehrlichkeit, Grosszügigkeit, Güte, Toleranz, Freiheitsliebe, Weitsicht, Horizonterweiterung, Bewusstsein, Begegnung von Völkern und Kulturen schaffen, Begeisterungsfähigkeit, Sportlichkeit, Wagemut, Heiterkeit, Visionär, Reisefreude


Während du dich heute nun ein letztes Mal  beduften und beschallen lässt, lass dir noch einmal jeden Begriff auf der Zunge zergehen. Schmecke ihn ausgiebig und beobachte, wie dein Körper , dein Gefühl, dein Verstand reagieren.

Nimm dir genügend Zeit für jeden einzelnen Begriff …

Alle Begriffe, die sich innerlich nicht gut anfühlen, die dir ein ungutes Gefühl machen, wo du Widerstand, Wut, Angst oder Traurigkeit spürst, schreibe dir nun wieder auf einen kleinen Zettel.

Willst du eine Energie loslassen, lege den Zettel in deine Feuerschale.

Sehnst du dich danach eine Energie in dir zu entwickeln, lege diesen Zettel in deine Visionsbox  (hoffe, sie hat noch ein paar Kapazitäten...)

Was immer in Bewegung kommt durch diese kleine innere Bewusstseinsarbeit, lass es zu. Mach dir Notizen, wenn es etwas gibt, was dich sehr stark bewegt hat und um das du dich kümmern willst in diesem Jahr.

Dann nimm dir deine kleine Feuerschale, gehe ans offene Fenster, auf den Balkon oder in den Garten und bitte die Mächte des Feuers, alle Eigenschaften und Rollen, die du loslassen willst, jetzt wieder in den Flammen zu transformieren.

Pass auf, dass wirklich alles zu Asche wird, nichts zurückbleibt und danke den Feuerkräften für ihre Hilfe.

Und widme den Zetteln, die nicht auf Anhieb verbrennen wollen, nochmals verstärkt deine Aufmerksamkeit. Wie schon gesagt – es lohnt sich !

Deine Visionsbox stelle nun noch einmal über Nacht nach draussen, damit die „Guten Geister“ sich auch aller „Schütze-Qualitäten“ annehmen können.

It’s the time for magic . Immer noch . Lasse einfach geschehen .


Und morgen, im Laufe des Tages, könnt ihr euch dann um eure Visionen kümmern. U
nd was immer ihr tut, tut es mit viel Lust und viel Freude. Je mehr Lust im Spiel ist, umso größer das Verwirklichungspotential (ihr erinnert euch an die Skorpion-Energie gestern?). Wenn es euch also morgen nicht so danach ist, dann laßt die Box lieber noch ein paar Tage stehen, bis ihr wirklich „voll dabei“ seid. 

Also, meine Inspiration, die ich natürlich wieder gerne mit euch teilen will, sieht gerade folgendermaßen aus: 

Ich werde mir – freudig ! – einen Feuerplatz draußen suchen und dann jeden meiner Zettel nochmals – lustvoll (!) – lesen und  dann  zusammenknüllen. Zettel für Zettel landet nun auf der Feuerstelle. Und sobald alle beieinander sind, werde ich ein Freudenfeuer anzünden,  3 x drumherumtanzen  😉  und mir dabei vorstellen, die ganze Energie sammelt sich in einem Feuerpfeil. Und mit einem imaginativen Bogen schieße ich diesen Pfeil dann auf meiner Zeitlinie in die Zukunft und jeweils zum passenden Zeitpunkt rieselt eine meiner verwirklichten Wunsch-Qualitäten auf mich hinab. Und ich nehme sie freudig in Empfang, in etwa so wie das „Sterntaler-Mädchen“ das tut.
Und wenn dann alle Asche erkaltet ist, tüte ich sie ein und fahre an ein fließenden Gewässer und streue sie dort hinein, damit die Mächte des Wassers auch noch ein wenig mithelfen können . . .  (Ihr merkt – ich bin grade schon voll  im „Inspirierten-Schütze-Modus“  ;- )

Aber spürt doch mal in euch, was eure eigene Inspiration ist ?  Auch wenn sie ein bischen verrückt ist, gönnt sie euch! Die SCHÜTZE-Energie wird euch inspirieren, dafür ist sie da, vertraut darauf und setzt es um. Egal was euer Verstand davon hält. Magie ist nicht rational. Magie ist Wunder-voll. Und je mehr Zeit und Hingabe ihr nun eurer Visionserfüllung schenkt, umso größer die Erfüllungsenergie.

Und nun noch ein wenig „Theorie“ ………..

Die Körperentsprechung des SCHÜTZE-Prinzips ist die HÜFTE.

In der Hüfte liegt die Möglichkeit und der Auftrag, sich zu erheben, sich aufzurichten. Die helle Seite ist der „aufrechte Mensch“, die Schattenseite ist die „Überheblichkeit“. 

Hüftprobleme können entstehen, wenn die instinktive Weisheit, die aus den Tiefen des „Unterleibs“ kommt, nicht genauso geachtet wird, wie die höhere Seite unseres Wesens. Wir beten im allgemeinen gerne nur die lichte, höhere Seite des Göttlichen an, während wir die dunkle, niedere Seite, die animalische Seite verachten.


Kein Zeichen tritt mit einem so hohen Anspruch auf Vollkommenheit an, keines fühlt sich dem Höheren Selbst, dem „göttlichen“ Wesen in uns, so sehr verpflichtet wie der Schütze. Es ist der tiefere Auftrag des Schützen, sich seiner spirituellen Natur bewusst zu werden und sich auf seine innere Führung zu beziehen, auf das, was man als das Höhere Selbst oder die SEELE bezeichnet. 
Fehlt die spirituelle Basis, dann zeigt sich dieser grandiose Anspruch gerne in Äußerlichkeiten: das dickste Auto, das prachtvollste Haus, die teuersten Kleider…

 

……..und dann geht es noch ein letztes Mal  zu „greuthof“ . . . und mit einem fröhlichen hip hip hurra ziehen wir jetzt unseren Dezember-Engel www.greuthof.de/engel_ziehen.php


Ich wünsche euch allen einen besinnlichen Neujahrstag
und einen sinnerfüllten Dezember 2019

und  danke euch allen von ganzem Herzen, daß ihr mir die Freude gemacht habt, euch an meinem Blog zu erfreuen und ich euch und ihr mich auf dieser  Reise durch die 12 Rauhnächte begleitet habt.

