Ach wie gut, daß niemand weiß, daß ich Rumpelstilzchen heiß . . .

Über Dämonen und innere Götter

Alles, was wir verstecken, halten wir aufrecht.
Alles, was wir verdrängen, halten wir aufrecht.
Alles, was wir nicht ansehen wollen, halten wir aufrecht.
Alles, was wir nicht an uns heranlassen wollen, halten wir aufrecht.

Die meisten von euch kennen wohl die Geschichte vom „Rumpelstilzchen“. Sobald es mit seinem richtigen Namen benannt wurde, war der Spuk vorbei, war seine Macht gebrochen, konnte es keinen Schaden mehr anrichten.
Und so läuft es auch mit unseren „inneren Dämonen“.
Solange wir auf der Flucht vor ihnen sind, rennen sie uns hinterher, sitzen sie uns im Nacken und quälen uns, wann immer sich eine gute Gelegenheit bietet.
Bleiben wir jedoch stehen – trotz all unserer Ängste -, drehen uns um, schauen sie an, und nennen sie beim Namen, ist ihre Macht gebrochen.

Daß an diesem Satz was dran ist, konnten wir vor kurzem in einer Aufstellung sehr gut beobachten :

Es ging dabei um einen „Sucht-Dämon“. Wir stellten den „Dämon“ auf und eine Stellvertreterin für die Person, um die es ging. Die Stellvertreterin drehte sich sofort um und lief weg. Der „Dämon“, der sich riesengroß fühlte, grinste hämisch übers ganze Gesicht und folgte ihr. Sie spürte dabei ein unangenehmes Kribbeln im Nacken. Sie versuchte dem „Dämon“ zu entkommen, aber er blieb ihr grinsend und überheblich auf den Fersen.

Dann machten wir eine Intervention und stellten die beiden sich gegenüber. In dem Moment, als die Person ihren „Dämon“ anschaute, ohne auch nur ein Wort zu sagen, verschwand das Grinsen und der „Dämon“ begann leicht zu schrumpfen. Als sie ihm dann mutig in die Augen schaute und sagte: „Ich schaue dich an – du bist mein „Suchtdämon“. Ich anerkenne nun, daß ich XY-süchtig bin“, schrumpfte der „Dämon“ vollends und wurde ganz friedlich  . . .
(Fortsetzung weiter unten)

Ein Grund, warum innere „Dämonen“ entstehen können, sind meiner Ansicht nach, unerfüllte Bedürfnisse aus der Kindheit. Tief in uns fehlt was, ist ein „Loch“. Und dieses „Loch“ fühlt sich schrecklich an und macht uns Angst. Wir suchen dann nach etwas, was es füllen kann, damit wir die Bedürftigkeit nicht mehr fühlen müssen. Dafür erschaffen wir uns Ersatz-Befriedigungen, am besten noch mit „Wegbeam-Garantie“.
Alle Ersatzbefriedigungen können uns jedoch auf Dauer in der Tiefe niemals befriedigen. Und nicht nur das. Wir brauchen immer mehr und mehr davon. Und irgendwann geht es nicht mehr ohne.
Und hier kommt der „Sucht-Dämon“ ins Spiel.
Er muß dafür sorgen, daß immer genügend „Stoff“ vorhanden ist, das „Loch“ zu füllen. Denn wenn es zu leer wird, besteht die Gefahr, daß der damit verbundene Schmerz für uns spürbar wird.
Der „Sucht-Dämon“ ist vielleicht der verbreitetste „Dämon“ in all seinen unendlichen Facetten. Von der alltäglichen Handy-, Internet-, Fernseh-Sucht, über die gesellschaftlich hochangesehene Arbeitssucht hin zur beliebten Gesellschaftsdroge Alkohol; von der Freß-Sucht, der Kaffee- und Tabak-Sucht, über die Spiel-Sucht und Sex-Sucht zum „Rübe-zukiffen“ bis zur illegalen oder ärztlich verordneten Drogen- und Tablettensucht, um nur mal die geläufigsten zu nennen. Wir treiben uns fast alle irgendwo in diesem weiten Spektrum herum und leiden (bzw. unser Umfeld leidet) mal mehr oder mal weniger darunter.

Mach mal einen Test :

Wie lange kannst du ohne deinen „Stoff“, ohne dein Ablenkungsmanöver leben ? Wie lange geht es dir ohne deinen „Lochfüller“ gut ?
Solange du jederzeit – auch in Zeiten großen Stresses – auch supergut leben kannst ohne deinen „XY-Suchtfaktor“, kannst du beruhigt sein – der „Sucht-Dämon“ hat dich nicht in seinen Klauen.