Wer Lust hat, seine Erfahrungen dieser magischen Tage mit allen zu teilen, schicke mir einfach eine Email (rita@ledragonfly.blog) und sobald ich die notwendigen technischen Vorraussetzungen aktiviert habe, kann ich diese dann im Blog veröffentlichen.

AUF EIN WUNDER-VOLLES 2019 !

Rita 

(die sich  nun erst einmal ein paar Computer-freie Tage gönnt  :-)

MÖGEN  ALL EURE  WÜNSCHE
IN  ERFÜLLUNG GEHEN !

 

 

PS :  und ein letztes mal noch räuchern und träumen . . . 

Und falls ihr nicht so gerne räuchert oder Räucherstäbchen verbrennen wollt, dann könnt ihr auch prima Orchideen-Sprays benutzen : https://www.healingorchids.de  

Quellen: 
R. Stiehle : Das Rätsel der Rauhnächte
W. Jobst : Mit Musik Körper, Geist und Seele heilen
C. Riemann : Der tiefe Brunnen
W. Henkes : Astro-Skripte
A. Cortesi : Astro-Schnupperkurs
A.Peppler : Bedeutung der Symptome und Krankheiten

Fotos:
www.bach-blueten-fotos.com (mit Beschreibung der Blüten)
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PSPS: Und da der Schütze einfach nicht genug kriegen kann, gibt es zum krönenden Abschluß noch ein kleines Tänzchen :

11. Tag der Rauhnächte: Montag, 31.12.18

Wir nähern uns dem Ende der Rauhnächte. Heute heißt es für uns alle noch mal, so richtig tief abzutauchen. Den Skorpion können wir am besten erfahren, wenn wir uns mit „Haut und Haaren“ auf ihn einlassen. Halbe Sachen gibt es hier nicht. Das ist nicht immer angenehm – aber immer spannend!

Die Zeitqualität des heutigen Tages steht für den NOVEMBER und die SKORPION – Energie. 

Das Thema des Skorpions lautet: 

INTENSITÄT  

„ICH WILL DEN DINGEN

AUF DEN GRUND GEHEN“

Ätherische Öle:

Patchouli, Jasmin, Ylang-Ylang, Immortelle 

Musik :

Beethoven : 5.Symphonie

Willibald Gluck :  Orfeo ed Eurydice

Einstürzende Neubauten : Sehnsucht

 Jeff Buckley : Hallelujah

Bachblüten:

Beschreibungen der Blüten-Qualitäten auf www.bach-blueten-fotos.com

Falls ihr Bachblütenfotos zuhause habt, könnt ihr, ca. 15 Minuten lang, ein Glas Wasser auf das Foto stellen und dann über den Tag verteilt, das mit der Blüte energetisierte Wasser trinken.

Um welchen Aspekt meines Seins geht es heute, wenn ich mich ganz in die SKORPION – Energie begebe ?


Zuerst gibt’s mal wieder unerlöste Qualitäten:

Misstrauen, Verschlossenheit, Eifersucht, Suchtverhalten, Leistungszwänge, Triebhaftigkeit, Sexbesessenheit, Sadismus, Masochismus, Machtbesessenheit, Leiden schaffen und Leid suchen, im Leid suhlen, Exzesse, Besessenheit, Fanatismus, Unruhe stiften, Kritik und Zynismus aus Prinzip, Verbohrtsein, Fixationen, Hass, Hassliebe, Selbstzerstörungstrieb, Märtyrertum, Handeln ohne Rücksicht auf Verluste, Machthunger, Heimtücke, Verschlagenheit, Rachegelüste, Brutalität, Verletzen und Zerstören, schwarze Magie, Abhängigkeiten und Hörigkeiten, faule Kompromisse, Opferhaltung, Manipulation, Gewalt und Missbrauch, Angst- und Panikattacken…

Und hier dann erlöste Qualitäten:

Charisma, HeilerIn, TherapeutIn, SchamanIn, Hexe, weise Frau, Intensität, Mut und Kompromisslosigkeit, WahrheitssucherIn, psychologischer „TiefseetaucherIn“, weis(s)e Magie, Wandlung, Transformation, Leidenschaft, enorme Leistungsfähigkeit, konsequent, unbeirrbar, Verbindlichkeit, Verlässlichkeit, Eindringlichkeit, Gefühlsreichtum, Erotik und Sexualität, Durchdringen und Verschmelzen, Scharfsinn, Gespür, Exstase, Stirb und Werde-Prozesse, Regenerationsfähigkeit, die Dinge beim Namen nennen, Grenzfragen stellen, Tabus infragestellen, Evolution, in Grenzbereichen zuhause sein, vor denen viele Angst haben, Sterbebegleitung, GeburtshelferIn, über sich hinauswachsen können in Notsituationen, große Belastbarkeit in Extremsituationen… 

Während du dich heute skorpion-mässig beduften und beschallen lässt, lass dir wieder jeden Begriff auf der Zunge zergehen. Schmecke ihn ausgiebig und beobachte, wie dein Körper, dein Gefühl (hier ist der Skorpion voll in seinem Element – das sollte heute richtig gut gehen), dein Verstand reagieren.

Nimm dir genügend Zeit für jeden einzelnen Begriff …

Alle Begriffe, die sich innerlich nicht gut anfühlen, die dir ein ungutes Gefühl machen, wo du Widerstand, Wut, Angst oder Traurigkeit spürst, schreibe dir nun jeweils auf einen kleinen Zettel.

Willst du eine Energie loslassen, lege den Zettel in deine Feuerschale.

Sehnst du dich danach eine Energie in dir zu entwickeln, lege diesen Zettel in deine Visionsbox.

Was immer in Bewegung kommt durch diese kleine innere Bewusstseinsarbeit, lass es zu. Mach dir Notizen, wenn es etwas gibt, was dich sehr stark bewegt hat und um das du dich kümmern willst im Neuen Jahr.

Dann nimm dir deine kleine Feuerschale, gehe ans offene Fenster, auf den Balkon oder in den Garten und bitte die Mächte des Feuers, alle Eigenschaften und Rollen, die du loslassen willst, jetzt in den Flammen zu transformieren.

Pass auf, dass wirklich alles zu Asche wird, nichts zurückbleibt und danke den Feuerkräften für ihre Hilfe. Wahrscheinlich hast du es auch schon bemerkt, daß ab und zu ein Zettelchen standhaft das Verbrennen verweigert. Es lohnt sich, das, was auf diesem Zettel steht, genauer unter die Lupe zu nehmen!

Deine Visionsbox stelle über Nacht wieder nach draussen, damit die „Guten Geister“ sich ihrer annehmen können. (Na, paßt noch was rein in eure Box oder mußtet ihr schon umsteigen auf ein größeres Gefäß  ;-)

It’s the time for magic . Lasse einfach geschehen . . .

(Alle Zettel bleiben in der Visionsbox bis zum letzten Tag der Rauhnächte und kommen so immer wieder, jede Nacht, in den Genuß der Magie. Wie es damit weitergeht, das erfahrt ihr morgen)

Die Körperentsprechung des SKORPIONS ist das Becken, der Unterleib, die „Unterwelt des Körpers“.

Hier ist unsere Urvitalität, unsere Lebensfreude, unsere Lust und Lebendigkeit, unsere Sexualität zuhause .

Hier ist der Sitz unseres Selbst. Das 2. Chakra, auch Sakral-Chakra genannt – also das heilige Chakra – hat seinen Sitz zwischen Nabel und Schambein und heisst auf Sanskrit svadhisthanaSitz des Selbst. Ein gesundes zweites Chakra verwandelt Sex in Liebe und Romantik in Intimität.


Ich möchte jetzt einen außergewöhnlichen Text mit euch teilen, den ich vor einigen Jahren  entdeckt habe. (Leider weiß ich Verfasser oder Verfasserin nicht, und konnte ihn oder sie auch nicht ausfindig machen.)

DIE LUST

Die Lust ist die stärkste schöpferische Energieform für uns Menschen. Sie zu aktivieren, bedeutet eine enorme Verbesserung unserer schöpferischen Fähigkeiten. Der Ursprung der Lust entstammt der sexuellen Energie. Diese Energie ist der Urgrund deines Seins. Sie ist die Urkraft, deretwegen du auf die Erde gekommen bist. Sie ist das Fundament für alle Energieformen, die dich ausmachen. Die Lust zu unterdrücken bedeutet, dich selbst zu unterdrücken. Durch die permanente Unterdrückung der Lust hat die Menschheit nur einen Bruchteil der schöpferischen Fähigkeiten ausgebildet, die uns eigentlich zur Verfügung stehen würden. Diese Fähigkeiten zu aktivieren ist nicht schwierig.

Die Lust ist ein sehr starkes Instrument, wenn du deine Wahrnehmung bewusst auf ein gewünschtes Ereignis lenken willst. Sie bildet das Gegenstück zur Angst. Auch die Angst fokussiert deine Wahrnehmung sehr stark auf ein Ereignis – jedoch auf ein Unerwünschtes. Die Lust kann das Gleiche vollbringen. Nur richtet sich deine Wahrnehmung durch die Lust auf das Schöne im Leben. Deine Fähigkeiten zu verstärken, Lust zu leben, führt dazu, dass du dein Leben immer mehr dem Schönen zuwendest.

Deine Wahrnehmung richtet sich immer nach den stärkeren Antriebsimpulsen. Ist die Lust stärker als die Angst, wird sie dafür sorgen, dass nur noch die positiven Dinge in dein Leben treten.

Du kannst dein gesamtes schöpferisches Potential nur dann entfalten, wenn du nicht danach strebst, sondern es aus purer Lust am Vergnügen tust. Wenn es so ist, dass du eine Aufgabe erfüllen sollst, dann steht dir dein Leistungsstreben mit Sicherheit im Weg.


Wenn man das liest, dann wird schnell klar, warum die männer-dominierten Religionen dieser Welt den Unterleib und die Lust seit Jahrhunderten verteufeln. Hier sitzt die „wahre Magie des Lebens“. Hier sitzt unsere Schöpferkraft, unser wahres Potential. Hier ist der Sitz des GÖTTLICH WEIBLICHEN (die heilige Panther-Kraft nach schamanischem Weltbild).

Wenn wir davon abgeschnitten sind, ist es ein Leichtes uns an einen „Gott“ im Außen anzubinden und uns so gefügig zu machen.

Erobern wir uns unseren Unterleib zurück! Holen wir all die unterdrückte (Lebens-)Lust aus dem Kellerverlies heraus! 

Ich will euch nun einladen, eine wahrhaft intensive Erfahrung zu machen. Aber das wird nur funktionieren, wenn ihr euch so richtig tief, mit „Haut und Haar“ darauf einlasst. Mit „halbem Ohr“ wird’s  eher nix.

Hört hin mit allen Sinnen . . . schaut zu mit allen Sinnen . . . taucht ein in die Musik . . . taucht ein in die Bilder . . . spürt die „vibrations“ auf der Bühne . . . lasst die Klänge tief in euer Becken fliessen . . . spürt wie die Spannung steigt und steigt . . . haltet durch bis zum Höhepunkt . . . und geniesst dann die erlösende Entspannung :

„Ein JUCHITZER der mehr ist als Musik! Ein Juchitzer, der in der Seele umruehrt. Der nachdenken läßt … der unheimlich viel bewegt. Eine grossartige Komposition! Eine sagenhaft grossartige Interpretation! Ein kleines Meisterwerk auf allen Ebenen!“ (Kommentar dazu auf youtube)

Und wenn ihr mehr wollt, dann geht TANGO tanzen. Das ist der Tanz des Skorpions.  Hier könnt ihr höchste Intensität, Leidenschaft und absolute Kontrolle erfahren.

Und mal sehen, was heute der November-Engel noch so zu bieten hat: www.greuthof.de/engel_ziehen.php


Ich wünsche euch allen einen lustvollen letzten Tag des Jahres, einen „Guten Rutsch“ ins NEUE (ob mit oder ohne Tango) 
und einen kreativ-schöpferischen November 2019

Rita

ALLES  ODER  NICHTS 

 

PS :  Räuchern und – heute mal – lustvolles Träumen nicht vergessen

Und falls ihr nicht so gerne räuchert oder Räucherstäbchen verbrennen wollt, dann könnt ihr auch Orchideen-Sprays benutzen : https://www.healingorchids.de  

PSPS : Übrigens fordern „Skorpion“-betonte Kinder oft den Schatten des Umfelds heraus – ein Problem für „heilige“ Eltern.