Du bist noch ein freier Mensch ! Gratulation !

Merkst du jedoch, daß du um so mehr „Ablenkung“ brauchst, je mehr Stress da ist ? Oder fällt dir auf, daß du unausstehlich wirst, daß du aggro oder auch depri wirst, solltest du nicht rechtzeitig deine spezielle „Ablenkung“, in welcher Form auch immer, bekommen ? Daß es dir einfach beschissen geht und du dich nur noch danach sehnst, dich mit irgendetwas abzulenken, zu betäuben ?

Dann wird es höchste Zeit, daß du deine Freiheit wiedererlangst !

Doch wie erreichen wir unsere Freiheit wieder?
Indem wir uns zuallererst unserer „Sucht“ stellen und dazu stehen. Dann hat sie keine Macht mehr über uns. Erinnern wir uns an die Zauberformel in allen Suchtgruppen :
Aufstehen, sich der Gruppe zuwenden und sagen :
„Ich heiße XY und ich bin XY-süchtig“.
Damit ist der „Dämon“ geoutet und im Rampenlicht, löst er sich auf, wie ein Vampir im ersten Sonnenstrahl – oder wie das Rumpelstilzchen im Feuer. Und der Weg wird frei, die nächsten Schritte in Richtung Heilung zu gehen …

Andere „Dämonen“ könnten durch emotionale Verletzungen entstehen, die bislang keine Heilung gefunden haben.
Es gibt eine emotionale Wunde. Und die tut höllisch weh, sobald etwas sie auch nur annähernd tangiert. Hier kommt der „Leibwächter-Dämon“ ins Spiel. Er bewacht das verwundete Areal und sobald sich ihm jemand nähert, schlägt „er“ um sich – wie auch immer. Mit Worten, mit Taten, durch Schweigen, durch Rückzug. Hauptsache es verletzt den anderen und ich brauche meine eigene Verletzung nicht zu spüren.

Dieser „Dämon“ versteht es oft meisterhaft, mir einzuflüstern, daß ICH das arme Opfer sei und es alle nur auf mich abgesehen hätten und ich mich dadurch legitimiert fühle, „um mich zu schlagen“.
Mit einer solchen Wahnvorstellung identifiziert, tun und sagen wird dann Dinge, die wir niemals tun und niemals sagen würden, wären wir wirklich wir Selbst. Denn sie sind zutiefst verletzend für den anderen.
Geht es uns schlecht, und schaffen wir es nicht, bei uns zu bleiben, weil wir die Wahrheit, warum es uns wirklich schlecht geht, weder aushalten noch anschauen wollen/können, kommt dieser Dämon , macht uns völlig betriebsblind und fängt an im Außen für uns nach Schuldigen zu suchen.
Und diese werden dann zu Tätern gemacht. Ihnen wird die Schuld für unser Leiden in die Schuhe geschoben, damit wir uns als Opfer fühlen können. So ist der Fokus völlig weg vom eigentlichen Problem, das wir nicht anschauen wollen, dem wir uns in dem Moment vielleicht nicht gewachsen bzw. ausgeliefert fühlen und wir können uns unendlich an der Projektionsfläche ausagieren.

„Dämonenmodus“ und „Dämonenstrategien“

Mit „Dämonen“ ist auch schlecht reden…

Sobald dir bewußt wird, daß jemand im „Dämonenmodus“ läuft (das kannst du, abgesehen vom verletzend-aggressiven Tonfall auch gut an den Augen sehen), dann laß ihn reden. Denn es redet der „Dämon“ im anderen. Und dieser will sich auskotzen und verletzen. Und er wird natürlich versuchen, an einem „wunden Punkt“ bei dir anzudocken. Gehst du auf ihn ein, dann hast du verloren. Der „Dämon“ will einfach nur um sich schlagen. Und der „Dämon“ hat immer recht. Egal was du sagst, er dreht dir die Wörter im Mund herum. Hör mal genau hin, wenn der „Dämon“ (aus einer anderen Person oder auch in dir) redet. Es ist meist unsäglich was da kommt. Du zweifelst an deinem Verstand bzw. am Verstand des anderen, so absurd ist alles. Oftmals weißt du, wenn der oder die andere wieder „bei sich selbst ist“, hat all das Gesagte keine Relevanz und es tut ihm oder ihr oft leid, so gewütet zu haben. Der „Dämon“ jedoch sucht Futter. Will sich nähren. Sobald er einen wunden Punkt trifft, hat er dich und nährt sich an deinem Leid – wenn du ihm auf den Leim gehst und negativ auf ihn reagierst.
Auch kannst du davon ausgehen, daß der „Dämon“ alles, wirklich alles an dir abreagieren wird, was ihn zum „Dämon“ gemacht hat, selbst wenn das überhaupt nichts mit dir zu tun hat. Du kriegst es ab – wenn du es zuläßt.