Quellen:
R. Stiehle : Das Rätsel der Rauhnächte
W. Jobst : Mit Musik Körper, Geist und Seele heilen
C. Riemann : Der tiefe Brunnen
W. Henkes : Astro-Skripte
A. Cortesi : Astro-Schnupperkurs
A.Peppler : Bedeutung der Symptome und Krankheiten

Fotos:
www.bach-blueten-fotos.com (mit Beschreibung der Blüten)
www.unsplash.com
www.pixabay.com

10. Tag der Rauhnächte: Sonntag 30.12.18

Die Zeitqualität des heutigen Tages steht für den OKTOBER und die WAAGE – Energie

Das Thema der Waage lautet:
HARMONIE     –      „ICH  GLEICHE  AUS!“

Ätherische Öle:
Geranium, Rose, Magnolie, Neroli, Veilchen

Musik:
Frederic Chopin : Nocturnes

Joshua Bell : Voice of the Violin

Nick Cave & the Bad Seeds :  I need you

Bachblüten:

Beschreibungen der Blüten-Qualitäten auf www.bach-blueten-fotos.com

Falls ihr Bachblütenfotos zuhause habt, könnt ihr, ca. 15 Minuten lang, ein Glas Wasser auf das Foto stellen und dann über den Tag verteilt, das mit der Blüte energetisierte Wasser trinken.

Um welchen Aspekt meines Seins geht es heute, wenn ich mich ganz in die WAAGE – Energie begebe ?


Zuerst gibt’s mal wieder unerlöste Qualitäten:

Ja-Sager, Nichtstuer, eitler Geck, Selbstverleugnung, Abhängigkeit,  Heuchler, Charmeur, eitel, selbstsüchtig wie ein Pfau, Unentschiedenheit, Scheinharmonie, Kopf in den Sand stecken, Konfliktscheu, Bequemlichkeit, Oberflächlichkeit, Jein-sagen, Konfrontationsschwäche, Schmeicheleien, Passivität, immer nett sein müssen, Flatterhaftigkeit, Ruhelosigkeit, Nachgiebigkeit, Verzärtelung, Mantel nach dem Wind hängen …

Und hier dann erlöste Qualitäten:

Schönheitsinn, Harmoniestreben, Ausgleich, Diplomatie, Liebenswürdigkeit, Kompromissbereitschaft, guter Geschmack, Anpassungsfähig, Charme, Ästhet, Suche nach Begegnung und geistigem Austausch, Kultiviertheit, Eleganz, Takt, Leichtigkeit, Freundlichkeit, Ausgewogenheit, Kunstsinn, Partnerschaft und Beziehung, Feingefühl, Gerechtigkeitssinn, Objektivität, Verbinden von Gegensätzen, Toleranz, die goldene Mitte finden, Offenheit, Toleranz und Klugheit, Achtsamkeit, heitere Gelassenheit

 

Während du dich nun waage-betont beduften und beschallen lässt, lass dir wieder jeden Begriff auf der Zunge zergehen. Schmecke ihn ausgiebig und beobachte, wie dein Körper, dein Gefühl, dein Verstand reagieren.

Nimm dir genügend Zeit für jeden einzelnen Begriff …

Alle Begriffe, die sich innerlich nicht gut anfühlen, die dir ein ungutes Gefühl machen, wo du Widerstand, Wut, Angst oder Traurigkeit spürst, schreibe dir nun jeweils auf einen kleinen Zettel.

Willst du eine Energie loslassen, lege den Zettel in deine Feuerschale.

Sehnst du dich danach eine Energie in dir zu entwickeln, lege diesen Zettel in deine Visionsbox.

Was immer in Bewegung kommt durch diese kleine innere Bewusstseinsarbeit, lass es zu. Mach dir Notizen, wenn es etwas gibt, was dich sehr stark bewegt hat und um das du dich kümmern willst im Neuen Jahr.

Dann nimm dir deine kleine Feuerschale, gehe ans offene Fenster, auf den Balkon oder in den Garten und bitte die Mächte des Feuers, alle Eigenschaften und Rollen, die du loslassen willst, jetzt in den Flammen zu transformieren.

Pass auf, dass wirklich alles zu Asche wird, nichts zurückbleibt und danke den Feuerkräften für ihre Hilfe.

Deine Visionsbox stelle über Nacht wieder nach draussen, damit die „Guten Geister“ sich ihrer annehmen können.

It’s the time for magic . Lasse einfach geschehen .

(Alle Zettel bleiben in der Visionsbox bis zum letzten Tag der Rauhnächte und kommen so immer wieder, jede Nacht, in den Genuß der Magie. Was am 12. Tag damit geschieht hat die „Schütze-Energie“ mir noch nicht verraten. Lassen wir uns überraschen . . . )

 

Die Körperentsprechung des Waage-Prinzips sind die NIEREN und die HAUT.

Hier geht es geht um die Aufgabe, zu reinigen, zu entgiften, zu verschönern und zu berühren. Hautprobleme können evtl. damit zusammenhängen, dass die ganz frühen Kontakte in der Kindheit, die  über die Haut gehen, nicht dem entsprochen haben, was du gebraucht hättest.

Die Nieren symbolisieren Partnerschaften, aber auch Freundschaften und Mutter-Kind-Beziehungen etc. Unharmonische Beziehungen können schnell auf die Nieren schlagen.

Heute ist der Tag der Schönheit und der Tag der schönen Künste. Gehe zum Friseur, zur Kosmetikerin oder mach dir selbst eine schöne Gesichtspackung (tut übrigens auch Männerhaut gut). Lackiere dir die Fingernägel oder die Fußnägel, style dir die Haare etc. – was immer dir auch dazu einfällt . . .

Ziehe dir was Schönes an, „putz dich heraus“ und geh raus und zeig dich in deiner ganzen Pracht.

Wenn das nicht so dein Ding ist, dann gehe in eine Kunstausstellung, ins Museum, in ein Konzert oder mache es dir Zuhause gemütlich und schau dir einen schönen Bildband an. Tauche ab in die Bilder und geniesse die Farben und Formen mit allen Sinnen.

Und wenn auch das dich heute nicht reizen kann, dann gestalte dir spontan einen Raum in deinem Zuhause neu. Auch wenn es erst einmal nur in deinem Kopf passiert.

Lasse dich von deiner kreativen Phantasie inspirieren . . .

Und vergiß deinen Oktober-Engel nicht, der wartet hier auf dich: www.greuthof.de/engel_ziehen.php


Ich wünsche euch einen kreativen 10. Lostag und einen harmonischen 
OKTOBER 2019

Rita

Alle Begegnungen im Leben sind Spiegel,
sei bereit in diesen Spiegel zu schauen.