Hier ein paar bewährte „Dämonenstrategien“, wenn du merkst, daß ein „Dämon“ sich durch eine andere Person an dir ausagieren möchte:

Ist es dir möglich zu gehen, dann wende dich sofort ab und laß ihn einfach stehen. Sag: „Mit DIR (sprich innerlich den Dämon an) will ich jetzt nicht reden! Komm DU (sprich jetzt innerlich die Person an) wieder, wenn du wieder bei DIR Selbst bist! Dann bin ich gerne für dich da und höre dir zu!
Und wenn das, aus welchen Gründen auch immer, nicht geht, geh auf nichts ein, was er dir um die Ohren knallt. Geh auf keinen Fall in Resonanz! Denn sobald du in Resonanz gehst, hat er dich und macht dich fertig. Laß ihn einfach sein und reagiere nicht auf ihn. Laß alles, was er von sich gibt, einfach durch dich hindurchfließen, ohne anzuhaften.
Und sei sehr achtsam, besonders bei seinen Versuchen, deine wunden Punkte anzutatschen und zu triggern. Wenn du bewußt genug bist, dann kannst du spüren, wenn er in deren Nähe kommt. Reagiere nicht darauf ! Wenn „der Dämon“ merkt, daß er bei dir nicht andocken kann, geht ihm schnell die Luft aus.

Die Kehrseite der Dämonen

Fliegen wir nun ein Stück höher mit unserem Bewußtsein und betrachten die „Dämonen-Thematik“ einmal aus der Adlerperspektive .

Da wir uns auf dem Planeten Erde befinden, der, wie wir alle wissen, ein Planet der Dualität ist, hat auch die ganze Dämonengeschichte eine Kehrseite .

In einem Buch über Ken Wilber, den Gründer des „Integral Institute“, fand ich etwas geschrieben, das meine ursprüngliche Meinung über die „bösen Dämonen“ völlig auf den Kopf gestellt hat :

„Der Daemon ist in der altgriechischen Mythologie ein „Innerer Gott“, ein innerer Führer, auch Genius oder Jinn genannt, der synonym auch als mein Schicksal, mein Glück betrachtet werden kann. Der Daemon hat aber auch eine erschreckende Seite:

Hört man nicht auf ihn, verändert er sich in einen Dämon, einen bösen Geist und die göttlichen Energien und Talente schlagen um in selbstzerstörerische Aktivitäten.

Wird er erkannt und folgt man ihm, dann ist er tatsächlich ein innerer Führer…“

Und auch ein Satz von Bert Hellinger kam mir wieder in den Sinn:

„Das Böse ist das nicht geehrte Gute.“

Diese Aussagen brachten mich nun ziemlich ins Nachdenken. Böser Dämon – guter Daemon? Mein Verstand kam etwas ins Rotieren …

Gehen wir an diesem Punkt zunächst nochmal zurück zu unserer „Sucht-Dämonen-Aufstellung“, die noch weiterging und uns einen interessanten Einblick in diese Thematik gegeben hat :

. . . Wir widmeten uns anschließend der Problematik, die sich hinter dem „Dämon“ versteckte. Also dem Punkt, dem das Weglaufen eigentlich gegolten hat, und re-integrierten ihn.
Zum Abschluß stellten wir dann „Dämon“ und Person sich wieder gegenüber, worauf etwas völlig Unerwartetes geschah:
Die Person dankte dem „Dämon“ (wie man das halt so tut in Aufstellungen)
und sollte ihn „entlassen“, weil wir dachten, sein Sinn und Zweck ist jetzt erfüllt, weil das, was ewig nicht angeschaut werden konnte oder wollte, ja nun wieder integriert war.
Aber der „Dämon“ wollte gar nicht gehen. Er schaute ganz erwartungsvoll, liebevoll und dienend auf die Person.
Wir kamen uns vor wie in einem Märchen aus „1001 Nacht“ – so in der Art, „Was kann ich jetzt für dich tun – du bist mein Meister und ich diene dir“.
WOW ! das fühlte sich toll an!
Also haben wir dem, wieder zum Daemon – also zum helfenden Jinn gewordenen Dämonen, nun ganz bewußt einen neuen Aufgabenbereich zugesprochen und beide waren glücklich und zufrieden.