 TAT TWAM ASI  –  DAS  BIST DU 


PS :  Wie immer räuchern und träumen nicht vergessen

Und falls ihr nicht so gerne räuchert oder Räucherstäbchen verbrennen wollt, dann könnt ihr auch Orchideen-Sprays benutzen : https://www.healingorchids.de  

 

Quellen:
R. Stiehle : Das Rätsel der Rauhnächte
W. Jobst : Mit Musik Körper, Geist und Seele heilen
C. Riemann : Der tiefe Brunnen
W. Henkes : Astro-Skripte
A. Cortesi : Astro-Schnupperkurs
A.Peppler : Bedeutung der Symptome und Krankheiten

Fotos:
www.bach-blueten-fotos.com (mit Beschreibung der Blüten)
www.unsplash.com
www.pixabay.com

9. Tag der Rauhnächte: Samstag, 29.12.18

Die Zeitqualität des heutigen Tages steht für den SEPTEMBER und die JUNGFRAU – Energie

Das Thema der Jungfrau lautet:
ICH ANALYSIERE !“

Ätherische Öle:
Lavendel, Myrte, Minze, Jasmin, Olibanum

Musik:
Brahms : Ungarische Tänze

Dutch Swing College Band : Hello Dolly

Dexter Gordon : Tangerine

Beatles : Lady Madonna

Bachblüten:

Beschreibungen der Blüten-Qualitäten auf www.bach-blueten-fotos.com

Falls ihr Bachblütenfotos zuhause habt, könnt ihr, ca. 15 Minuten lang, ein Glas Wasser auf das Foto stellen und dann über den Tag verteilt, das mit der Blüte energetisierte Wasser trinken.

Um welchen Aspekt meines Seins geht es heute, wenn ich ganz in die JUNGFRAU-Energie eintauche ?


Hier haben wir zuerst wieder ein paar unerlöste Qualitäten:

Pedanterie, Nörgelei, Kleinkrämerei, Prinzipienreiter, Grübelei, Ordnungswahn, kleinlich, kleinkariert, Kontrollzwänge, Über-Perfektionismus, obervernünftig, Misstrauen, Berechnung, Skepsis, Versachlichung und kalte Nüchternheit, Kontaktarmut, Selbstzweifel, Pessimismus, Gehemmtsein, Angst vor Chaos und unkontrollierbaren Situationen, sich im Detail verlieren, Phobien, Haarspalterei, Sparfimmel, Putzfimmel, Arbeitssucht, Reinheitswahn, Intoleranz, Ängste, übervorsichtig, spiessig, pingelig, engstirnisch, Hypochonder, Leistungsdruck . . . 

Und hier erlöste Qualitäten:

Sorgfalt, Pflichtbewusstsein, Ökonomie, Rationalität, Vorsorge und Planung, gesunde Vernunft, Detailliebe, Unterscheidungsvermögen, gesunder Perfektionismus, gesundes Pflichtbewußtsein, konstruktive Kritik, Praxisbezogenheit, Fleiss, Selbstdisziplin, Systematik, Ordnungsliebe, Rituale, Hingabe, Helfen und Heilen, soziales Engagement, einer Sache dienen können, Fleiss, Feinheit und Genauigkeit, Zuverlässigkeit, Exaktheit, abwägen, Geschick, kluge Voraussicht, Unterscheidungsfähigkeit. . . 


Während du nun jungfräulich beduftet und beschallt wirst, lass dir jeden Begriff auf der Zunge zergehen. Schmecke ihn ausgiebig und beobachte, wie dein Körper , dein Gefühl, dein Verstand reagieren.

Nimm dir genügend Zeit für jeden einzelnen Begriff .

(Und wie ich die Jungfrau kenne, wird sie das heute wohl sehr genau und akribisch tun, zumindest was den Körper und den Verstand betrifft  ;-)

Alle Begriffe, die sich innerlich nicht so gut anfühlen, die dir ein ungutes Gefühl machen, wo du Widerstand, Wut, Angst oder Traurigkeit spürst, schreibe dir nun jeweils auf einen kleinen Zettel. Willst du eine Energie loslassen, lege den Zettel in deine Feuerschale.

Sehnst du dich danach eine Energie in dir zu entwickeln, lege diesen Zettel in deine Visionsbox.

Was immer in Bewegung kommt durch diese kleine innere Bewusstseinsarbeit, lass es zu. Mach dir Notizen, wenn es etwas gibt, was dich sehr stark bewegt hat und um das du dich kümmern willst im Neuen Jahr.

Dann nimm dir deine kleine Feuerschale, gehe ans offene Fenster, auf den Balkon oder in den Garten und bitte die Mächte des Feuers alle Eigenschaften und Rollen, die du loslassen willst, jetzt in den Flammen zu transformieren. Pass auf, dass wirklich alles zu Asche wird, nichts zurückbleibt und danke den Feuerkräften für ihre Hilfe.

Deine Visionsbox stelle über Nacht wieder nach draussen, damit die „Guten Geister“ sich ihrer annehmen können.

It’s the time for magic . Lasse einfach geschehen . . .

(Alle Zettel bleiben in der Visionsbox bis zum letzten Tag der Rauhnächte und kommen so immer wieder, jede Nacht, in den Genuß der Magie. Was am 12. Tag damit geschieht hat die „Schütze-Energie“ mir bislang noch nicht verraten. Lassen wir uns überraschen . . . )

Die Körperentsprechung des Jungfrau-Prinzips ist der DARM und der VERDAUUNGSTRAKT.

Hier geht es um Aufnahme, Verwertung und Loslassen. Sowohl auf der stofflichen, als auch auf der feinstofflichen Ebene. Alles, was wir „Aufnehmen“, ob das nun stoffliche Nahrung ist oder ein Sinneseindruck oder eine Erkenntnis, muss irgendwie verdaut und verarbeitet werden. Und genau wie unsere Nahrung zuerst analysiert wird und dann entschieden wird, was der Körper braucht oder was er nicht braucht, was gut für ihn ist und was schlecht für ihn ist, so müssen auch Informationen und Lebensthemen verarbeitet und integriert werden.

Angst macht Durchfall („Schiss haben“) und zu Verstopfung kommt es, wenn wir an allem festhalten wollen und nicht loslassen können.

Hier eine sehr effektive und praktische Loslass-Übung, die dich in einen sehr zufriedenen Zustand hineinkatapultieren wird, was deinem Verdauungstrakt dann mit Sicherheit auch zugute kommt:

Such dir zuhause irgendeinen Schrank aus und fange an auszumisten. Nimm jedes Stück in die Hand und entscheide bewusst, ob du es wirklich noch brauchst, oder nicht. Beobachte dich dabei. Fällt es dir schwer loszulassen? Bist du ein Horter und Sammler? Denkst bei allem : „Ach, das könnte ich doch noch irgendwann mal wieder gebrauchen?“

Mach dir bewusst, dass es immer wieder wichtig ist, Dinge loszulassen, damit Raum für Neues entstehen kann. Wenn deine Schränke, deine Wohnung, dein Haus, dein Kopf, dein Darm vollgestopft sind mit „Kram“, und immer wieder mehr dazukommt, dann fängt irgendwann alles an zu „faulen“ und zu „gären“ . So ist das nun mal . . .

Mache heute ganz bewusst Platz für das kommende Neue Jahrauf allen Ebenen – denn das wird dir mit Sicherheit jede Menge neuen „Kram“ in Haus bringen wollen – auf allen Ebenen!

Und als Belohnung für deinen Fleiss (die Jungfrau liebt das) gibt es dann ein Engelkärtchen :

Unter www.greuthof.de/engel_ziehen.php wartet dein SEPTEMBER-Engel schon auf dich.

Vergnügtes Räumen an diesem 9. Lostag und einen farben-frohen, aufgeräumten SEPTEMBER 2019 wünscht euch

Rita

DEIN KÖRPER LÜGT NICHT !

 

PS :

Heute hat die perfektionistische Jungfrau leider nicht ihren    perfekten Blog bekommen.  Irgendein/e  Hacker/in hat dazwischengefunkt und hat mir gestern Abend das Setzen sehr schwer gemacht. Letzendlich  konnten wir dann auch nicht mehr alle Fotos hochladen, die eigentlich hätten erscheinen sollen.  Aber es  hätte viel schlimmer kommen können . . . 

Zum  Glück haben wir „gute Geister“ an unserer Seite (DANKE  Jörg !!!), die uns in kniffligen IT-Fragen immer wieder zur Seite stehen  🙂

 


Quellen:

R. Stiehle : Das Rätsel der Rauhnächte
W. Jobst : Mit Musik Körper, Geist und Seele heilen
C. Riemann : Der tiefe Brunnen
W. Henkes : Astro-Skripte
A. Cortesi : Astro-Schnupperkurs
A.Peppler : Bedeutung der Symptome und Krankheiten

Fotos:
www.bach-blueten-fotos.com (mit Beschreibung der Blüten)
www.unsplash.com
www.pixabay.com

8. Tag der Rauhnächte : Freitag, 28.12.18

Die Zeitqualität des heutigen Tages steht für den AUGUST und die LÖWE – Energie

Das Thema des Löwen lautet:
LEBENSFREUDE      „ICH BIN WIE ICH BIN !“

Ätherische Öle:
Jasmin, Neroli, Blutorange, Cistrose

Musik:
Beethoven : Tripelkonzert 

Gaetano Donizetti : L’elisir d’amore

Adriano Celentano-Una festa sui prati


Bachblüten:

Beschreibungen der Blüten-Qualitäten auf www.bach-blueten-fotos.com

Falls ihr Bachblütenfotos zuhause habt, könnt ihr, ca. 15 Minuten lang, ein Glas Wasser auf das Foto stellen und dann über den Tag verteilt, das mit der Blüte energetisierte Wasser trinken.

Um welchen Aspekt meines Seins geht es heute, wenn ich ganz in die LÖWE – Energie eintauche?


Zuerst, wie immer ein paar unerlöste Qualitäten:

Egoismus, Egozentrik, Prunksucht, Selbstherrlichkeit, Grossspurigkeit, Prahlerei, Überheblichkeit, Arroganz, eitle Selbstgefälligkeit, Geltungssucht, protzen, falscher Stolz, Angeberei, Größenwahn, Machthaberei, Willkür, übertriebenes theatrales Gehabe, seine Schau abziehen, Applaushascherei, Vergnügungssucht, Tyrannei, Spielsucht, Verschwendungssucht, eingebildet, Grosskotz, Besonderheitsansprüche, Konkurrenzkampf, Unduldsamkeit, Egodominanz, aufgeblasener Gockel, Selbstüberschätzung, Diva-Probleme, immer im Mittelpunkt stehen müssen . . .

Und hier erlöste Qualitäten:

Kraft und Ausstrahlung, Herzlichkeit, Wärme, Selbstbewusstsein, Selbstzentriertheit, Edelmut, Heldenmut, Grossmut, Grosszügigkeit, Organisationstalent, Anführer mit grossem Herz, machtvolle und kraftvolle Gelassenheit, Offenheit, Ehrlichkeit, Direktheit, Vitalität, Furchtlosigkeit, sonniges Gemüt, schöpferische Vitalität, Kreativität, Präsenz, Entschlossenheit, starkes Vorbild, Kinder- und Tierliebe, Würde, Willenskraft, Risikofreude, Glückskind, Lebensfreude, Lebenslust, Lebensbejahung, Tatendrang, Charisma, sein ganzes Potential authentisch leben …

Während du nun löwe-mäßig beduftet und beschallt wirst, lass dir jeden Begriff auf der Zunge zergehen. Schmecke ihn ausgiebig und beobachte, wie dein Körper , dein Gefühl, dein Verstand reagieren.

Nimm dir genügend Zeit für jeden einzelnen Begriff … 

Alle Begriffe, die sich innerlich nicht gut anfühlen, die dir ein ungutes Gefühl machen, wo du Widerstand, Wut, Angst oder Traurigkeit spürst, schreibe dir nun jeweils auf einen kleinen Zettel. Willst du eine Energie loslassen, lege den Zettel in deine Feuerschale .

Sehnst du dich danach eine Energie in dir zu entwickeln, lege diesen Zettel in deine Visionsbox.

Was immer in Bewegung kommt durch diese kleine innere Bewusstseinsarbeit, lass es sein. Mach dir Notizen, wenn es etwas gibt, was dich sehr stark bewegt hat und um das du dich kümmern willst im Neuen Jahr.

Dann nimm dir deine kleine Feuerschale, gehe ans offene Fenster, auf den Balkon oder in den Garten und bitte die Mächte des Feuers alle Eigenschaften und Rollen, die du loslassen willst, jetzt in den Flammen zu transformieren. Pass auf, dass wirklich alles zu Asche wird, nichts zurückbleibt und danke den Feuerkräften für ihre Hilfe.

Deine Visionsbox stelle wieder über Nacht nach draussen, damit die „Guten Geister“ sich ihrer annehmen können.

It’s the time for magic . Lasse einfach geschehen . . .

(Alle Zettel bleiben in der Visionsbox bis zum letzten Tag der Rauhnächte und kommen so immer wieder, jede Nacht, in den Genuß der Magie. Was am 12. Tag damit geschieht, hat die „Schütze-Energie“ mir bislang noch nicht verraten. Lassen wir uns überraschen . . . )

Die Körperentsprechung des Löwe-Prinzips ist das HERZ.