Ratter…ratter…ratter machte da mein Verstand… sehr interessant… Aber warum machen dann alle Jagd auf „böse Dämonen“, obwohl sie doch eigentlich ganz nett  sind ?

Hmmm . . . stellen wir uns doch mal folgendes Szenario vor:

Es gibt ein Trauma (wann, wie und wodurch auch immer) und dieses Trauma hinterläßt eine tiefe emotionale Wunde in mir. Und diese tut  sauweh, wenn nur jemand oder etwas in deren Nähe kommt. Es braucht nun erst einmal einen „Wundschutz“, damit ich einigermaßen gut überleben kann. Für diesen „Wundschutz“ wird mir von der Seelenebene ein „Leibwächter-Daemon“ (also ein guter Jinn) zur Verfügung gestellt. Er hat nun die Aufgabe, mich solange vor einer Konfrontation mit diesem Schmerz zu schützen, bis ich „groß und stark“ genug geworden bin, mich ihr zuzuwenden.
Sobald ich dann erwachsen geworden bin und es an der Zeit wäre, diese „Wunde“ anzuschauen, wird der Daemon – also mein innerer Führer – aktiv und versucht mir zu helfen, mich dieser Wunde zu nähern, sie anzuschauen und zu heilen.
Er konfrontiert mich nun immer mal wieder mit Ereignissen, die diese Wunde triggern. Doch anstatt mich, wie bislang, abzuschirmen, tritt er nun zur Seite, damit ich eine Chance habe, sie (wieder) zu erkennen.
Ich jedoch ignoriere – ganz gleich ob trotzig, ängstlich, resigniert oder gleichgültig – diese Gelegenheiten und kiffe mir lieber die Rübe zu oder beame mich sonstwie weg. Und so wird irgendwann dann aus dem lieben helfenden Jinn der böse Dämon.
Dieser Dämon nährt sich nun von meinen Süchten, die mir dazu dienen, mich immer wieder wegzubeamen. Und jedes Mal, wenn ich mir wieder die „Kanne gebe“, labt er sich an dem Leid, das ich mir und eventuell auch meinem Umfeld verschaffe. Und er verlangt immer mehr… immer mehr… immer mehr …
Sollte ich dabei nicht irgendwann in meiner selbstzerstörerischen Ignoranz draufgehen, kann theoretisch etwas Wundervolles passieren.

Denn es gibt da ein Phänomen. Wir Menschen brauchen das Leiden, um ins Tun zu kommen. Solange es uns noch einigermaßen passabel geht und wir noch irgendwie über die Runden kommen, haben wir gar keine Lust, großartig etwas zu verändern, geschweige denn „an uns zu arbeiten“. Doch je größer unser Leid wird, desto mehr steigt unsere Bereitschaft, alles, wirklich ALLES zu tun, damit es uns wieder besser geht – egal, was der Verstand nun dazu sagt. Wir können uns dann auf einmal auf Dinge einlassen, die vorher jenseits unserer Vorstellungen waren.

Da wir nicht auf unseren „guten Daemon“ gehört haben, als er uns aufforderte, unsere Wunde anzuschauen und uns um sie zu kümmern, als die Zeit reif war, wieder heil zu werden, und wir uns lieber wegbeamten, mußte er zum „bösen Dämon“ werden. Und dieser bedient sich nun unserer Sucht, die ja unsere Flucht ist und treibt alles auf die Spitze, bis unser System zusammenbricht – im Innen und im Außen. Nun haben wir die Möglichkeit dahinzusiechen und zu sterben und so automatisch wieder in unser SEELEN-SELBST einzugehen oder „aufzuwachen“ und ins eigenverantwortliche Tun zu kommen, um uns auf den Weg zu uns SELBST zu machen und endlich heil zu werden.

Und so kann es dann tatsächlich schon mal vorkommen, daß aus einst erzkonservativen, verkopften, verkoksten und burn-outeten Bankern auf einmal begnadete Schamanen werden.

Rüdiger Dahlke schreibt :

„Sucht hat mit Suche zu tun und in der Tiefe jeder Sucht finden sich Hinweise auf fehlgeschlagene Versuche, den eigenen Lebensweg zu finden.