Viele Herzkranke haben sich selbst und ihre eigene Spiritualität vergessen. In ihnen keimen Glaubenssätze wie Erst wenn alle um mich herum glücklich sind, dann darf auch ich glücklich sein oder Erst wenn ich wohlhabend bin, bin ich auch was wert. Es mangelt an Selbstliebe, da kein Urvertrauen angelegt ist. Man tut immer mehr für die anderen, als für sich selbst, um sich Sicherheit und Zugehörigkeit zu verschaffen.

Bedingungslose Liebe, Gutes tun ohne Erwartung, sich selbst genauso lieben, wie die anderen, all das ist die beste Prophylaxe für ein starkes und gesundes Herz.

Und natürlich lachen … LACHEN IST DIE ALLERBESTE  MEDIZIN!

Vielleicht könntest du dir heute ja mal einen richtig komischen Film anschauen, wo du alles um dich herum vergessen kannst und du einfach nur noch herzhaft lachen kannst. Hier eine Empfehlung auszusprechen ist sehr schwierig. Was der eine urkomisch findet, das ist für den anderen überhaupt nicht witzig. Vielleicht erinnerst du dich ja an einen Film oder ein Buch, wo du dich irgendwann mal gekringelt hast vor Lachen . . .

Sollte dir aber heute so gar nicht nach Lachen zumute sein, sondern eher etwas schwer ums Herz, dann lege dir deine Lieblingsmusik auf und tanze…tanze …mach es wie Alexis Zorbas und tanze…tanze  dir deine Seele wieder frei !


Und vielleicht hast du ja auch noch Lust auf einen AUGUST-Engel  www.greuthof.de/engel_ziehen.php


Ich wünsche euch heute von ganzem Herzen einen lustigen 8. Lostag und einen LUST-vollen, sonnigen AUGUST 2019

Rita

„LEBE ! LIEBE ! LACHE !“

P.S: Räuchern und träumen nicht vergessen.

Und falls ihr nicht so gerne räuchert oder Räucherstäbchen verbrennen wollt, dann könnt ihr auch Orchideen-Sprays benutzen : https://www.healingorchids.de


Quellen:

R. Stiehle : Das Rätsel der Rauhnächte
W. Jobst : Mit Musik Körper, Geist und Seele heilen
C. Riemann : Der tiefe Brunnen
W. Henkes : Astro-Skripte
A. Cortesi : Astro-Schnupperkurs
A.Peppler : Bedeutung der Symptome und Krankheiten

Fotos:
www.bach-blueten-fotos.com (mit Beschreibung der Blüten)
www.unsplash.com
www.pixabay.com

7. Tag der Rauhnächte : Donnerstag, 27.12.18

Die Zeitqualität des heutigen Tages steht für den JULI und die KREBS – Energie

Das Thema des Krebs lautet: 

GEBORGENHEIT  und „ICH FÜHLE !“

Ätherische Öle:

Kamille, Iris, Jasmin, Geranie, Tonka

Musik :

Beethoven : 5. Klavierkonzert

Frederic Chopin : Preludes

Miles Davis : Kind of Blue

Dinah Shore & Ella Fitzgerald : Sentimental Journey (bis 1:40)

Adi Shakti Mantra

Falls ihr Lust habt ein bischen mitzusingen, hier der Text :

Adi Shakti, Adi Shakti, Adi Shakti, Namo Namo Sarab Shakti, Sarab Shakti, Sarab Shakti, Namo Namo Pritham Bhagvati, Pritham Bhagvati, Pritham Bhagvati, Namo Namo Kundalini Mata Shakti, Mata Shakti, Namo Namo

„FIRST FORCE OF ALL CREATION – TO YOU I BOW – DIVINE FORCE EVERYWHERE – TO YOU I BOW – CREATOR FORCE PRIMAL FORCE – TO YOU I BOW – RISING UP DIVINE MOTHER – TO YOU I BOW . . . „

Bachblüten:

Beschreibungen der Blüten-Qualitäten auf www.bach-blueten-fotos.com

Falls ihr Bachblütenfotos zuhause habt, könnt ihr, ca. 15 Minuten lang, ein Glas Wasser auf das Foto stellen und dann über den Tag verteilt, das mit der Blüte energetisierte Wasser trinken.

Um welchen Aspekt meines Seins geht es heute, wenn ich mich ganz in die KREBS – Energie begebe ?

Zuerst gibt’s mal wieder unerlöste Qualitäten:

Bedürftigkeit, Launen und Stimmungsschwankungen, Empfindlichkeit, das ewige Kind, übertriebene Sentimentalität, unerfüllte Erwartungen, schnelles Beleidigtsein und Schmollen, psychische Labilität, Unselbstständigkeit, Heimweh, in Abhängigkeiten und Symbiosen festhängen, Mutterkomplex, Überfürsorge, in Selbstmitleid schwelgen, Übermutter, irrationale Ängste, Angst vor Blamage und Bloßstellung, sich emotional treiben lassen und äußerlich antriebslos bleiben, schwankend und inkonsequent handeln, sich in Phantasien und Traumwelten flüchten, Kitsch, Paschaallüren, nur die harte Schale zeigen, sich verpanzern, Dominanzhaltung zum Schutz, keine Verantwortung übernehmen wollen, andere für sich sorgen lassen, jammern, sich zu schnell an andere anpassen, grosse Verletzlichkeit…

Und hier dann erlöste Qualitäten:

Warmherzigkeit, Zärtlichkeit, Geborgensein, Fürsorge und Pflege, Mütterlichkeit, Weichheit, Aufnahmefähigkeit, Gefühlstiefe, Sensibilität, Empfänglichkeit, seelische Kraft, Wärme und Schutz, Naturverbundenheit, Ursprünglichkeit, Gemütlichkeit, Romantik, Einbildungskraft, Traumkraft, Medialität, Häuslichkeit, Familiensinn, liebevolles Versorgen, lebendige Phantasie, Ahnungsvermögen, gutes Gedächnis und Erinnerungsvermögen, einfühlsame Hingabe, Mitgefühl, Fruchtbarkeit, Herzlichkeit, Heimatgefühl, lebendige kreative Innenwelt, gutes Bauchgefühl, Kuscheln, inspirierter Künstler, Empfindsamkeit…

Während du dich heute krebs-mässig beduften und beschallen lässt, lass dir wieder jeden Begriff auf der Zunge zergehen. Schmecke ihn ausgiebig und beobachte, wie dein Körper , dein Gefühl (hier ist der Krebs in seinem Element – das sollte heute eigentlich ganz gut gehen), dein Verstand reagieren.

Nimm dir genügend Zeit für jeden einzelnen Begriff …

Alle Begriffe, die sich innerlich nicht gut anfühlen, die dir ein ungutes Gefühl machen, wo du Widerstand, Wut, Angst oder Traurigkeit spürst, schreibe dir nun jeweils auf einen kleinen Zettel.

Willst du eine Energie loslassen, lege den Zettel in deine Feuerschale.

Sehnst du dich danach eine Energie in dir zu entwickeln, lege diesen Zettel in deine Visionsbox.

Was immer in Bewegung kommt durch diese kleine innere Bewusstseinsarbeit, lass es zu. Mach dir Notizen, wenn es etwas gibt, was dich sehr stark bewegt hat und um das du dich kümmern willst im Neuen Jahr.

Dann nimm dir deine kleine Feuerschale, gehe ans offene Fenster, auf den Balkon oder in den Garten und bitte die Mächte des Feuers alle Eigenschaften und Rollen, die du loslassen willst, jetzt in den Flammen zu transformieren.

Pass auf, dass wirklich alles zu Asche wird, nichts zurückbleibt und danke den Feuerkräften für ihre Hilfe.

Deine Visionsbox stelle über Nacht wieder nach draussen, damit die „Guten Geister“ sich ihrer annehmen können.

It’s the time for magic . Lasse einfach geschehen .

(Alle Zettel bleiben in der Visionsbox bis zum letzten Tag der Rauhnächte und kommen so immer wieder, jede Nacht, in den Genuß der Magie. Was am 12. Tag damit geschieht hat die „Schütze-Energie“ mir bislang noch nicht verraten. Lassen wir uns überraschen . . . )


Die Körperentsprechungen des Krebs-Prinzips sind

  • der MAGEN.

Und hier geht es weniger um das leibliche Wohl, als um Seelennahrung. Wenn liebevolle Zuwendung, Verständnis, Fürsorge, Urvertrauen, Sicherheit und Geborgenheit, Mütterlichkeit fehlen, oder wenn es zu emotionalen Verletzungen in diesen Bereichen kommt, dann bekommen wir oftmals Magenprobleme .

  • die MUTTERBRUST.

Die Muttermilch versorgt das Neugeborene mit den notwendigen ätherischen und wärmenden Kräften für die neu inkarnierte Seele, um sich sicher und beschützt zu fühlen, um sich weiter zu inkarnieren und das individuelle Blueprint in die physische Welt zu bringen. Sind wir als Säuglinge nicht in den Genuß von Muttermilch gekommen bzw. gab es keine innige, liebevolle Präsenz unserer Mutter, dann fehlt uns oftmals eine entscheidende Anbindung an unser Menschsein hier auf dieser Erde. 

Wichtig ist auch, daß wir die artgerechte Milch bekommen: Menschenmilch für den Menschen (Kuhmilch für die Kuh). Viele Nichtgestillte und mit Flaschennahrung (Ersatznahrung) großgewordene Menschen klagen über ein mangelndes Selbstwertgefühl, daß oftmals angedockt ist an den unbewußten Glaubenssatz: Ich bin es nicht wert, die RICHTIGE Milch zu bekommen, für mich gibt es nur „Ersatzmilch“. Und  sie haben dann ein Leben lang das Gefühl, ich muß mich immer mit dem Zweitbesten zufriedengeben.

Wichtig ist, daß wir – sobald wir erwachsen sind – erkennen, daß wir diese innere Sicherheit nun in uns SElBST finden müssen, anstatt sie immer wieder (vergeblich) im Aussen zu suchen.

WIR sind nun die entscheidende Instanz für unser Inneres Kind. WIR müssen die Verantwortung übernehmen und ihm all das geben, an was es ihm bis heute mangelt. Es ist fatal, unbewußt all das von unserem Partner oder unserer Partnerin zu erwarten. Das schrottet auf Dauer jede Beziehung.

Aus diesem Grund ist heute der Tag des Inneren Kindes. Ihm widmen wir  unsere Aufmerksamkeit.

Schenke ihm ein wenig deiner kostbaren Zeit und sei ganz präsent . Spüre, was ihm gerade heute fehlt, was es braucht, damit es ihm gut geht. Kuschele dich auf die Couch oder auch ins Bett. Mach dir einen Kakao. Koche dir Schokoladenpudding mit Sahne. Iss deine Lieblingskekse oder backe dir  deinen Lieblingskuchen. Ein grosser Becher Eiscreme ist auch nicht schlecht. Schau dir deinen Lieblingsfilm an. Lies ein wenig in deinem Lieblingsbuch. Schau dir alte Fotoalben an.

Lächle dem Kind in dir liebevoll zu und sag zu ihm „SCHÖN, DASS DU DA BIST – DU BIST MIR SEHR WICHTIG!“

Und dann suche mit ihm zusammen deinen JULI-Engel aus. Kinder lieben Engelwww.greuthof.de/engel_ziehen.php


Ich wünsche euch allen einen kuschligen 7. Lostag und einen warmen

und Liebe-vollen JULI 2019

Rita

Nicht was wir erleben,
sondern wie wir empfinden,
was wir erleben,
macht unser Schicksal aus

Marie v. Ebner-Eschenbach

PS : Ist euch auch schon aufgefallen, daß es manchmal beim Verbrennen ganz hartnäckige Zettel gibt, die einfach nicht auf einmal abfackeln wollen ? Merkt euch, was darauf gestanden hat und schaut euch das Thema  in aller Ruhe an. Zieht vielleicht  eine Engelkarte, eine Tarotkarte oder was auch immer, um dieses Thema für euch zu erhellen . . . und dann macht einen neuen Zettel und übergebt ihn wieder den Flammen . . .

PSPS :  räuchern und träumen nicht vergessen.

Und falls ihr nicht so gerne räuchert oder Räucherstäbchen verbrennen wollt, dann könnt ihr auch Orchideen-Sprays benutzen : https://www.healingorchids.de

 

Quellen:
R. Stiehle : Das Rätsel der Rauhnächte
W. Jobst : Mit Musik Körper, Geist und Seele heilen
C. Riemann : Der tiefe Brunnen
W. Henkes : Astro-Skripte
A. Cortesi : Astro-Schnupperkurs
A.Peppler : Bedeutung der Symptome und Krankheiten

Fotos:
www.bach-blueten-fotos.com (mit Beschreibung der Blüten)
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