Und im Buch von Ken Wilber steht noch ein interessanter Satz:

„Menschen, die einen inneren Gott / einen Daemon in sich tragen, sind genial in ihrer Arbeit.“

Der wieder zum „Daemon“ gewordene „Dämon“ führt uns also letztendlich nicht nur wieder zu uns Selbst, sondern auch  zu unserer wahren Berufung !

Aber das kann natürlich nur mit UNSEREM EIGENEN „Dämon“ passieren !

Doch nicht selten kommt es auch vor, daß wir uns „dämonische Fremdenergien“ an die Backe hexen. Und diese müssen RAUS aus unserem Energiesystem !!! So schnell wie möglich. Diese tragen kein Heilpotential für uns in sich. Ganz im Gegenteil. Sie vereiteln, wo sie nur können, unsere Anstrengungen, glücklich und gesund zu werden. Sie sind eine der größten Therapieblockaden und beherbergen ein sehr SELBST-zerstörerisches Potential in sich. Sie müssen unbedingt wieder dahin zurück, wo sie hingehören. Denn nur dort können sie wieder zum „Daemon“ switchen.
(Ahaa – hier ist also doch „Dämonenjagd“ angesagt 😉

Deshalb ist es bei aller „Dämonenarbeit“ IMMER sehr wichtig, als allererstes herauszufinden, ob es ein eigener oder ein fremder ist.

Das geht sehr effektiv und einfach mit einer Aufstellung:

Als erstes macht man Zettel mit allen Personen, die einem spontan in den Sinn kommen, von denen er stammen könnte – einschließlich natürlich auch einen für euch selbst (!!!).
Auf jeden Fall sollten immer dabei sein: Vater/Mutter/Geschwister /männliche Linie/weibliche Linie (Bei fremd-dämonischen Besetzungen handelt es sich sehr oft um abgespaltene traumatische Energien, die aus dem eigenen Familiensystem übernommen sind) / Partner/ Kinder …

Eine Person steht nun für die „dämonische Energie“ und die andere steht – ohne zu wissen für wen – nach und nach für alle Personen, die auf den, vorher zusammengefalteten, Zetteln stehen. So vermeidet man am einfachsten irgendwelche Voreingenommenheiten. Dann spüren beide Stellvertreter hin, bei welchem Zettel sie in Resonanz gehen.
Ist die Person gefunden, läßt der „Besetzte“ die Fremd-Energie in der Aufstellung energetisch zu ihr zurückfließen.
In den meisten Fällen merken die „Besetzten“ sofort eine Veränderung ihres Gemütszustandes und eine enorme Erleichterung, sobald dies vollzogen ist und sie von der Fremdenergie frei geworden sind.
(Wichtig: Solche Aufstellungen bitte nicht mal so just for fun nebenbei machen. Es geht hier um mächtige, wichtige Energien, die eine sicheres, einfühlsames und klares Handling brauchen)

Fakt ist :

Fremd-Energien können nicht in uns therapiert werden.

Fremd-Energien können nicht in uns geheilt werden.

Fremd-Energien MÜSSEN dorthin zurück, wo sie hingehören, nur dann können wir wirklich heil werden.

Also – immer wenn ihr das Gefühl habt :

  • „da stimmt etwas nicht mit mir“

  • „egal was ich tue, es wirkt nichts richtig“

  • völlig schräg drauf zu sein, d.h. in schrecklichen Gefühlen festzuhängen, obwohl eigentlich alles „in Budda“ ist

dann denkt einfach mal an diese – für den Verstand mit Sicherheit etwas suspekte – Möglichkeit.

Doch nun wieder zurück zu unserem ureigenen „Daemonen-Dämon“.
Wenn wir den Mut haben, unserem „Dämon“ ins Auge zu schauen, und ihn zu benennen, dann kann er also wieder zum „Daemon“ werden, zum guten Jinn, der uns an die Hand nimmt und uns auf unserem Weg zu uns SELBST begleitet – und auf dem Weg zu unserer wahren Berufung!

Da, wo wir am wenigsten hinschauen wollen, weil dort etwas ist, was uns Angst macht, da liegen oftmals die größten Schätze für uns.
So war es schon immer und so wird es – wohl oder übel – auch bleiben.

Also, euch allen viel Mut bei der Schatzsuche !

Best wishes

aus dem

Ministerium

für innerdämonische Angelegenheiten

Rita

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